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Seite 4: Comic-Historie - 80 Jahre Comics handlich zusammengefasst

Das Modern Age of Comics (1985 - 2000): Meisterwerke entstehen

Wikipedia fasst unter dem Modern Age of Comics im Prinzip alle erschienen Storys von den frühen 80ern bis heute zusammen. Wir handhaben das hier anders - auf die Gründe gehen wir später ein. Wo wir hingegen absolut d'accord mit Wikipedia sind: In den 80ern verändert sich die Comic-Branche drastisch.

1985 startet DC mit der Crisis on Infinite Earths ein gigantisches Reboot-Event, dass den angesammelten Story-Wirrwarr der vergangenen 45 Jahre auf einen Neustart herunterbricht. Alles auf Anfang. Und mit Geschichten wie Frank Millers Batman: Year One beginnt diese neue Ära ziemlich erwachsen und düster.

Comics emanzipieren sich von den Beschränkungen des Comics Code und werden reifer - selbst die leichtherzige Serien wie Superman, Wonder Woman und Justice League International scheuen sich nicht vor Konflikten, bei denen unzählige Menschenleben auf dem Spiel stehen. Fast wie moderne Superhelden-Blockbuster im Kino. Junge Punk-Autoren wie Grant Morrison (der heute zu den berühmtesten Comic-Schreibern der Welt gehört) wagen mit Serien wie Doom Patrol kontroverse Ideen und experimentieren beispielsweise mit LGBT-Charakteren.

Marvel wagt sich mit dem ersten Secret-Wars-Event ebenfalls an opulentere Crossover als früher, spendiert Spider-Man im gleichen Atemzug sein korrumpierendes schwarzes Venom-Kostüm und schickt ihn auf eine düstere Reise. Im Mutant Massacre sterben unzählige Mutanten des X-Men-Universums, Charles E. Xavier tritt ebenfalls die Reise ins Jenseits an und Magneto übernimmt die Schule der Mutanten.

Venom spielt vor allem in den finsteren 90ern eine große Rolle - hier im Kampf mit Spideys Klon Ben Reilly. Aber auf den Weg gebracht wird er bereits in den 80ern.Venom spielt vor allem in den finsteren 90ern eine große Rolle - hier im Kampf mit Spideys Klon Ben Reilly. Aber auf den Weg gebracht wird er bereits in den 80ern.

Inmitten all dieser ernsten Entwicklungen gibt zwei ganz besondere Graphic Novels der späten 80er, die weltweit wie eine Bombe einschlagen: Alan Moores Watchmen und Frank Millers The Dark Knight Returns. Diese beiden Meilensteine richten sich nicht nur gezielt an Erwachsene, sondern üben auch beißende politische Kritik. Alan Moore zerpflückt in Watchmen die Idee eines Superhelden und stellt seine Figuren vor moralische Abgründe, in die kein Superman der letzten 50 Jahre je einen Blick geworfen hat.

Frank Millers düstere Batman-Saga zeigt den Dunklen Rächer indes in völlig neuer Perspektive: Als desillusionierten alten Mann, der ein letztes Mal auszieht, die Dämonen seines Lebens zu bezwingen - darunter auch Superman in einem gnadenlosen Zweikampf.

Beide Geschichten sind überaus erfolgreich, und DC und Marvel wollen daraus natürlich wirtschaftlich lernen. Das Problem an der Sache: Sie missinterpretieren die Gründe für Watchmens durchschlagende Wirkung und läuten das Dark Age of Comics ein: Die teils frustrierend stumpfsinnigen 1990er-Jahre.

Das Cover von The Dark Knight Returns gehört zu den berühmtesten Motiven der Comic-Geschichte.Das Cover von The Dark Knight Returns gehört zu den berühmtesten Motiven der Comic-Geschichte.

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