Baldur’s Gate 3 erlaubt ziemlich viele ausgefallene Strategien. Einen Gnom als improvisierte Waffe schwingen? Einen Bosskampf beenden, indem man den Bösewicht mitten im Gespräch in einen Abgrund schubst? Alles Standard.
Nun hat ein Fan eine wirklich ausgefallene Methode entdeckt, um den berüchtigten Bosskampf in der Adamantschmiede zu meistern: Er hat 70 NPCs aus Akt 1 entführt und in die Arena geworfen. Das führt nicht nur zu herrlichem Chaos, sondern treibt das Spiel auch an seine Grenzen.
Wie ein MMO-Raid
Die komplette Geschichte, quasi als Kampf-Tagebuch, findet ihr hier auf Reddit. Wir fassen gleich die spannendsten Erkenntnisse zusammen und erklären, wie man das überhaupt anstellt.
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User xehparr erklärt die Idee: Warum sollte man sich dem mächtigen (optionalen) Boss aus Akt 1 nur zu viert stellen? Wäre doch viel besser, wenn eine Horde NPCs den Schaden wegtankt. Nur kommen die natürlich nicht freiwillig zum Kampf, sondern müssen erstmal mühsam verschleppt werden.
Das erfordert sehr viel Mühe und sehr viel Zeit – xehparr hat laut eigenen Angaben sechs Stunden gebraucht, um seine Horde zu versammeln. Wie ihr mithilfe eines Stärketranks und der Funktion »Improvisierte Waffe« NPCs durch die Gegend schleppt, erklärt euch dieses Tutorial, das auch xehparr inspiriert hat:
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Schon in den vorgesehenen Kämpfen kann eine Runde unangenehm lange dauern, wenn sich die Gegner-KI Zeit lässt. Mit über 70 beteiligten Charakteren könnt ihr euch ja vorstellen, wie viel Geduld man als Spieler braucht, ehe man mal wieder etwas klicken darf. Oder, wie es Reddit-User thatonemoze im Thread ausdrückt:
Bruder, du kannst dir ein komplettes Drei-Gänge-Menü zubereiten, ehe deine Charaktere dran sind.
xehparr beklagt sich dann auch in den Kommentaren, dass er das Warten nicht mehr aushält. Und natürlich geriet das Spiel selbst auch schnell ins Straucheln – ohnehin beeindruckend, dass es nicht sofort abgestürzt ist. Stattdessen setzte Halsins KI aus, stilecht in seiner Bärenform. Hat er halt kurz vergessen, wie man denkt. Nach einem Spiel-Neustart ging der Kampf aber tatsächlich weiter.
Am Ende standen nur noch die drei Charaktere von xehparr selbst aufrecht. Grym und die NPCs hingegen … ruhten sich eine Weile am Boden aus. Anderthalb Stunden dauerte der ganze Kampf und am Ende kam vor allem eine gute Geschichte bei raus. Allerdings enttäuschend wenig Erfahrungspunkte für xehparr, denn die meisten NPCs fielen der Lava zum Opfer und gaben entsprechend keine XP.
Dass Larian-Fans die Rollenspiele gerne komplett auf links drehen, weiß das Studio schon lange – und unterstützt das auch mit voller Absicht. Schon in Divinity: Original Sin 1 und 2 waren massenhaft Exploits möglich. Baldur’s Gate 3 hat das nochmal gesteigert. Passt ja auch hervorragend zur D&D-Vorlage, bei der die einzige Grenze das Wohlwollen der Spielleitung ist.
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