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Seite 2: Battlerite im Test - Steams nächster Multiplayer-Hit

Wie lang macht das Spaß?

Dass Battlerite so viele klassisch MOBA-Mechaniken streicht, hat aber auch seine Nachteile. Das Spiel ist enorm unterhaltsam - aber vor allem in kurzen Schüben. Ein paar (verdammt fesselnde!) Partien pro Tag, dann ist's auch wieder gut. Am nächsten Tag schmeißen wir's dafür nur zu gern wieder an. Aber wir bezweifeln, ob es auf Jahre hinaus fesseln kann, wie es League of Legends oder Dota tun. Dafür steckt dann doch zu wenig drin, in das wir uns so richtig reinfuchsen können.

Aus den bis zu 16 Battlerites pro Held haben wir viel schneller unser ideales Loadout ausgeklügelt, als aus den Bergen von Items und Runen eines LoL. Die kleinen Maps weisen außerdem kaum strategische Besonderheiten wie Baron Nashor auf. Nur eine Kugel in der Mitte, die wir für kleine Boni zerdeppern können.

Der neue Battlegrounds-Spielmodus, aktuell noch im Beta-Zustand, soll das ändern: Er lehnt sich stärker an Genre-Klassiker an. Statt kurzer Prügeleien steht hier eine Reihe von Zielen auf dem Plan. Regelmäßig starten neue Mini-Events wie »Töte all diese neutralen Monster«, mit denen beide Teams ihren Wächter aufladen. Hat unserer maximale Energie, knipst er kurzzeitig den Schild des gegnerischen aus und wir kriegen ein Zeitfenster zum Angriff.

Events Wir müssen regelmäßig Aufgaben erfüllen, um unseren Wächter aufzuladen. Hier halten wir einen gegnerischen Raketenballon auf.

Angriff Ist unser Wächter voll geladen, zerschmettert er den Schild des gegnerischen und macht ihn kurzzeitig verwundbar.

Mit zehn bis fünfzehn Minuten spielt sich das immer noch deutlich flotter als sonst im Genre, bringt aber eine stärkere Ebene von Strategie und Teamwork mit sich. Allerdings nutzt sich auch dieser Modus auf Dauer ab, er bietet immer noch viel weniger Abwechslung als beispielsweise die variierten Kartenmechaniken in Heroes of the Storm.

Geschäftsmodell: Lieber Overwatch oder LoL?

Battlerite ist kostenlos und setzt auf ein faires Free2Play-System. Ein paar Helden dürfen wir kostenlos spielen, die anderen kaufen wir für Echtgeld oder Ingame-Währung. Die könnten wir gern etwas flotter sammeln, in frustrierenden Grind artet Battlerite aber nicht aus. Außerdem ziehen wir bergeweise kosmetische Items wie Waffen oder Skins aus Lootboxen.

Die Lootboxen enthalten wie in Overwatch Skins und Kleinkram wie Avatare. Die Lootboxen enthalten wie in Overwatch Skins und Kleinkram wie Avatare.

Die kaufen wir ebenfalls für Gold oder Euro. Außerdem stecken darin manchmal Tokens, mit denen wir bestimmte Items gezielt freischalten können. Stärkevorteile aus Lootboxen oder für Echtgeld gibt's keine - sehr löblich! Ebenfalls schön: Wer keine Lust auf Free2Play hat, darf einmalig 28 Euro zahlen und kriegt damit alle aktuellen und künftigen Helden. Will sagen, wir wechseln auf das Overwatch-Geschäftsmodell: Nach einmaligem Kauf bleiben die Kosmetik-Lootboxen als einzige Freischaltmechanik.

Warum kein Glücksspiel?Ein Anwalt klärt die Lootbox-Rechtslage

Mit den Kisten belohnt uns Battlerite aber auch schon recht großzügig allein fürs Spielen. Alles in allem ein faires und vorbildliches Modell, das dem Spieler selbst die Wahl lässt, welches Geschäftsmodell er bevorzugt. Davon könnten sich einige Konkurrenten eine Scheibe abschneiden.

Battlerite - Trailer zum Free2Play-Release des Arena-Brawlers 1:28 Battlerite - Trailer zum Free2Play-Release des Arena-Brawlers

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