Was bietet Valley of Memory noch?
Neben dem neuen Gebiet und den Story-Kapiteln rund um Basims Vater bestehen die weiteren Inhalte von Valley of Memory vor allem aus kleinen Detailverbesserungen. Es gibt neue Auftragsziele, einen neuen Gegnertyp, einen neuen Skill zur weiteren Verbesserung von Werkzeugen, überarbeitetes Parkour-Movement und fünf neue Outfits.
Außerdem kann Basim auf den Dächern von al-Ula auf die Jagd nach neuen Notenblättern für seine Laute gehen - Black-Flag-Spieler wird's freuen.
Insgesamt ist die neue Erweiterung inhaltlich jedoch nicht mit dem kürzlich veröffentlichten DLC Claws of Awaji für Assassin's Creed Shadows vergleichbar. Die neuen Gameplay-Elemente fühlen sich eher an, wie Inhalte, die während der Entwicklung des Hauptspiels der Schere zum Opfer gefallen sind oder nicht zu Ende entwickelt wurden.
Für die kommende Erweiterung werden diese Inhalte nun aufgewärmt
und mit einer neuen Karte und ein paar Story-Missionen zu einem handlichen Bündel geschnürt. Wohl auch deshalb verzichtet Ubisoft in seinem Marketing zu Valley of Memories auf Begriffe wie DLC
oder Erweiterung
und spricht schlicht von einem kostenlosen Update.
Eine Frage des Geldes
Und über das würde sich sicherlich auch niemand beschweren, wenn das Update nicht mit einem faden moralischen Beigeschmack daherkäme. Denn die Entwicklung von Valley of Memory wird mutmaßlich aus Geldern des saudi-arabischen Public Inverstent Fonds (PIF) finanziert, der sich jüngst auch beim US-Publisher EA eingekauft hat.
Fragen zu diesem Themenkomplex waren während der Präsentation von Valley of Memory in Bordeaux nicht erwünscht. Allerdings ist bekannt, dass auch die Belegschaft von Ubisoft mit der Partnerschaft nicht unbedingt glücklich ist.
Warum ist Saudi-Arabien so problematisch?
Saudi-Arabien ist verfassungsrechtlich eine absolute Monarchie, deren Gesetze auf der Scharia (dem islamischen Recht) basieren. Grundlegende Menschenrechte werden in Saudi-Arabien immer wieder mit Verweis auf die Scharia missachtet. Medien stehen unter staatlicher Kontrolle, ein freier gesellschaftlicher und politischer Diskurs findet nicht statt. Menschen, die sich kritisch über den Staat oder das Königshaus äußern, müssen mit Sanktionen bis hin zum Tod rechnen.
Disclaimer: Webedia, die Muttergesellschaft von GameStar, ist ebenfalls geschäftlich in Saudi-Arabien aktiv und unterhält dort unter anderem das Portal saudigamer.com
Ubisoft-Chef Yves Guillemot verteidigte die Partnerschaft intern jüngst allerdings mit der Begründung, man müsse auch mit Partnern reden, die unsere demokratischen Werte nicht teilen
. Mehr dazu lest ihr in der folgenden Linkbox.
Wann geht's los?
Bis zum Release von Valley of Memory müsst ihr euch noch ein wenig gedulden. Das Update soll am 18. November 2025 auf allen Plattformen erscheinen, auf denen Mirage verfügbar ist.
Für alle Spieler, die keinen passenden Speicherstand mehr aus dem Lategame parat haben, bietet das Update einen Schnellstart aus dem Hauptmenü an. Damit könnt ihr mit einem vordefiniert aufgelevelten Basim sofort die Reise in die Wüstenstadt al-Ula antreten, ohne noch einmal die ganze Kampagne von Mirage durchspielen zu müssen.
Fazit der Redaktion
Jesko Buchs
@Sora5513
Eine Erweiterung im Umfang von Claws of Awaji
sollten Assassin's Creeds-Fans im Falle von Valley of Memory
nicht erwarten. Das neue Gebiet ist kleiner, es gibt keine neuen Waffen, nur einen zusätzlichen Skills und deutlich weniger Story.
Wer Assassin's Creed Mirage bereits mochte, der dürfte hier trotzdem zufrieden sein. Denn al-Ula bietet euch genau das gleiche lineare, weniger Rollenspiel-lastige Gameplay, das auch das Hauptspiel auszeichnet - nur eben ein bisschen fordernder. Obendrein ist das Ganze kostenfrei und kommt mit einem unverbrauchten historischen Setting daher.
Ubisoft betont, die Community mit dem Update zum zweijährigen Geburtstag beschenken zu wollen. Ob ihr das Geschenk annehmt, liegt letztlich bei euch. Denn auch Ubisoft ist kein Wohlfahrtsverband und stützt sich zur Finanzierung von Valley of Memory
mutmaßlich auf das Regime des saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman. Wenn dieser jedoch so weitermacht, wie gehabt, gibt's in der Branche bald aber ohnehin kein Vorbeikommen mehr an ihm und seinem Geld.
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