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Seite 3: Command & Conquer (2013) - Der General ist zurück

Schere, Stein, Papier

Den taktischen Anspruch finden wir indes im aus dem ersten C&C: Generäle bekannten Upgrade-System. So können wir in nahezu jedem Gebäude nützliche Technologien erforschen, die zwar große Mengen an Ressourcen verschlingen, aber elementare Vorteile bringen und zudem Möglichkeiten eröffnen, die Armee an die eigene Spielweise anzupassen.

Die gefürchteten Tank-Rushes sollen im neuen C&C nicht mehr möglich sein. Die gefürchteten Tank-Rushes sollen im neuen C&C nicht mehr möglich sein.

Sollen unsere EU-Infanteristen mehr Schaden austeilen und eine größere Reichweite besitzen, oder rüsten wir lieber sämtliche Fahrzeuge mit Reperaturdronen sowie einem EMP-Impuls aus, der gegnerische Vehikel kurzzeitig deaktiviert? Zwar könnten wir auch beide Upgrade-Varianten erforschen, müssten dann aber weit aggressiver auf Expansionskurs gehen, da Geld- und Ölquellen vergleichsweise schnell versiegen.

Das wiederrum will gut überlegt sein, denn einerseits sammeln Einheiten mit jedem abgeschossenen Gegner Erfahrung, steigen im Rang auf und teilen somit mehr Schaden aus. Andererseits kann es passieren, dass wir unsere hochgezüchtete Elite-Truppe durch allzu forsches Vorpreschen zu Kanonenfutter degradieren.

Denn: Mehr noch als der Vorgänger setzt Generals 2 auf ein ausgeklügeltes Schere-Stein-Papier-Prinzip. Jede Einheit ist gegen eine spezielle andere besonders effektiv, hat aber auch eine Nemesis. Der Longbow-Panzer der EU etwa holt mit Leichtigkeit gegnerische Flieger vom Himmel, ist aber gegen Raketen-Soldaten nahezu machtlos.

Streit um Rohstoffe: Die Europäische Union greift einen Außenposten der APA mit einer gewaltigen Panzer-Armada an, darunter mächtige, aber sündteure Aegis-Tanks (oben). Streit um Rohstoffe: Die Europäische Union greift einen Außenposten der APA mit einer gewaltigen Panzer-Armada an, darunter mächtige, aber sündteure Aegis-Tanks (oben).

So sollen die aus der C&C-Serie bekannten und in Mehrspieler-Gefechten verhassten »Tank-Rushes« vermieden werden. In unserer Alpha-Version war dieses System aber noch nicht mal im Ansatz ausbalanciert, was oft zu seltsamen Kampfergebnissen à la »Jet schlägt Flakpanzer« führte.

Dynamischer Koop

Für ein Spiel in diesem frühen Stadium ist das allerdings typisch und noch kein düsteres Omen. Zumal die kurzweiligen Gefechte trotz des Ungleichgewichts bereits viel Spaß machen. Besonders angetan hat es uns der kooperative Onslaught-Modus. Hier müssen wir zu zweit (größere Karten will EA später nachreichen) Wellen gegnerischer Angriffe zurückschlagen.

Das klingt öde, wird aber durch dynamisch eingestreute Events aufgelockert. So bekommen wir plötzlich den Auftrag, innerhalb eines knappen Zeitlimits zwei Gebäude einzureißen, in denen sich Heckenschützen der GBA verschanzt haben. Während sich also der eine Spieler um die Verteidigung beider Basen kümmert, muss der andere Abrissbirne spielen. Verschnaufen lässt uns das Programm dabei nicht. Denn kaum haben wir das Teilziel erfüllt, sollen wir am anderen Kartenende zwei Aegis-Panzer der EU eskortieren, weil deren Geschütze ausgefallen sind - schweißtreibend, aber äußerst unterhaltsam!

Altes Spiel, neue Engine

Die Frostbite Engine 2 beeindruckt durch eine stimmige Beleuchtung sowie detaillierte Einheiten und Gebäude. Die Frostbite Engine 2 beeindruckt durch eine stimmige Beleuchtung sowie detaillierte Einheiten und Gebäude.

Das hat Command & Conquer auch seiner Technik zu verdanken. Wie nahezu jedes aktuelle EA-Spiel verwendet das neue C&C nämlich die aus Battlefield 3 bekannte Frostbite Engine 2. Zwar kann das Spiel optisch nicht mit dem Shooter mithalten, zumal die Entwickler möglichst niedrige Hardware-Voraussetzungen anstreben und daher den allgemeinen Detailgrad etwas zurückfahren. Trotzdem macht das Spiel für einen Free2Play-Titel schon jetzt viel her. Insbesondere die Beleuchtung und Partikeleffekte bei Feuer und Explosionen können sich sehen lassen. Großes Kaliber vorausgesetzt, dürfen wir Gebäude sogar dem Erdboden gleichmachen, was ordentlich rumst und einen Heidenspaß macht.

Die Zeichen stehen also gut, dass das neue C&C nicht nur den Spagat zwischen aufwändig inszenierten Echtzeit-Schlachten und fairem Free2Play-Konzept hinbekommt, sondern die zuletzt strauchelnde Serie auch wieder ein wenig rehabilitiert zurückfindet. Wenn dann auch noch die nachgelieferte Kampagne stimmt, könnten wir glücklicher kaum sein.

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