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Battle Princess Madelyn im Test - Von Geisterhunden und gutmütigen Großvätern

Ist Battle Princess Madelyn jetzt ein Spiel gewordenes Kinderbuch über Gleichberechtigung und Empowerment? Oder doch nur ein Reskin eines Hardcore-Jump’n’Run-Klassikers? Darüber ist sich das Spiel selbst nicht ganz im Klaren.

von Florian Zandt,
14.12.2018 15:25 Uhr

Battle Princess Madelyn entstammt indirekt der Fantasie einer Siebenjährigen.Battle Princess Madelyn entstammt indirekt der Fantasie einer Siebenjährigen.

Abspannsequenzen sind Balsam für geschundene Entwicklerfamilienseelen. Nirgendwo sonst wird in Text und manchmal auch in Bild und Ton gezeigt, was den Menschen hinter der Coder-, Grafiker- oder Designermaschine am Herzen liegt, von Danksagungen an Partner bis zu den während der Entstehung des Spiels geborenen Kinder. Battle Princess Madelyn hebt die Wertschätzung des eigenen Nachwuchses auf ein ganz neues Level.

Denn der kreative Input der kleinen Tochter Madelyn des Causal-Bit-Games-Chefs Christopher Obritsch hat mindestens genau so viel Gewicht wie sein eigener. Schließlich wäre der Retro-Plattformer ohne ihren Wunsch, auch mal die Heldin spielen zu dürfen, und ihre Faszination für gerade das erste Level von Ghosts N Goblins wohl überhaupt nicht entstanden.

Schon der Einstieg in das Indie-Jump'n'Run ist charmant: Madelyn sitzt im animierten Intro in ihrem Bett und lässt sich von ihrem Großvater Grampy eine Gutenachtgeschichte über die gleichnamige Prinzessin erzählen. Diese steht kurz vor ihrem Ritterschlag, als eine plötzliche Freisetzung von Magie nicht nur Untote wiederauferstehen lässt, sondern auch einen gehörnten Zauberer im Disney-Schurken-Look auf den Plan ruft, der ihre Familie kidnappt und ihren Hund Fritzy in die ewigen Jagdgründe schickt.

Die liebevoll gestalteten Bossgegner sind das absolute Highlight von Battle Princess Madelyn, weil ihr euch immer neue Kniffe einfallen lassen müsst.Die liebevoll gestalteten Bossgegner sind das absolute Highlight von Battle Princess Madelyn, weil ihr euch immer neue Kniffe einfallen lassen müsst.

Urlaubsgrüße aus der Dialoghölle

Die grundsätzliche Motivation, in den etwas komplexeren der zwei Spielmodi mit Story und Nebenquests einzutauchen, ist also da. Legt ihr allerdings viel Wert auf anspruchsvolle Aufgaben und eine tiefschürfende Geschichte, werdet ihr relativ schnell enttäuscht. Kindliche Formulierungen und beinahe schon peinliche Dialoge sind in Maddis Fantasiewelt an der Tagesordnung.

Auch die meisten Charaktere, die euch Nebenquests geben, unterscheiden sich nur in ihrem Namen, der Farbe ihrer Pixelklamotten und dem irgendwo in der Spielwelt verlorenen Gegenstand, den sie gerne wieder hätten. Dass das in der Regel bunte Glitzerhemden, Zylinder oder Kämme sind, ist immerhin ein Stück weit charmant, will aber nicht zur Darstellung von Comic-Gewalt passen.

Sobald ihr eure Waffen hochlevelt, erhalten diese teilweise auch neue Fähigkeiten. Aus einem einzelnen werden auf Stufe 2 beispielsweise drei diagonal abfeuerbare Dolche.Sobald ihr eure Waffen hochlevelt, erhalten diese teilweise auch neue Fähigkeiten. Aus einem einzelnen werden auf Stufe 2 beispielsweise drei diagonal abfeuerbare Dolche.

Sobald ihr euer heimisches Schloss verlasst und euch im ersten Level durch einen mit passend gruseligem Soundtrack unterlegten Friedhof kämpft, ist mit dem kindlichen Charme ohnehin Schluss und ihr greift zu den im Spielverlauf freischaltbaren Waffen. Dazu gehören ein Speer, den ihr von Anfang an mit euch herumtragt, ein Dolch oder ein magisches Schwert.

Damit beharkt ihr in klassischer 16-Bit-Manier abwechslungsreiche Gegner, die von Standard-Zombies über Giftkügelchen spuckende Anemonen, untote Gangster-Piranhas bis hin zu von bösen Geistern besessenen Schneemännern reichen. Eine echte Herausforderung stellt aber keiner dieser Standardgegner dar.

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