50% aufs erste Jahr – nur für kurze Zeit!

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Battlefield 7: Das erste Gameplay ist in meinen Augen ebenso brillant wie gefährlich

»Battlefield ist sowas von zurück«, schreibt ein Fan unter den Reveal-Teaser. Phil meint: Gerade als Fans sollten wir jetzt vorsichtig sein.

Hin- und hergerissen zwischen Zuversicht und Skepsis: Phil fährt nach dem Trailer zu Battlefield 2025 eine emotiopnale Achterbahn. Hin- und hergerissen zwischen Zuversicht und Skepsis: Phil fährt nach dem Trailer zu Battlefield 2025 eine emotiopnale Achterbahn.

Als Fan wünsche ich mir nichts mehr als eine Rückkehr der Battlefield-Serie zu alter Stärke. Und entsprechend schwer fällt es mir, bei den ersten echten Gameplay-Szenen aus Battlefield 7 ruhig und sachlich zu bleiben.

Nicht nur mir geht es so: Auf Reddit, YouTube und Co. lese ich zahlreiche Kommentare, die vor Begeisterung strotzen. »Genau so muss das aussehen! Battlefield ist sowas von zurück, Baby«, schreibt jemand. Falls ihr's verpasst hab:

Video starten 0:10 Battlefield 2025: Das allererste Gameplay sieht aus wie der Wunschtraum eines neuen BF3

Auf GameStar.de beschreibt der User ck1d sehr treffend meine Gefühlslage zum Video: »Wer tief in sich drin keine Hoffnung, keine Nervosität und kein Kribbeln spürt, hat Battlefield nie geliebt.«

Logisch, denn der Teaser fängt die pure Battlefield-Essenz ein, die Anhänger der Reihe seit Jahren zurück wollen. Alles hier sieht aus wie bei Battlefield 3, aber in neu. EA spielt hier sehr bewusst und clever kalkuliert mit unserer Nostalgie.

Philipp Elsner
Philipp Elsner

Phil kam 2013 zu GameStar und verstärkte das Team bereits als Content Manager, Autor, Community Manager und leitet heute die Nachrichtenredaktion. Wenn er nicht gerade Online-Shooter wie CoD Warzone, Hunt Showdown oder Rainbow Six Siege spielt, kundschaftet er gerade neue Craftbeer-Kreationen aus!

Wie 11 Sekunden einen Hype auslösen

Das erste Gameplay aus dem neuen Battlefield dauert zwar nur wenige Augenblicke, doch das reicht völlig aus, um neue Hoffnung aufkeimen zu lassen.

Machen sie diesmal etwa endlich, was wir wollen? Die Szenen scheinen Wunschträume der Community zu bestätigen:

  • Modern Military: Wir kehren zurück in ein authentisches Gegenwartsszenario, scheinbar ohne Sci-Fi-Schnickschnack. Stattdessen sehen wir die klassische M4 mit Holo-Visier, Abrams-Panzer rollen über eine Nahost-Map. Das wirkt geerdet und erinnert an BF3 und 4.
  • Normale Soldaten: Die verhassten Specialists aus Battlefield 2042 scheinen passé zu sein, stattdessen rennen stinknormale Infanteristen in glaubwürdigen Uniformen übers Schlachtfeld und rufen sich Kommandos zu. Ein Schritt vom Hero-Shooter zurück zu Battlefield?
  • Map-Zerstörung: Nach dem Höhepunkt mit Bad Company 2, fährt Battlefield die Zerstörbarkeit der Maps seit Jahren Stück für Stück herunter. Nun ist zu sehen, wie Häuser unter Raketenbeschuss wieder spektakulär zusammenkrachen und überall Trümmer umherfliegen.
  • Musik: Der Rückbezug auf die klassischen Ableger der Serie ist nicht nur zu sehen, sondern auch zu hören: Als Musikthema ertönt im Trailer der unverkennbare Battlefield-Sound und weckt sofort Erinnerungen an Battlefield 3.

Wir wissen außerdem: Klassen sind definitiv zurück, bestätigt wurden Assault, Engineer, Support und Recon. Darüber hinaus kehrt neben Conquest auch der Breakthrough-Modus zurück.

Warum gesunde Skepsis jetzt so wichtig ist

Dass Leute angesichts dieser Versprechungen »Battlefield ist sowas von zurück« schreien, ist also nicht verwunderlich. Trotzdem halte ich es für verfehlt, sich jetzt vom Hype mitreißen zu lassen. Denn die 11 Trailer-Sekunden sind natürlich vor allem eins: Clever kalkuliert, um ganz genau diese Reaktion hervorzurufen.

Die Macher wissen sehr genau, was die Battlefield-Community will. Denn die brüllt ihre (absolut berechtigten) Forderungen ja seit Jahren in sämtliche Kommentarbereiche, Social-Media-Beiträge oder (wie in meinem Fall) in Artikel.

Also inszeniert man hier einfach ein Battlefield nach exakt diesen Vorstellungen.

Das Trailer-Team von DICE liefert schon immer phänomenale Videos ab. Wer glaubt, jede dieser 11 Sekunden aus Battlefield 7 wäre nicht sorgfältigst ausgewählt, um maximale Emotion bei uns hervorzurufen, ist auf dem Holzweg. Als Fan bekomme ich das zu sehen, was ich sehen will.

Die aktuelle Situation erinnert mich an die überschwänglich positiven Reaktionen auf den ersten Trailer zu Battlefield 2042. Ich selbst war sofort Feuer und Flamme! Das Spiel sah zum Reveal ebenfalls grandios aus und versprach echtes Battlefield-Feeling. Die Gameplay-Realität zum Launch war dann aber bekanntlich eine ganz andere.

Was wir jetzt tun sollten

Das erste Video zum neuen Battlefield steckt voller Marketing-Phrasen, wie »Wir bringen Battlefield auf das nächste Level« oder »Es wird besser und größer als alles, was wir je gemacht haben«.

Ähnliche Sprüche höre ich seit 2018 bei jedem neuen Teil – und wurde immer wieder bitter enttäuscht. Das berüchtigte »Liebesbrief an die Fans«, der Battlefield 2042 werden sollte, ist auch heute noch ein warnendes Beispiel für die Diskrepanz zwischen Werbe-Slogans und dem (un)fertigen Produkt.

Was wir bisher zu Battlefield 7 gesehen haben, ist eine Absichtserklärung: Der neue Teil soll durch Battlefield Labs zusammen mit den Fans entwickelt und verbessert werden – mit einer offenen und transparenten Feedback-Kultur, so heißt es. Das ist erstmal super.

Die Community muss den Entwicklern aber jetzt genau auf die Finger schauen und das bewerten, kritisieren und loben, worauf es am Ende ankommt: Gameplay.

Persönlich hoffe ich auf ein Battlefield, das dem Namen wieder würdig ist. Aber ich muss auch ehrlich zu mir selbst sein: Bis EA den Beweis antritt, ist alles andere nur potenzielles Blendwerk.

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