CoD Warzone stellt großen Cheater an den Pranger, doch das geht nach hinten los

Warzone rühmt sich mit dem Bann eines berüchtigten Cheaters. Der betrügt in Call of Duty aber munter weiter - trotz neuer Maßnahmen und Hardware-Banns.

von Vali Aschenbrenner,
01.09.2021 11:42 Uhr

Die Entwickler von CoD Warzone sagen Cheatern (erneut) den Kampf an. Ein neues Video geht jetzt sogar soweit, einen bekannten Cheater öffentlich an den Pranger zu stellen, den die letzte Bannwelle kalt erwischt hatte. Allerdings büßt jene Kampfansage etwas an Bedrohlichkeit ein, weil besagter Cheater einfach weitercheatet.

Was ist passiert?

Cheater und Hacker sind seit jeher ein gravierendes Problem von Call of Duty: Warzone, dem Activision immer noch nicht so richtig Herr zu werden scheint. Alle paar Monaten machten Meldungen die Runde, dass erneut tausende Cheater aus dem Battle Royale verbannt wurden. Für Warzone selbst gleicht das aber stets einem Tropfen auf heißem Stein, da sich viele Cheater einfach neue, kostenlose Accounts erstellen.

Deswegen griff Activision Blizzard im August 2021 zu drastischeren Maßnahmen: Spätestens ab diesem Zeitpunkt scheint Warzone auf Hardware-Bans zu setzen. Das bedeutet, dass das Spiel einen PC und sogar dessen einzelne Bauteile erkennt und diesen aus Call of Duty aussperrt. Es bringt also nichts, wenn sich ein gebannter Spieler einen neuen Account zulegt, da dieser automatisch wieder rausgeworfen wird.

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Wir berichteten bereits darüber, dass diese Änderung unter Cheatern und Hackern für Aufruhr sorgte - und Call of Duty geht jetzt weiter in die Offensive.

Kampfansage gegen Cheater

Mit einem neuen Werbeclip zeigen sich die Entwickler siegessicher: In einem kurzen Videoclip verspricht der offizielle Twitter-Account, dass sie »Cheater zur Rechenschaft« ziehen werden. Und dabei wird einer der bekanntesten Warzone-Betrüger öffentlich an den Pranger gestellt: Rushman360.

Besagtes Video greift damit einen Clip des berüchtigten Cheaters auf, der Mitte August auf TikTok die Runde machte. Darin offenbarte Rushman360 seinen »Fans«, dass all seine CoD-Accounts von der Bannwelle getroffen wurden und bekundete zynische Glückwünsche an Activision Blizzard.

Link zum Twitter-Inhalt

Die Sache hat jedoch einen Haken: Seit Rushman360 den ursprünglichen Clip veröffentlichte, ist er schon wieder dreist am Cheaten. Und das natürlich in Warzone. In den sozialen Medien lassen sich bereits diverse Videos und Streams finden, die seitdem von dem Hacker veröffentlicht wurden.

Fairerweise muss man an dieser Stelle anmerken, dass nie ganz klar war, aus welchem konkreten Grund die Accounts von Rushman360 aus Warzone geworfen wurden. Einige Spieler vermuteten bereits, dass das nicht unbedingt an Activision Blizzards neuen Maßnahmen, sondern an einem Fehler der Cheatsoftware gelegen haben könnte.

Ebenso unklar ist, ob Rushman360 tatsächlich von einem Hardware-Bann betroffen war: PCGamer zufolge verfügen viele der populärsten Cheat-Programme über eine Funktion, welche die eigene Hardware-ID dafür schützt, erkannt zu werden. Es ist aber auch nicht auszuschließen, dass Rushman360 hier versucht, gezielt in die Irre zu führen - oder aber der Hacker neue Mittel und Wege findet, um in Warzone zu betrügen.

So oder so bleibt spannend, wie der Kampf von Warzone gegen seine Cheater weitergehen soll. Immerhin soll mit Call of Duty: Vanguard ein völlig neues Anti-Cheat-System aufschlagen, das dieses Problem endlich auch für das Battle Royale lösen soll. Alle Infos zu dem Thema könnt ihr in dem folgenden Artikel nachlesen:

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Was haltet ihr von der neuen Anti-Cheat-Kampagne bei Call of Duty: Haltet ihr die offensive Ansage von Activision Blizzard für sinnvoll oder hat der Publisher den Mund hier etwas zu voll genommen? Lasst es uns in den Kommentaren wissen.

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