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Seite 5: ARMA 3 - Alpha-Protokoll

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Mission 4: Hubschrauber, Navigation, Hardware, Fahrzeug-KI

Video starten 35:18 ARMA 3 - Hubschrauber - Alpha-Gameplay - Odium (JeremiahRose) als Gast-Kommentator

Bohemia beschreibt ARMA 3 im Interview als Infanterie-Simulation mit Fahrzeugen als Unterstützung. Für viele Spieler sind die Fahrzeuge und besonders die Hubschrauber trotzdem ein wichtiges Herzstück der Simulation. In der vierten Showcase-Mission der Alpha steigen wir deshalb in einen bewaffneten Helikopter ein.

Los geht's in einer größeren Basis inklusive Flugfeld. Vor uns starten zwei weitere Helikopter.,Bodenfahrzeuge setzen sich in Bewegung - in dieser Mission scheint etwas mehr los zu sein. Das merkt man aber auch an der Framerate, die spürbar in die Knie geht. Je mehr KI-Einheiten unterwegs sind, desto schneller geht auch der ARMA-3-Engine die Puste aus. Allerdings ist das hier eine Alpha und noch nicht optimiert, da ist also noch Platz für viele Verbesserungen - man sollte aber keine Wunder erwarten.

Die Fahrzeug-Modelle fallen sehr detailliert aus, auch die Landschaft sieht gut aus, auch wenn der Aha-Effekt geringer ausfällt als noch bei ARMA 2. Die Fahrzeug-Modelle fallen sehr detailliert aus, auch die Landschaft sieht gut aus, auch wenn der Aha-Effekt geringer ausfällt als noch bei ARMA 2.

Die bekannten Grafikoptionen aus ARMA 2 sind eins zu eins ins neue Spiel übernommen, genau wie der Rest der Einstellungsmöglichkeiten. Leider werden dem Spieler immer noch nicht alle Optionen angemessen erklärt, Anfänger müssen sich hier auf viel Experimentierarbeit und Forensuche einstellen, um halbwegs durchzusehen. Wer den Dreh raus hat, kann das Spiel aber gut an seine PC-Hardware anpassen. Schade: Motion Blur und Tiefenunschärfe lassen sich immer noch nicht separat steuern, die Tiefenunschärfe ist aber längst nicht mehr so überzogen, wie in früheren Serienteilen.

Während wir so an den Grafikoptionen herumspielen und die hübschen Fahrzeugmodelle bestaunen, schweben wir in Mission Nr. 4 immer noch über unserer Basis und sehen, wie die Fahrzeuge das Gelände verlassen. Oder es zumindest versuchen, denn die Fahrer-KI ist schlicht katastrophal. Es ist in der aktuellen Version so gut wie unmöglich ein Fahrzeug erfolgreich durch eine Ortschaft zu schicken, der Computer finden garantiert ein Haus, in das er viel lieber reinfahren möchte. Was wir hier teilweise noch sehen, wirkt oft schlimmer als in früheren ARMA-Spielen.. Was wir derweil nicht sehen, sind zerstörbare Gebäude. Dieses Feature haben die Entwickler für ARMA 3 angekündigt, derzeit scheint es noch deaktiviert. (Korrektur: Das Zerstören von Gebäuden ist bereits möglich, scheint aber noch fehlerhaft. Jedenfalls funktioniert es nicht immer.)

Cockpits Detailliert und animiert sind auch die Hubrschrauber-Cockpits. Allerdings lassen sich die MFDs nicht umschlaten, was die Navigation und die Nutzung des Radars unnötig fummelig macht (Radarreichweite lässt sich nicht verstellen).

Truppentransport Als Pilot bekämpfen wir nicht nur Luft- und Bodenziele sondern bringen auch Kameraden ins Kampfgebiet - oder wieder raus.

Nachladen Zum Nachtanken und Wiederbewaffnen müssen wir in ARMA 3 nur in einem entsprechenden Stützpunkt landen.

Fahrzeug-KI Lasset alle Hoffnung fahren, heißt es auch in ARMA 3, denn die Hoffnung ist hier die einzige die Fahren kann. Die KI ist davon jedenfalls hoffnungslos überfordert - eine Katastrophe. Hoffentlich wird's bis zum Release besser.

So, jetzt sind wir aber wirklich die Bummelletzten, also drehen wir unseren Hubschrauber in Richtung Wegpunkt und düsen los. Je nach Schwierigkeitsgrad kann die Navigation im Hubschrauber zur Qual werden. In den höheren Stufen fehlen Bildschirmanzeigen wie beispielsweise die Nav-Punkte völlig, wir müssen also im Flug die Karte rauskramen und fragen uns, warum wir eigentlich einen Co-Piloten dabei oder mehrere Multifunktionsdisplays im Cockpit haben. Ihre Aufgaben erfüllen beide jedenfalls nicht.

Bei der Steuerung der Hubschrauber selbst hat sich derweil nichts getan, die angekündigte Integration des sehr anspruchsvollen Flugmodells aus Bohemias ziviler Simulation Take on Helicopters steht noch aus. Falls sie kommt, wäre sie aber vermutlich optional.

Auch sonst hält sich der Simulationsgrad an Bord der Maschine in den gewohnt arcade-lastigen Grenzen der Vorgänger. Manche Serienfans wollen es vielleicht nicht hören, doch die technische Simulation von Radar und Waffensystemen in den Hubschraubern ist rudimentär - und inkonsistent.

Je nachdem welche Waffe wir nutzen, funktionieren Zoom-Standards mal und mal nicht, ohne ersichtlichen Grund. Ähnlich verhält es sich in Fahrzeugen. Wer hier als Einsteiger durchblicken will, bekommt viele Steine vor die Füße geworfen. Die meisten davon müssten nicht sein. Wer die Serie seit Jahren kenn, wird Umwege kennen, sich neue Tastenmakros anlegen. Trotzdem schade, dass Bohemia neuen Spielern überhaupt nicht entgegen kommt. Auch hier kann man mit dem Communtiy-Feedback aus der Alpha auf einen Sinneswandel hoffen, sollte sich aber keine Illusionen machen.

Der Rest der Showcase-Mission spielt sich übrigens fast identisch zu ARMA 2. Wir zerstören zwei Fahrzeuge, setzen Truppen ab, Tanken nach, schießen Raketen auf eine Mörserstellung und landen wieder. Bis auf die hübschere Landschaft unter uns gibt es keine erwähnenswerten Unterschiede zu den Vorgängerspielen.

Von unserer Punktladung scheinen die Kollegen nicht beeindruckt zu sein, sie verlassen das Hubschrauberwrack. Von unserer Punktladung scheinen die Kollegen nicht beeindruckt zu sein, sie verlassen das Hubschrauberwrack.

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