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Seite 2: Kaufberatung Prozessoren - CPU-Vergleich mit AMD und Intel

Die besten Gaming-CPUs bis 300 Euro

Bis 200 Euro ist ein Sweetspot für die meisten Spieler. Wir empfehlen natürlich vor allem unseren Preis-Leistungs-Tipp in dieser Preisspanne. Aufgrund der sehr angespannten Lage auf dem Hardware-Markt sind einige ansonsten präsentierte Tipps nicht oder nur zu unrealistisch hohen Preisen lieferbar. Wir beachten bei den Kaufberatungen aber immer auch die Faktoren Lieferbarkeit und Preis - wenn euer CPU-Favorit also nicht auftaucht, ist er eventuell von der CPU-Knappheit betroffen.

AMD Ryzen 5 1600

Ryzen 5 1600 12nm Der Ryzen 5 1600 (12nm) ist immer noch vereinzelt auf dem Markt zu finden - hier handelt es sich um eine 12nm-Neuauflage und nicht um die erste Ryzen-Generation.

  • 6 Kerne/12 Threads
  • 3,2 GHz/3,6 GHz (Basis/Turbo)
  • Sockel AM4 und 65 Watt TDP

Preis: ca. 129 Euro

Solider Sechskerner: Auch wenn der Name auf einen Ryzen der ersten Generation hindeutet, handelt es sich doch um CPU-Technik der weiterentwickelten 12nm-Ryzen mit all ihren Vorteilen wie gesteigerter IPC. Die Verwirrung bei der Namensgebung ist AMD geschuldet. Achtung: Diese CPU ist mitunter nur noch schwer zu bekommen. Angesichts der gesunkenen Preise für Intel-CPUs würden wir aus Leistungssicht auch eher zu einem Core i5-10400 raten, der nur unwesentlich teurer ist. Es sei denn, ihr hat noch ein AMD B350/X370-Board in dem vorher ein noch schmalerer Prozessor steckte.

Upgrade auf Zen2 möglich: Mit einem 450- oder 470-Mainboard für Sockel AM4 könnt ihr die CPU später auch gegen einen flotten 3000er-Ryzen austauschen, einige der Platinen werden nach einem UEFI-Update auch die 5000er-CPUs vertragen. Aktuell bietet der Ryzen 5 1600 aber immer noch genug Leistung für die meisten Games und Anwendungen. Sonderlich zukunftssicher auch in Bezug auf das Ausreizen flotter GPUs der aktuellen Generation ist die CPU aber nicht mehr.

Pro
  • sechs Kerne und zwölf Threads
  • vergleichsweise günstig
  • für den Einstieg guter Boxed-Lüfter
Contra
  • geringere Pro-Takt-Leistung als neuere Modelle
  • abhängig von schnellem (Dualchannel-)RAM

AMD Ryzen 5 1600 12nm bei Alternate*

AMD Ryzen 5 3600

Ryzen 5 3600 Unser Preis-Leistungs-Tipp bei den Prozessoren: AMDs Ryzen 5 3600 für etwa 190 Euro.*

  • 6 Kerne/12 Threads
  • 3,6 GHz/4,2 GHz (Basis/Turbo)
  • Sockel AM4 und 65 Watt TDP

Preis: ca. 210 Euro

AMDs Vernunft-CPU: Der Ryzen 5 3600 bietet viel Spieleleistung dank der Zen2-Architektur und der guten Pro-Takt-Leistung (IPC), aber auch ausreichend Anwendungsperformance für den Alltag. Gerade in Spielen erreicht die CPU ein ähnliches Niveau wie die Ryzen-7- und Ryzen-9-CPUs der 3000er-Generation. Dabei wird es sehr wahrscheinlich noch eine ganze Weile bleiben, da Spiele auch in Zukunft noch sehr gut mit sechs Kernen zu Recht kommen sollten. Preislich verharrt der Prozessor allerdings bei seinen gut 200 Euro während der vergleichbar schnelle Intel Core i5-10400 weiter im Preis fällt - wenn ihr nicht bereits ein kompatibles Mainboard für den Ryzen 5 3600 besitzt, gewinnt Intel im Preis-Leistungs-Wettkampf.

Gaming-CPU: Die Anwendungsleistung ist durch die etwas geringere Kernzahl nicht ganz so hoch wie bei den teureren Ryzen-CPUs. Wer aber primär mit seinem Rechner spielt, der erhält im Ryzen 5 3600 eine schnelle CPU mit sehr gutem Preis-Leistungs-Verhältnis. Der Aufpreis von etwa 30 Euro für den Ryzen 5 3600X lohnt sich nicht, da beide Prozessoren in der Praxis quasi gleich schnell sind, wie unserer Test des Ryzen 5 3600X zeigt. Intels nur wenig teurerer Core i5-10400 ist allgemein ähnlich schnell und bei Games sogar minimal flotter. Der i5-11400F hingegen ist nur wenig teurer, setzt sich aber noch etwas weiter vom AMD-Prozessor ab. Der Ryzen 5 5600X hingegen ist zu teuer für die gebotene Leistung.

Pro
  • gute Spiele- und Anwendungsleistung
  • funktioniert auch auf älteren AM4-Boards
  • für den Einstieg guter Boxed-Lüfter beiliegend
Contra
  • Preis inzwischen etwas zu hoch
  • vergleichsweise geringer Takt

AMD Ryzen 5 3600 bei Alternate*

Extrem leistungsstarke CPUs für unter 500 Euro

Sobald eine CPU mehr kostet als 200 Euro gibt es einen ordentlichen Preissprung. Ab etwa 300 Euro beginnt das nächste Preissegment und es geht steil nach oben. Wir empfehlen Modelle für Enthusiasten.

Intel Core i9 10850K

Intel Core i9-10850K Erstmal gibt es bei Intel abseits von Workstation- und Server-CPUs volle 10 Kerne im Desktop. Der Intel Core i9 10850 war die schnellste Gaming-CPU bis AMD Zen3 präsentierte. Der direkte Nachfolger ist zwar in Games minimal schneller, bietet aber nur 8 Kerne.

  • 10 Kerne/20 Threads
  • 3,60 GHz/5,2 GHz (Basis/Turbo)
  • Sockel 1200 und 125 Watt

Preis: ca. 410 Euro

Der (ehemalige) König der Gaming-CPUs: Mit bis zu 5,2 GHz Turbo-Takt (allerdings nur im seltenen Fall, dass nur ein Kern genutzt wird) sowie einem mit 3,6 GHz bereits recht hohen Basistakt hebt sich das neue Intel Desktop-Flaggschiff auch vom bereits sehr schnellen Vorgänger Core i9 9900K ab. Dabei belässt Intel es aber nicht, die vielkernige Konkurrenz von AMD zwingt das Unternehmen auch die Kernzahl zu erhöhen. So gibt es nun zehn statt bisher acht Kerne, inklusive Hyperthreading für nun 20 Threads.

Davon profitieren Anwendungen stärker als Spiele. Wer seinen PC aber nicht nur fürs Zocken benutzt, dürfte sich über schnellere Videoumwandlungen oder Renderings durchaus freuen. AMDs Ryzen 9 3900X ist allerdings noch etwas schneller und sogar günstiger. Der direkte Nachfolger i9-11900K hingegen ist mit nur noch 8 statt 10 Kernen ausgestattet und kostet dennoch über 550 Euro - der geringe Sprung in der Singlecoreperformance ist das nicht wert.

Pro
  • hohe Pro-Takt-Leistung
  • sehr hohe Taktraten
  • gute Anwendungsleistung
Contra
  • Energieaufnahme
  • mehr Anwendungsleistung bei Ryzen 9

Intel Core i9-10850K bei Alternate*

Ryzen 9 3900X

Ryzen 9 3900X Die beste CPU für komplexe Anwendungen wie Videoschnitt oder aufwändige Bildbearbeitungen kostet etwa 439 Euro.*

  • 12 Kerne/24 Threads
  • 3,8 GHz/4,6 GHz (Basis/Turbo)
  • Sockel AM4 und 105 Watt TDP

Preis: ca. 439 Euro

12 Kerne für maximale Power, aber nicht in Spielen: Mit dem Ryzen 9 3900X bietet AMD erstmals zwölf Kerne für den Mainstream-Sockel AM4 an. Die Investition von derzeit etwa 440 Euro lohnt sich aber nicht, wenn ihr nur spielt, da der 3900X in Spielen nur geringfügig flotter ist als die günstigeren Modelle wie der Ryzen 7 3700X oder der Ryzen 5 3600. Wollt ihr dagegen gleichzeitig an einem PC in hoher Qualität streamen und spielen oder den Rechner auch produktiv nutzen, stellt der 3900X eine sehr gute Wahl dar, auch wegen der überzeugenden Energieeffizienz.

Lieber X statt XT: Zwar hat AMD eine ganze Reihe etwas höher getakteter CPUs mit XT-Label auf den Markt gebracht, der Ryzen 9 3900XT ist aber bereits wieder größtenteils aus dem Handel verschwunden und wird nur noch überteuert angeboten. Auch der Ryzen 9 5900X mit modernerer Architektur und damit etwas besserer Spieleleistung ist aufgrund seines hohen Preises von über 600 Euro keine sonderlich kluge Alternative.

Pro
  • extrem hohe Anwendungsleistung
  • 12 Kerne und Multithreading
  • hohe Taktraten
Contra
  • etwas weniger Spieleleistung als bei Intel
  • hochwertiges Mainboard sinnvoll

AMD Ryzen 9 3900X bei Amazon*

Den Ryzen 9 3950X (sowie den Ryzen 9 5950X) mit 16 Kernen und 32 Threads empfehlen wir an dieser Stelle nicht. Sie richteten sich noch mehr an Menschen, die ihren PC produktiv und nicht primär zum Spielen nutzen, zumal sie sehr teuer sind. Bei beiden CPUs gilt aber, dass ihr beim Mainboard nicht sparen solltet, zu schwach dimensionierte Spannungswandler drosseln die Leistung der CPU.

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