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»Über Thanos haben sich auch alle lustig gemacht« – Kevin Feige kontert Kritik am plötzlichen Auftauchen von Dr. Doom

Bis jetzt war Thanos der gefährlichste Gegenspieler der Avengers und soll bald in Avengers 5 von Dr. Doom abgelöst werden.

Für Fans ist der Aufbau des Bösewichts entscheidend und da hat Thanos (rechts: Josh Brolin) für einige die Nase vorn. Bildquelle: Marvel StudiosDisney Für Fans ist der Aufbau des Bösewichts entscheidend und da hat Thanos (rechts: Josh Brolin) für einige die Nase vorn. Bildquelle: Marvel Studios/Disney

Sechs Jahre lang schwebte die bloße Existenz von Thanos wie ein Mahnmal über den Avengers. Doch im allerersten Film wusste noch niemand, was ihnen blühen würde. Seinen ersten richtig großen Auftritt hat der lila Titan nämlich erst in Infinity War im Jahre 2018.

Trotzdem wurde Thanos zuvor immer wieder im Universum erwähnt, und wie er den Infinity-Handschuh trägt, sah man bereits in Age of Ultron. Mit Dr. Doom betritt Marvel ein ganz neues Terrain, denn vor seiner Enthüllung auf der Comic-Con 2024 spielte er absolut gar keine Rolle im MCU.

Daher kritisieren einige Fans schon jetzt, wie der Bösewicht aufgebaut wird, und vergleichen ihn dahingehend natürlich mit Thanos. In einem Interview auf der diesjährigen Comic-Con äußert sich Marvel-Chef Kevin Feige jetzt selbst zur Thematik.

Video starten 2:16 Avengers: Doomsday – Im ersten deutschen Trailer hat Robert Downey Jr. plötzlich eine neue Stimme

»Doomsday ist eine Einführung in die Geschichte von Doom«

Als Thanos noch nicht die halbe Menschheit mit einem Schnipser ausgelöscht hatte, ist er in der Community zum Meme geworden. Denn sechs Jahre lang hantierte er im Hintergrund herum und seine Auftritte waren meist auf kurze Abspannszenen reduziert. 

Laut Kevin Feige hat sich »die Vorfreude auf Thanos vor allem in den Köpfen der Leute aufgebaut.« Der Studio-Chef selbst erinnert sich nur zu gut an diese Zeit zurück:

Am Ende [von Age of Ultron – Anm. d. Red.] saß er auf einem Stuhl. Er zog einen Handschuh an und sagte: »Ich werde es selbst tun.« Und er schrie Ronin kurz auf einem Videobildschirm an. Ich erinnere mich an die Memes, die sich über Thanos lustig machten. »Er sitzt einfach nur auf einem Stuhl.« Es gab einen Twitter-Feed, der jeden Tag aktualisiert wurde: »Ich sitze immer noch auf meinem Stuhl.« Das war mehr als nur clever, es war witzig.

Als wir bei Infinity War angelangt waren, sagten wir: »Das ist eigentlich die Einführung von Thanos für das Publikum.« So wurde dieser Film aufgebaut. Genau das machen wir auch mit Doom. Doomsday ist eine Einführung in die Geschichte von Doom. Man schält die Zwiebel Schicht für Schicht ab und erfährt dabei nach und nach mehr über ihn. Der Film richtet sich sowohl an Zuschauer, die ihn aus den Comics kennen und lieben, als auch an solche, die keine Ahnung haben, wer er ist.

Aus dem Zitat kann man bereits erahnen, dass Marvel mit Dr. Doom vermutlich mehr vorhat, als das Unternehmen bis jetzt durchscheinen lässt. Immerhin wissen wir bereits, dass er auch in der Fortsetzung Secret Wars mit dabei ist.

In den Kommentaren reagieren die Fans unterschiedlich auf Feiges Aussagen. Während einige dem Studio-Chef in einigen Punkten zustimmen, sind andere komplett vom Gegenteil überzeugt.

Thanos war immer da

Feige wird von Fans vorgeworfen, dass er sein eigenes Universum nicht verstehe. Denn der Aufbau von Thanos als großem Bösewicht basiere nicht auf dem Fakt, wie oft man ihn im Universum gesehen habe, sondern auf den Dynamiken und Ereignissen, die indirekt mit dem lila Titan zusammenhängen, wie Gamoras Beziehung zu ihm, Drax’ Rachepläne (Dave Bautista) oder die Infinity-Steine, die sich wie ein roter Faden durch die Geschichte ziehen.

Und obwohl Thanos erst ab Infinity War eine große Rolle spiele, sei er im Universum immer irgendwie präsent gewesen. Sei es durch Post-Credit-Szenen, eine Erwähnung am Rande oder durch seine Ziehtöchter Nebula (Karen Gillan) und Gamora (Zoë Saldaña). Bei Dr. Doom fehle dieser Bezug komplett.

Einen ähnlich langjährigen Aufbau versuchte Marvel ja auch mit dem ursprünglichen Nachfolger von Thanos: Kang der Eroberer. Durch den Gerichtsprozess, die anschließende Verurteilung und Entlassung von Jonathan Majors musste allerdings ein Ersatz gefunden werden, und Robert Downey Jr. sprang ein.

Für einen riesigen Build-Up hat die Zeit vermutlich nicht mehr gereicht, aber von drei Marvel-Filmen, die nach 2024 kamen, war Dr. Doom nur in einem davon in einer Post-Credit-Szene zu sehen – nämlich in Fantastic Four. So wirklich viel weiß demnach noch niemand über den neuen Antagonisten. Außer vielleicht engagierte Comic-Leser.

Wie sich der Schurke ins Universum einfügt und ob Marvel es schafft, ihn authentisch in das Geschehen einzubauen, sehen Fans ab dem 16. Dezember 2026 in den deutschen Kinos.


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