CoD Warzone gelingt ein schwerer Schlag gegen Hacker

Offenbar konnten die Warzone-Entwickler dem profitablen Geschäft mit gehackten Accounts den Riegel vorschieben - die Frage ist nur, wie lange.

von Sören Diedrich, Stephanie Schlottag,
24.08.2021 09:35 Uhr

Die Situation mit Cheatern und Account-Diebstahls scheint sich endlich zu bessern. Die Situation mit Cheatern und Account-Diebstahls scheint sich endlich zu bessern.

In CoD Warzone ist derzeit viel los. Der sonst munter durch Verdansk tuckernde Zug ist entgleist, anschließend folgte der große Vanguard-Reveal sein. Doch leider ist die Cheater-Problematik nach wie vor aktuell. Immer wieder müssen Spieler feststellen, dass ihre Accounts gestohlen und für teuer Geld weiterverkauft werden.

Update vom 24. August 2021: Die Entwickler haben es nun aber geschafft, dank neuer Sicherheitsmaßnahmen einen großen Erfolg gegen die illegalen Machenschaften zu erzielen. In einschlägigen Cheater-Foren scheint die Aufregung groß zu sein, wie das Portal CharlieIntel berichtet:

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Offenbar setzt Warzone jetzt erfolgreich Hardware-Bans ein. Das bedeutet, auch wenn ein gesperrter Betrüger sich einen neuen Account anlegt, erkennt das Spiel seinen PC und sperrt ihn sofort wieder. Der einzige Ausweg wäre, sämtliche Komponenten auszutauschen - eine teure Angelegenheit.

CharlieIntel zitiert einen Hacker, der diese Entwicklung aus eigener Erfahrung bestätigt. In den Kommentaren gibt es viel Lob für die effektiven Bans, einzelne User melden aber eine Sorge an: Was passiert, wenn man unwissentlich gebrauchte Komponenten kauft, die zu einem gebannten PC gehören?

Wie genau es mit Hardware-Bans und dem versprochenen Anti-Cheat für Call of Duty weitergeht, erfahren wir wohl im November zum Release von CoD Vanguard. Ab hier geht es mit unserer Originalmeldung weiter.

Warzone-Accounts sind wertvoll

Warzone ist nach wie vor ein großer Erfolg für Activision. Erst im Frühjahr konnte man die Marke von 100 Millionen registrierten Spielern knacken. Entsprechend investieren viele Spieler auch Unmengen an Zeit und Geld in das Spiel, um an besondere Waffen und Skins zu gelangen.

Besonders ärgerlich ist es dann, wenn der eigene Account das Opfer von Hackern wird. Die sind immer auf der Suche nach besonders wertvollen Konten, denn deren Verkauf ist leider ein sehr lukratives Geschäft.

Wertvolle Accounts: Wer bei Verkaufspreisen von 300 Dollar bereits mit den Ohren schlackert, sollte sich lieber setzen. Denn es geht noch viel teurer. Ein Account mit freigeschalteter Damascus, dem am schwierigsten freizuschaltenden Waffen-Skin im Spiel, bringt sogar bis zu 2000 Dollar ein.

Mit der frisch gestarteten Season 5 könnt ihr euch übrigens nicht nur auf neue Waffen und Skins freuen, sondern auch über komplett neue Perks. Alle Infos findet ihr hier:

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Account-Resellern geht der Vorrat zur Neige

Damit soll jetzt Schluss sein: Dank neuer Sicherheitsmechanismen seitens Entwickler Raven Software haben es die Hacker anscheinend deutlich schwerer, an die Spielerkonten zu gelangen. Denn auf den einschlägigen Verkaufsportalen gehen derzeit einige Vorräte komplett zur Neige, wie das Nachrichtenmagazin Vice berichtet.

So soll auf diversen Discord-Channels derzeit so etwas wie Trübsal unter den dubiosen Zeitgenossen herrschen. Ein Channel-Admin habe aber bereits neue Geschäftsfelder eröffnet:

"Da die Accounts aufgrund geänderter Sicherheitsmaßnahmen immer knapper werden, bieten wir ab sofort auch eine Reihe an Unlock-Diensten an. Wir können euch dabei helfen, so ziemlich alles freizuschalten."

Vor allem ältere Accounts sind stets beliebt, da sie oft Skins enthalten, die bereits nicht mehr im Spiel freigeschaltet werden können. Doch auch hier scheint der Vorrat nicht mehr groß zu sein, denn auf Nachfrage, wann hier mit einem Nachschub zu rechnen sei, antwortete der Channel-Betreiber kurz und knapp mit: »Niemals.« Allerdings kündigte man bereits an: »Der Verkauf wird nicht gestoppt!«

Was steckt hinter den neuen Sicherheitsmaßnahmen?

Natürlich wird Raven Software den Teufel tun, irgendetwas über die neuen Sicherheitsmaßnahmen auszuplaudern. Jede noch so kleine Info dürfte den Hackern dabei helfen, wieder die Oberhand zu gewinnen. Schon lange ist es ein Katz-und-Maus-Spiel zwischen den beiden Parteien.

Zwei Maßnahmen sollen besonders wirksam sein: Ein neues Captcha-System, dass die von den Hackern genutzten Brute-Force-Tools ausbremst, sowie Tracking-Programme, mit denen die Entwickler die Account-Anbieter aufspüren und trockenlegen können.

Ob dieser Erfolg nur kurzfristig anhält oder von Dauer ist, bleibt abzuwarten. Immerhin versprechen die Entwickler einen wirksamen Anti-Cheat zum Release von Vanguard im November 2021. An Selbstvertrauen mangelt es Hacking- und Cheat-Portalen aber nicht. Erst kürzlich rief man sogar eine "Gratis-Aktion" aus, die traurigerweise regen Anklang fand.

Wurdet ihr bereits selbst Opfer eines Hacking-Angriffs in Warzone? Konntet ihr euren Account zurückerhalten, oder war der Schaden irreparabel? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!

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