50% aufs erste Jahr – nur für kurze Zeit!

50% aufs erste Jahr – nur für kurze Zeit!

Was passiert, wenn wilde Bären Kokain nehmen? Auf Amazon Prime Video gibt's jetzt die Antwort

Ab sofort könnt ihr euch auf Amazon Prime Video über einen meiner liebsten Filme von 2023 freuen. Die Rede ist von Cocaine Bear, der mich so sehr zum Lachen gebracht hat wie kein anderer Film im letzten Jahr.

Um Cocaine Bear genießen zu können, sind keine Rauschmittel nötig. Bildquelle: Universal Pictures. Um Cocaine Bear genießen zu können, sind keine Rauschmittel nötig. Bildquelle: Universal Pictures.

Als ich 2022 das erste Mal den Kino-Trailer zu Cocaine Bear gesehen habe, dachte ich: Was ist das denn für ein Schrott? Nachdem ich jedoch penetrant mit Werbung zugekleistert wurde, haben ein Freund, meine Freundin und ich uns dann doch dazu breit schlagen lassen, dem vermeintlichen Trash-Fest eine Chance zu geben.

Wie sich später herausstellen sollte, war das eine fantastische Entscheidung. Denn aus dem zunächst sarkastischen Plan wurde durch zahlreiche Blödeleien ein waschechter Hype auf die Vorstellung, den ich so zuletzt 2016 bei Deadpool verspürt habe.

Ein solcher Wirbel führt erfahrungsgemäß fast immer zu einer Enttäuschung, doch nicht bei Cocaine Bear.

Die Horror-Komödie war für ihr Genre nicht nur überraschend hochwertig, das schräge Abenteuer war auch noch urkomisch. Sogar so sehr, dass ihm für mich keine Komödie aus den letzten Jahren das Wasser reichen kann.

Hinweis: Drogen sind ein ernstes Thema und können mit schweren gesundheitlichen Schäden und Abhängigkeiten daherkommen. Das Expertengebiet der GameStar liegt jedoch bei Spielen, Filmen und Serien und nicht bei illegalen Rauschmitteln. Wenn ihr euch also dahingegen weiter informieren wollt oder Probleme mit Drogen besitzt, empfehlen wir euch, die dazugehörige Seite des Bundesministeriums für Gesundheit aufzusuchen.

Tristan Gudenrath
Tristan Gudenrath

Tristan ist zwar nicht bekannt, aber wenn er es wäre, dann für seinen ausgelesenen Filmgeschmack. Zumindest in puncto Komödien. Nicht umsonst guckt er mindestens einmal pro Jahr den Extended-Cut des Comedy-Meisterwerks Superbad und trägt seit sieben Jahren ein ausgedrucktes Bild von Abed Nadir aus Community in seinem Rucksack.

Alle wollen die Drogen, doch nur einer bekommt sie

Worum geht's? Cocaine Bear beginnt mit dem Flugzeugabsturz eines Drogentransportes, durch den unzählige, prall gefüllte Pakete feinstem Kokains in einem amerikanischen Wald verteilt werden. Der Drogenboss Dentwood (Ray Liotta) will seine Ware natürlich zurückhaben und schickt seinen Sohn Eddie (Alden Ehrenreich) sowie seinen Handlanger Daveed (O’Shea Jackson jr.) auf eine Suchmission.

Der Polizeibeamte Bob vermutet derweil, den Drogenkurieren durch den Absturz auf die Schliche zu kommen und begibt sich ebenfalls in den Wald. Das Gleiche gilt für die beiden Kinder Dee Dee (Brooklynn Prince) und Henry (Christian Convery), die in den Ereignissen ein großes Abenteuer vermuten.

Dort müssen alle Beteiligten jedoch mit Schrecken feststellen, dass die Pakete bereits entdeckt wurden. Ein Schwarzbär hat die Drogen gefressen, läuft nun völlig zugekokst im Wald Amok und lässt sich auf der Suche nach der nächsten Dröhnung ausschließlich von seinem Blutdurst ablenken.

Video starten 2:23 Cocaine Bear: Diese aberwitzige Horrorkomödie basiert tatsächlich auf wahren Begebenheiten

Nach einer wahren Begebenheit: Cocaine Bear brüstet sich damit, auf wahren Ereignissen zu beruhen, das dürft ihr aber natürlich nicht zu wortwörtlich nehmen. Zwar stürzte 1985 tatsächlich ein Drogenkurier mit seiner wertvollen US-amerikanischen Georgia ab. Doch der Schwarzbär, der sich an dem Kokain zu schaffen machte, verendete kurz darauf nahe der Absturzstelle. Ausgestopft wird der Cocaine Bear nun in Kentucky ausgestellt.

Ted ist Schnee von gestern

Ein aufgepumpter Bär, der durch den Wald stolziert und ahnungslose Passanten wegfetzt, klingt in der Tat nicht besonders lustig. Jedoch sind es die absurden Situationen, die durch diesen Umstand herbeigeführt werden.

An dieser Stelle würde ich normalerweise eine dieser Situationen beschreiben, jedoch sind diese meistens sehr grafisch, vor allem aus der Situation heraus komisch und leben von ihrem Überraschungseffekt. Es fällt daher schwer, ihnen gerecht zu werden, ohne sie durch etwaige Spoiler kaputtzumachen.

Wem das alles zu schwammig klingt, kann sich jedoch auch auf spaßige Gags freuen. Die haben mir stets vermittelt, dass ich es mit einer Komödie und nicht mit einem trashigen Horrorstreifen wie Sharknado oder Zombiber zu tun habe. Seth MacFarlanes Ted ist damit nicht mehr der einzige Bär, der für ungenierte Erwachsenenunterhaltung sorgt.

Das einzige was ich wirklich kritisieren würde ist die Entscheidung, die Geschichte im letzten Drittel des Films in eine emotionale Richtung zu lenken. Dagegen ist grundsätzlich nichts einzuwenden, jedoch hätte dafür zunächst eine Grundlage aufgebaut werden müssen. So wird das etwas träge Ende dem starken Rest des Films leider nicht ganz gerecht.

Passend zum Kinobesuch haben meine Freundin und ich Bärenkekse mit Kokain-Schnauze gemacht. Tatsächlich handelt es sich bei dem weißen Pulver jedoch um Mehl. Schließlich ist mein Körper ein Tempel und das GameStar-Honorar zu gering für echtes Koks. Passend zum Kinobesuch haben meine Freundin und ich Bärenkekse mit Kokain-Schnauze gemacht. Tatsächlich handelt es sich bei dem weißen Pulver jedoch um Mehl. Schließlich ist mein Körper ein Tempel und das GameStar-Honorar zu gering für echtes Koks.

An den Kinokassen ein Erfolg

Mit einem Budget von 35 Mio. US-Dollar (via IMDb), konnte Cocaine Bear weltweit circa 88 Millionen US-Dollar einspielen (via Box Office Mojo). Kein überwältigender Erfolg, aber immer noch ein moderater.

Die Kritiken fallen mit durchschnittlich 66 Prozent bei Rotten Tomatoes und 54 Punkten bei Metacritic hingegen eher durchwachsen aus. Sowohl die Fachpresse als auch die Zuschauer sind sich nicht vollends einig, was sie von Cocaine Bear halten sollen.

Laut den Kritiken erfüllt Cocaine Bear genau das, was der Titel einen erwartet lässt. Dabei stößt er jedoch an Grenzen, die er sich durch sein Genre und die Handlung selbst auferlegt hat. Außerdem wird deutlich, dass die größte Stärke von Cocaine Bear nicht der Horror-Aspekt ist, sondern der Humor.

Für wen ist Cocaine Bear geeignet?

Wer richtigen Tierhorror erwartet, wird vermutlich enttäuscht werden. Wahre Spannung kann Cocaine Bear nämlich selten erzeugen. Da helfen auch die gelungenen und teils wirklich kreativen Tode der Charaktere nicht. Fans von seichter Unterhaltung und schrägen Komödien empfehle ich den Film jedoch blind.

Wenn ihr Abonnenten von Amazon Prime Video seid, könnt ihr es einfach selbst herausfinden. Dort steht Cocaine Bear nämlich ab dem 30. Oktober 2024 für euch zum Streamen bereit.

Inzwischen wurde von Regisseurin Elizabeth Banks (Scrubs) eine Fortsetzung zu Cocaine Bear bestätigt. Einzelheiten zur Handlung sind bislang nicht bekannt. Ich persönlich wünsche mir, dass es um andere Tiere und andere Rauschmittel geht, die Charaktere, aber die gleichen bleiben. Ideen, die mir da in den Kopf kommen, wären Booze Moose, Sniffin’ Griffin oder mein Favorit: Bath Salts at Sea World.

zu den Kommentaren (5)

Kommentare(4)
Kommentar-Regeln von GameStar
Bitte lies unsere Kommentar-Regeln, bevor Du einen Kommentar verfasst.

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.