Wie gut spielt sich Battlefield 4 im Jahr 2021?

Das Warmlaufen für Battlefield 2042 hat begonnen, die Server für Battlefield 4 platzen gerade wieder aus allen Nähten - aber wie viel Spaß macht es 2021 noch?

von Dennis Zirkler,
23.06.2021 12:03 Uhr

Battlefield 4 ist mittlerweile zwar schon fast acht Jahre alt, aber hat auch 2021 noch eine treue Spielerbasis -und diese ist in den vergangenen Tagen rund um die E3 nochmal ein ganzes Stück gewachsen, wie ein Blick auf SteamDB zeigt: Zwar gab es immer mal wieder kleinere Ausreißer nach oben, aber in der Regel waren nur selten mehr als 2.000 Spieler gleichzeitig auf Steam aktiv.

Das hat sich nun schlagartig geändert, denn aktuell sind zeitweise über 11.000 Spieler gleichzeitig online - und da sind die ganzen Origin-Nutzer und Gamepass-Abonnenten noch gar nicht mitgerechnet. Für uns also die perfekte Gelegenheit, dass wir uns mal anschauen, woher die ganzen Leute plötzlich kommen und ob ihr euch gemeinsam mit ihnen mal wieder in die Schlacht stürzen sollten.

Warum die Leute jetzt wieder Battlefield 4 spielen

Dass viele Spieler nun wieder Bock auf einen fast acht Jahre alten Shooter haben, hängt natürlich ganz eng mit der Ankündigung von Battlefield 2042 zusammen. Nachdem in den letzten beiden Serienteilen der Erste und Zweite Weltkrieg als Schauplatz dienten, kehrt die Reihe nun dahin zurück, wo sie schon immer am stärksten war: Ins Modern Military Setting. In unserem großen Battlefield Ranking sind dementsprechend auch Battlefield 2, 3, 4 und Bad Company 2 auf den vorderen Plätzen gelandet.

Der zuerst veröffentlichte Cinematic-Trailer zur kommenden Fortsetzung lieferte Fanservice ohne Ende, ließ Spielerherzen höherschlagen und weckte sofort das Verlangen auf chaotische »Only in Battlefield«-Momente - sogar den unter Veteranen legendären RendeZook (ein Neologismus aus Rendezvous und Bazooka) gibt's hier zu sehen (ab Minute 3:15):

Battlefield 2042: Trailer-Premiere enthüllt den neuen Multiplayer-Shooter 4:59 Battlefield 2042: Trailer-Premiere enthüllt den neuen Multiplayer-Shooter

Dass sich die Enthüllung von Battlefield 2042 hinter den steigenden Spielerzahlen steckt, wurde von EA nun auch offiziell bestätigt: In einem Forenbeitrag bedankten sich die Entwickler für die Begeisterung der Fans und haben angekündigt, dass die knappgewordenen Serverkapazitäten erhöht werden.

Wie spielt sich der Battlefield-4-Multiplayer 2021?

Nach langer Abstinenz haben wir uns auch mal wieder hinter den Heli-Steuerknüppel geklemmt. Und um es kurz zu machen: Spielerisch hat sich nichts geändert und ihr bekommt nach wie vor die altbewährte Battlefield Action - nur mit deutlich weniger Bugs, als es zum katastrophalen Release 2013 der Fall war.

Doch wie spielt sich das überhaupt? Battlefield 4 wirkt noch immer wie ein Best-of der vorherigen Ableger: Das starke Gameplay und die auch 2021 noch hübsche Grafik aus Battlefield 3, der Commander-Modus aus Battlefield 2 und die übertriebenen Zerstörungsmöglichkeiten aus Bad Company 2 sind alle mit an Bord. Kombiniert mit den riesigen Sandbox-Karten, in denen quasi im Sekundentakt stets neue, unvorhergesehenen Situationen entstehen, ist Battlefield 4 so die perfekte Vorbereitung auf 2042.

Einen guten Eindruck liefert euch unserer Multiplayer-Testvideo:

Battlefield 4 - Test-Video zum Multiplayer-Modus 11:43 Battlefield 4 - Test-Video zum Multiplayer-Modus

Gut gefüllte Server stehen übrigens jederzeit mehr als genug zur Verfügung. Zwar wird auf Vielen lediglich die Map »Operation Locker« in Dauerschleife gespielt, da sich hier besonders gut Erfahrungspunkte sammeln lassen, aber insbesondere in Deutschland muss man sich keine Sorge machen, den passenden Spielplatz zu finden. Laut der Webseite Bf4Db ist Deutschland weit oben was Server- als auch Spieleranzahl betrifft.

Wie einsteigerfreundlich ist Battlefield 4 2021?

Da das Spiel bis zum 21. Juni 2021 bei Twitch Prime Gaming verschenkt wurde, tummeln sich gerade so viele gleichgesinnte Anfänger wie seit Jahren nicht mehr auf den immer noch gut besuchten Servern herum.

Andererseits gibt's aber auch zahlreiche Veteranen, die mit euch eiskalt kurzen Prozess machen. Bevorzugt sitzt diese Art von Spieler eine ganze Partie lang in einem Jet, Panzer oder Kampfhelikopter, ohne dabei ein einziges Mal zu sterben - und das ist gleich doppelt ärgerlich. Habt ihr so einen Profi nämlich auf eurer Seite, sind die beliebten Fahrzeuge nämlich permanent belegt. Spielt ihr gegen ihn, verarbeitet er euch innerhalb von wenigen Augenblicken zu Kleinholz.

Ihr müsst also mitunter ein wenig frustresistent sein, wenn ihr vorher noch nie ein Battlefield gespielt habt. Immerhin bleiben euch Beleidigungen und Schuldzuweisungen, wie man sie aus anderen Team-Shootern wie Counter-Strike: Global Offensive oder Valorant kennt, in der Regel erspart - die individuelle Leistung geht bei 64 Spielern gleichzeitig halt schnell mal unter. Ihr solltet nur keinen vollgepackten Transporthubschrauber gegen den nächstbesten Wolkenkratzer fliegen.

Wieso lohnt sich Battlefield 4 im Jahr 2021?

Jetzt ist die letzte große Chance, um bei Battlefield 4 nochmal einzusteigen. Denn spätestens, wenn im Herbst mit Battlefield 2042 der nächste Teil im selben Setting erscheint, werden die Modern-Military-Fans weiterziehen.

Natürlich könnt ihr auch bei Battlefield 1 oder 5 reinschauen, wenn es euch nach dem Anschauen des Trailers nach diesen typisch chaotischen Battlefield-Momenten dürstet. Allerdings vermitteln beide Spiele nicht annähernd so gut dieses Sandbox-Gefühl, da sich hier viele Kämpfe am Boden und in Häusern abspielen.

Die Karten aus Battlefield 4 bieten hingegen genau diese fehlende Vertikale. In Shanghai kämpft ihr etwa auf dem Dach eines Wolkenkratzers, während Hubschrauber über euren Köpfen kreisen. Gerade deshalb ist Battlefield 4 auch eine so gute Einstimmung auf Battlefield 2042: Viele der alten Spielfelder erinnern an die sieben neuen Map.

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