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Seite 2: Assassin's Creed Chronicles: China im Test - Köpfchen schlägt Waffe

Motivierend bis zum Schluss

Haben wir eine bestimmte Punktzahl geknackt, schalten wir unterschiedliche Upgrades frei, etwa einen weiteren Gesundheitsbalken oder mehr Wurfmesser. Das motiviert. Generell hält uns Chronicles: China ständig eine Karotte vor die Nase, nach jedem Level schalten wir etwas frei oder erhalten eine neue Fähigkeit.

Später können wir mit Helix-Boosts zum Beispiel blitzschnell unbemerkt von einer Deckung zur nächsten wechseln. Darüber hinaus lernen wir allenthalben frische Spielelemente kennen. So müssen wir schon bald auf morsche Böden und Glockenspiele achten, zwitschernde Vögel und bellende Hunde meiden, Seile durchtrennen und uns hinter Bambusstöckchen verstecken.

Versteckwechsel: im Schatten Im Schatten verborgen warten wir, bis die Wache wegsieht.

im Versteck Per Knopfdruck wechseln wir geschwind zum grün markierten Versteck.

Flucht Sobald die Patrouille vorbeigelaufen ist, können wir unbemerkt entkommen.

Auch die Gegnertypen sind vielfältig, vom einfachen Wachmann mit Schwert oder Armbrust über ausgefuchste Spürnasen mit Laternen bis hin zum stark gepanzerten Krieger ist alles dabei. Obendrein lockern eingestreute Verfolgungsjagden und cool inszenierte Fluchtsequenzen die anspruchsvollen Schleichpassagen wunderbar auf.

Langeweile kommt innerhalb der immerhin gut sechs Stunden langen Kampagne jedenfalls nicht auf. Wer alle versteckten Extras (Animus-Fragmente, Truhen) sammeln und jede Nebenmission (Geiseln befreien, Zielpersonen eliminieren) erledigen möchte, ist gut acht Stunden und länger beschäftigt. Anschließend können wir uns mit allen erworbenen Talenten und Upgrades im »New Game Plus«-Modus versuchen - hier wahlweise in einem zweiten, schwierigeren Modus. Ein vorbildliches Preis-Leistungs-Verhältnis!

Ja, Chronicles: China besitzt zu Beginn nur einen Schwierigkeitsgrad. Der ist dafür aber genau richtig. Wenn wir in den Sichtkegel eines Gegners tappen, dann ist das fast immer unsere Schuld, »Trial & Error«-Abschnitte gibt es nicht. Dank der sehr fair verteilten Checkpoints sparen wir uns zudem lange Laufwege - klasse.

Kleine Abzüge in der B-Note

Neben dem geschliffenen Spielsystem überzeugt die China-Episode zudem mit einer stilsicheren Comicgrafik. Allen voran die Zwischensequenzen sind schick anzusehen, eine Augenweide ist das Abenteuer trotzdem nicht. Die Objekte sind mäßig detailliert und die meisten Texturen verwaschen.

Die Opulenz eines echten Assassin's Creed mit detailgetreu nachgebauten Städten darf man nicht erwarten. Trotzdem bleiben einige hübsche Bilder im Gedächtnis, etwa wenn wir auf einem Aussichtspunkt die Umgebung synchronisieren (und damit wie von der Serie gewohnt die Karte aufdecken), während im Hintergrund gigantische Schiffe durchs Meer schippern.

Mit einem Wurfmesser durchtrennen wir das Seil eines am Steg festgebundenen Bootes - und ebnen so den Weg in der Vordergrundebene. Mit einem Wurfmesser durchtrennen wir das Seil eines am Steg festgebundenen Bootes - und ebnen so den Weg in der Vordergrundebene.

Übrigens: Dass wir bisher kein Wort zur Story verloren haben, hat einen einfachen Grund: Der rote Faden ist simpel, ja geradezu banal. Eine rabiate Templer-Vereinigung namens Tiger hat unter der Führung von Zhang Jong die Bruderschaft der Assassinen beinahe ausgelöscht. Shao Jun sinnt auf Rache und metzelt sich durch eine Reihe von blassen Bösewichten mit verwirrenden chinesischen Namen.

Blöd: Wer mehr über die Handlung und die Charaktere erfahren will, muss sich durch Texte im Spielmenü scrollen. Aber über die lahme Geschichte sehen wir dank des tollen und erfrischend neuen Spieldesigns gern hinweg. Chronicles: China spielt sich ganz anders als die Serie, vereint aber trotzdem genügend Spielelemente und Anspielungen, um den Namensstempel mit Würde zu tragen. Ein gelungener Auftakt für die Trilogie.

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