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Seite 2: Anthem - Singleplayer oder Multiplayer? Warum es bei beidem sein Potenzial nicht ausschöpft

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Story vs. Gameplay

Umgekehrt geht es Story-Liebhabern auf den Keks, dass sie im Multiplayer immer wieder Geschichts-Schnipsel verpassen können - wenn sie langsamer in die Mission laden als ihre Mitspieler, gehen die einleitenden Funksprüche schon los und der letzte kapiert schlimmstenfalls gar nicht mehr den Kontext der Mission, weil er nichts von den einleitenden Worten gehört hat.

Wenn euer Spiel länger lädt als das der Kollegen, verpasst ihr bisweilen den Anfang einer Mission. Wenn euer Spiel länger lädt als das der Kollegen, verpasst ihr bisweilen den Anfang einer Mission.

Natürlich kann man hier Glück und eine sehr gut eingespielte Truppe im Gepäck haben. Doch das ändert nichts daran, dass der Weg zur Koop-Action in Anthem immer etwas holpriger aussieht als in Destiny oder The Division. Denn die Fort-Tarsis-Erkundung ist nicht der einzige Dämpfer. Fliegt ein Spieler in der Open World zu weit voraus, werden alle anderen Kollegen per Ladezeit nachteleportiert. Und das passiert schon bei kleinen Vorsprüngen - sehr nervig!

Wie auf dem eingangs erwähnten Spielplatz dürfte jeder Anthem-Spieler eine andere Vorstellung davon haben, wie wichtig Story im Verhältnis zu Open-World-Erkundung und Ballereien sein soll. Destiny 2 hat diese unterschiedlichen Interessen durch clevere Menü- und Quest-Strukturen sehr viel eleganter miteinander in Einklang gebracht.

Besser mit Matchmaking oder mit Freunden?

Im Endgame wird dieses Rhythmus-Problem weniger akut, bis dahin kann es sich aber lohnen, statt mit echten Freunden mit fremden Internetmenschen zu zocken. Denn dann wechselt man eh nach jeder Mission die Truppe. Niemand stört sich am langen Intermezzo in Fort Tarsis, aber wir kriegen in den Kämpfen trotzdem Koop-Unterstützung. Das beste beider Welten also?

Durch die Javelins entstehen angenehm diverse Multiplayer-Trupps. Durch die Javelins entstehen angenehm diverse Multiplayer-Trupps.

Auch nicht ganz, denn es tun sich wieder neue Probleme auf. Es gibt weder Textchat noch eine Pingfunktion der Marke Apex Legends, um sich mit den Matchmaking-Kollegen zu verständigen. Das eliminiert vor allem bei der freien Erkundung im Freeplay-Modus jede echte Kooperation. In der Regel drehen einfach alle vier Spieler an unterschiedlichen Enden der Karte ihr eigenes Ding.

Wir werden nicht einmal benachrichtigt, wenn ein Kollege ein Weltevent startet, dem wir uns anschließen könnten! Und wenn wir mal den Löffel abgeben, eilt natürlich auch niemand über die halbe Map herbei, um uns aufzuhelfen - es bleibt nur der Respawn per Ladebildschirm.

Wie gut funktioniert Anthem als Singleplayer-Spiel?

Wer möchte, kann die Kampagne von Anthem auch einfach alleine spielen. Das klappt über weite Strecken ganz gut, hat aber ebenfalls seine Probleme. Zum Beispiel könnt ihr das Spiel überhaupt nicht in Gänze solo angehen. Das Freie Spiel abseits der Missionen funktioniert aktuell ausschließlich via Matchmaking mit anderen Spielern.

Video starten 9:08 Die Javelins von Anthem - Fähigkeiten, Kombo-Angriffe und Besonderheiten der Exosuits im Video erklärt

Wer also in die Open World ausziehen will, um Challenges zu absolvieren (und eine Kampagnenmission zwingt uns sogar dazu!), muss in den Multiplayer wechseln. Das gleiche gilt für die Endgame-Strongholds. Ärgerlich.

Aber zumindest die normalen Missionen lassen sich recht gut im Alleingang bewältigen, allerdings haben wir ja bereits erwähnt: KI, Leveldesign und Questaufgaben wurden schlicht mit Koop im Hinterkopf gestaltet. Einige der zähsten Bulletsponge-Bosse müssen wir etwa konsistent in ihre Schwachpunkte im Rücken treffen, wenn wir sie einigermaßen zeitig besiegen wollen.

Für Koop optimiert

Andere werfen uns so viele endlos neu spawnende Horden entgegen, dass wir allein zwischen den Wellen kaum dazu kommen, auf den Boss zu schießen. Diese Gegnerdesigns sind klar darauf ausgelegt, dass mehrere Spieler die Feinde ablenken und aus mehreren Richtungen beharken.

Man überlebt die Konfrontationen im Großteil der Kampagne zwar auch solo recht gut - gerade auf niedrigen Schwierigkeitsgraden -, doch es macht spürbar weniger Spaß, wenn sich 20 Scar-Schützen immer nur auf einen konzentrieren. Solo wird Anthem nämlich schnell zur Routine: Man schießt ein paar Feinde ab, versteckt sich dann irgendeiner Felsspalte, um zu heilen, nur um das Prozedere zu wiederholen.

Wer auf gleichförmige Gegner- und Missionsherausforderungen grundsätzlich recht allergisch reagiert, wird im Singleplayer deutlich stärker daran zu knabbern haben als mit Freunden. Denn wie immer gilt, dass Kumpels (fast) alles erträglicher machen. Es sei denn, man befindet sich gerade in Fort Tarsis.

Video starten 3:45 Anthem: Conviction - Live-Action-Kurzfilm von Neill Blomkamp

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