Jetzt auch Spotify: 3 beliebte Hörbuch-Apps im Vergleich

2025 hat sich einiges getan auf dem Hörbuchmarkt. Wir zeigen euch 3 beliebte Anbieter.

Hörbuch-Apps gibt es einige – sie unterscheiden sich vor allem in ihrem Abo-Konzept Hörbuch-Apps gibt es einige – sie unterscheiden sich vor allem in ihrem Abo-Konzept

2025 hat sich einiges getan auf dem Hörbuchmarkt. Wer sich derzeit nach einer geeigneten App umschaut, sollte nicht nur auf das Angebot schauen:

Euer Hörverhalten realistisch einzuschätzen, ist bei der Wahl des richtigen Anbieters entscheidend, damit ihr das meiste für euer Geld bekommt.

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1. Audible: Der Platzhirsch mit riesiger Auswahl

Pro
  • Größte Auswahl und Exklusive Titel: Audible bietet die mit Abstand größte Bibliothek an Hörbüchern, darunter exklusive Titel.
  • Besitzprinzip (Credits): Einmal erworben, gehört das Hörbuch euch und kann auch nach Kündigung des Abos jederzeit gehört werden.
  • Integration ins Amazon-Ökosystem: Für Amazon-Kunden ist die Verknüpfung mit dem Amazon-Konto praktisch.
Kontra
  • Kostenmodell (Credits): Das Credit-System kann für Vielhörer teuer werden, wenn man mehr als ein Hörbuch pro Monat hören möchte und zusätzliche Credits kaufen muss.
  • Keine echte Flatrate: Es ist keine All-you-can-listen-Flatrate im klassischen Sinne, was die Flexibilität einschränkt.
  • Fokus nur auf Hörbücher/Podcasts: Im Gegensatz zu Spotify bietet Audible keine Musik an.

Audible gehört zum Online-Riesen Amazon und bietet von allen Anbietern mit etwa 500.000 Hörbüchern in verschiedenen Sprachen das größte Angebot an Titeln.

Für potenzielle Kunden außerdem wichtig: Audible hat Exklusivtitel, Audible Originals, die nur auf der Plattform erscheinen. Wenn ihr also unbedingt aktuell etwa an folgende Titel wollt:

  • die Auris-Reihe von Sebastian Fitzek
  • Marvel's Wastelanders: Star-Lord und diverse andere Marvel-Produktionen

dann müsst ihr auf die Amazon-Tochter zurückgreifen. Allerdings funktioniert das Audible-Abo nicht wie Netflix oder andere Streaming-Anbieter:

  • Für rund 10 Euro pro Monat bekommt ihr einen Credit.
  • Jedes Hörbuch kostet euch im Abo einen Credit – egal ob es regulär etwa 2,99 Euro oder 29,99 Euro kostet.
  • Reicht euch ein Credit pro Monat nicht, könnt ihr vergünstigt weitere dazukaufen.
  • ABER: Einmal gekauft, gehören euch die Hörbücher – auch dann, wenn ihr euer Abo kündigt.
Abo-ModellCredits (1 Credit ≙ 1 Hörbuch)Kosten pro Monat
Standard-Monat19,95 Euro
Monat216,95 Euro
Jahr128,33 Euro
(effektiv)
Jahr247,91 Euro
(effektiv)
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2. Spotify: Der Musik-Gigant wird zum Hörbuch-Player

Pro
  • All-in-One-Lösung: Musik, Podcasts und Hörbücher in einer App – das ist extrem bequem und spart Platz und Abokosten für separate Dienste.
  • Inklusive im Premium-Abo: Für viele ist der Hörbuchzugang bereits im bestehenden Spotify Premium-Abo enthalten, was als kostenloser Bonus wahrgenommen werden kann.
Kontra
  • Begrenzte Hörstunden: Das Limit von 12 Hörstunden pro Monat im Premium-Abo entspricht oft nicht einmal einem Hörbuch.
  • Fokus nicht primär auf Hörbüchern: Die Hörbuch-Funktionalität ist im Vergleich zu reinen Hörbuch-Apps weniger ausgefeilt, mitunter sogar Hörbuch-unfreundlich.

Seit April 2025 dringt auch der schwedische Streaming-Riese auf den Hörbuchmarkt. Damit stockt Spotify sein Musik- und Podcast-Angebot auf. Derzeit sind in Deutschland laut Spotify über 350.000 Hörbücher verschiedener Sprachen verfügbar, allerdings nur für Spotify-Premium-Kunden.

Der Primärfokus auf Musik kommt für Hörbuch-Hörer derzeit aber mit deutlichen Nachteilen: Springt man mitten im Hörbuch etwa zu Musik, kann es schwer sein, den Punkt in Hörbuch wiederzufinden, wo man aufgehört hat.

Wer also bereits einen Spotify-Premium-Account hat, für den ist der Streaming-Anbieter als Hörbuch-App interessant. Zum Stöbern müsst ihr lediglich Hörbuch in die Suchleiste eingeben, um zur Angebotsseite zu gelangen.

Mit einem Premium-Abo findet ihr die Hörbücher, indem ihr einfach »Hörbuch« in die Suchleiste eingebt. Mit einem Premium-Abo findet ihr die Hörbücher, indem ihr einfach »Hörbuch« in die Suchleiste eingebt.

Allerdings:

  • Als Premium-Kunde habt ihr standardmäßig Zugriff auf 12 Hörstunden im Monat. Verbraucht ihr sie nicht, verfallen sie monatlich.
    Im Studenten-Abo etwa sind die 12 Hörstunden allerdings nicht inkludiert.
  • Wollt ihr mehr Hörbücher auf Spotify hören, könnt ihr für 9,99 Euro 10 zusätzliche Stunden kaufen. Die sind dann 12 Monate gültig.

3. BookBeat: Die flexible Hörbuch-Flatrate

Pro
  • Am ehesten eine Flatrate: BookBeat bietet mit dem Premium-Abo das größte Hörstunden-Kontingent ohne Zusatzkosten.
  • Hörbücher und E-Books: Insgesamt bekommt ihr mit BookBeat Zugriff auf 900.000 Hörbücher und E-Books.
  • Familienkonten: Die Möglichkeit, mehrere Profile unter einem Abo zu führen, ist sehr praktisch für Familien.
Kontra
  • Abonnement-Pflicht: Ohne aktives Abo hat man keinen Zugriff auf die Hörbücher; man besitzt die Titel nicht.
  • Kosten für Wenighörer: Für Nutzer, die nur selten ein Hörbuch hören, könnte ein monatliches Abo teurer sein als der gelegentliche Einzelkauf (z.B. über Audible ohne Abo).

Der schwedische Anbieter BookBeat wirbt mit Zugriff auf 350.000 Hörbüchern in verschiedenen Sprachen. BookBeat bietet ebenfalls keine richtige Hör-Flatrate, kommt dem von den drei hier vorgestellten Anbietern allerdings am nächsten.

Dafür setzt der Anbieter auf ein dreistufiges Abo-Modell:

Abo-ModellKontingent an HörstundenKosten pro Monat
Basis20 Stunden/Monat9,99 Euro
Standard40 Stunden/Monat14,99 Euro
Premium100 Stunden/Monat19,99 Euro

BookBeat bietet sich am ehesten für Familien oder Freunde an, die durch ein gemeinsames Abo sparen wollen: Dort könnt ihr einem Hauptabo bis zu vier weitere Profile hinzufügen. Wichtig: Die gemeinsamen Nutzer teilen sich dann auch die Hörstunden.

Fazit: Es kommt auf die Inhalte und das Hörverhalten an

Alle drei Hörbuch-Anbieter haben ihre Vor- und Nachteile. Es kommt also darauf an, was und wie viel ihr hören wollt. Ein verkürzter Überblick:

  • Audible eignet sich für Nutzer, die etwa ein Hörbuch pro Monat hören wollen und besonders für die, die ganz bestimmte Exklusivtitel haben möchten. Für Vielhörer, die sich etwa durch günstigere Klassiker graben wollen, könnte Audible schnell zu teuer werden.
  • Spotify eignet sich besonders für Leute, die bereits ein Premium-Abo haben oder den Fokus nicht rein auf Hörbücher legen, sondern auch ein Interesse an Musik und Podcasts haben. Vielhörer, denen eine möglichst breite Palette wichtig ist, könnten durch die starren Zusatzkontingente von Spotify schnell an ihre Grenzen stoßen.
  • Bookbeat ist am ehesten für Hörbuchfans gedacht. Vielhörer, die querbeet suchen, sowohl neue Titel, als auch günstigere Klassiker suchen und zusätzlich einen E-Book-Reader haben, finden hier wohl die breiteste Auswahl für sich. Allerdings: Musikstreaming und Exklusivtitel gibt es hier nicht.

Was meint ihr dazu? Nutzt ihr eine der drei Apps für Hörbücher? Oder vielleicht eine ganz andere? Und wie zufrieden seid ihr damit? Schreibt uns eure Meinung und Erfahrungen in die Kommentare!

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