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Seite 3: Battlefield 2 im Test - Der beste Multiplayer-Shooter

Brothers in Arms

Ein guter General kommandiert eine Truppe, die sich wie ein einzelnes Individuum lenken lässt, dem keine andere Wahl bleibt, sagt Sun Tzu.

Als wir mit einem Araber kämpfen, packt der Kollege links vorsorglich den Defibrillator aus.Als wir mit einem Araber kämpfen, packt der Kollege links vorsorglich den Defibrillator aus.

In Battlefield 2 hat jeder Soldat ein Spezialgebiet, doch alle sind aufeinander angewiesen: Ein Scharfschütze ohne Munition ist genauso nutzlos wie ein fußkranker Grenadier oder ein kaputter Panzer. Deshalb organisieren sich die Spieler selbstständig in Gruppen. Per Mausklick erstellen Sie ein solches »Squad«, dem sich fünf Kameraden anschließen können. Der Squad-Gründer wird automatisch zum Gruppenführer. Er dient seinen Untergebenen als mobiler Startpunkt und stellt über ein Menü, das dem Commander- Modus gleicht, Anfragen an den Oberbefehlshaber. So erbittet er Spionage-Drohen, Artillerieschläge oder Hilfsgüter. In gleicher Weise erteilt der Commander den Squads Aufträge wie »Hier angreifen!« oder »Dort Minen legen!«. Akzeptiert der Gruppenführer per Tastendruck seinen Auftrag, führt ihn ein eingeblendetes Symbol und eine farbige Rauchgranate zum Einsatzziel. Stimmt der Commander einer Anfrage zu, wird auf der Stelle eine Drohne losgeschickt, Feuerbefehl gegeben oder ein Care-Paket abgeworfen. So entsteht in Battlefield 2 perfektes Teamspiel.

Funkemariechen

Vergessen Sie nerviges F-Tasten- Gehacke – in Battlefield 2 sind die gesprochenen Funkmitteilungen, die Sie an Teamkameraden senden, in einem ringförmigen Menü angeordnet, das sich auf Tastendruck in der Bildschirmmitte öffnet. Warnungen oder Hilferufe setzen Sie so in Sekundenbruchteilen ab.

Drei wagemutige Marines preschen währenddessen im flinken Buggy zum Strand vor und feuern dabei aus allen Rohren. Sie fallen den völlig überraschten Arabern in die Seite.Drei wagemutige Marines preschen währenddessen im flinken Buggy zum Strand vor und feuern dabei aus allen Rohren. Sie fallen den völlig überraschten Arabern in die Seite.

Wem die vorgefertigten Mitteilungen nicht aussagekräftig genug sind, nutzt das eingebaute Voice-over-IP-System und redet störungsfrei mit seinen Kameraden. Besonders Clan-Spieler jubilieren über derart gute Kooperationsmöglichkeiten. Doch das funktioniert auch auf öffentlichen Servern, denn das Rangsystem, das Teamarbeit belohnt, beschert nicht nur Vorteile bei der Commander- Wahl: Wer genug Punkte gesammelt hat, bekommt fesche Orden und schaltet zusätzliche Waffen frei – je eine pro Klasse. Der Pionier läuft dann statt mit einer Repetier- Schrotflinte mit einer vollautomatischen Wumme über’s Schlachtfeld. Das sorgt für enorme Langzeitmotivation.

Fremde Zungen

Um Deinen Feind zu kennen, musst Du Dein Feind werden, sagt Sun Tzu. In Battlefield 2 ist das kein Problem: Durch das perfekte Balancing der drei Parteien und der Klassen untereinander können Sie unbesorgt den Job und die Seiten wechseln.

Die drei Draufgänger überrumpeln den Feind. Doch alleine können Sie die Flagge nicht einnehmen, denn schon rückt von der benachbarten Basis gegnerische Verstärkung an.Die drei Draufgänger überrumpeln den Feind. Doch alleine können Sie die Flagge nicht einnehmen, denn schon rückt von der benachbarten Basis gegnerische Verstärkung an.

Eine bevorteilte Nation wie in Battlefield Vietnam, in dem die Flugzeuge der Amerikaner denen der Vietnamesen überlegen sind, gibt’s hier nicht. Trotzdem spielen sich nicht alle Kämpfer gleich: Der Scharfschütze der Chinesen etwa benutzt ein halbautomatisches Gewehr, das schneller schießt aber weniger Schaden anrichtet als die Repetierbüchse des Amerikaners. Anders als in den Vorgängern, in denen alliierte/amerikanische Truppen blau und deutsche/ vietnamesische Soldaten rot markiert waren, trägt die gegnerische Mannschaft in Battlefield 2 immer rote, das eigene Team immer blaue Namen. Absolut logisch und nach kurzer Umgewöhnungszeit wesentlich einfacher als das alte System.

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