Wenn Entwickler über die Größe ihrer Spielwelten sprechen, fallen oft Vergleiche mit den ganz großen Namen der Branche. Das südkoreanische Studio hinter dem kommenden Action-Adventure Crimson Desert, wählt nun genau diesen Weg, um die Dimensionen des Kontinents Pywel einzuordnen.
Laut Will Powers von Entwickler Pearl Abyss müsst ihr euch auf eine Karte einstellen, die flächenmäßig neue Maßstäbe setzen soll.
Ein gigantischer Kontinent
Im Gespräch mit dem YouTube-Kanal »Gaming Interviews« gab Powers einen Einblick in die geplante Größe der Open World – und scheute dabei den direkten Vergleich mit der Konkurrenz nicht.
Powers erklärte, dass die spielbare Fläche von Crimson Desert »mindestens doppelt so groß« ausfallen werde wie die Open World von Bethesdas Dauerbrenner Skyrim. Doch Berichten zufolge haben die Entwickler bereits eine konkretere und wahnwitzigere Größe genannt: 400 Quadratkilometer.
Es soll angeblich zwei Stunden dauern, die Karte auf dem Rücken eines Pferdes zu durchqueren – im vollen Galopp. Damit ihr ein Gefühl für diese Größenordnung bekommt, haben wir die angebliche Fläche von Crimson Desert mit den geschätzten Größen anderer Open-World-Giganten verglichen:
- Crimson Desert: ca. 400 km²
- The Witcher 3 (inkl. aller DLCs): ca. 140 km²
- Red Dead Redemption 2: ca. 75 km²
- The Legend of Zelda: Breath of the Wild: ca. 72 km²
- The Elder Scrolls 5: Skyrim: ca. 37 km²
Sollten sich die 400 km² bewahrheiten, wäre Crimson Desert also nicht nur »doppelt« so groß wie Skyrim, sondern rein rechnerisch fast zehnmal so weitläufig.
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Crimson Desert: Das bildhübsche Action-Rollenspiel hat endlich einen Release-Termin
Eine riesige Spielwelt ist jedoch kein alleiniges Qualitätsmerkmal: Leere Landschaften ohne spielerischen Mehrwert werden von der Community oft kritisiert, doch Pearl Abyss scheint sich dieser Gefahr bewusst zu sein. Powers stellte im Interview klar:
»Die Größe spielt keine Rolle, wenn es nichts zu tun gibt.«
Open-World-Spiele leben laut Powers davon, Dinge zu unternehmen, Aktivitäten nachzugehen und sich ablenken zu lassen. Das Ziel sei es, eine Welt zu erschaffen, die nicht nur massiv, sondern auch »unglaublich interaktiv« ist.
Um diese gewaltigen Distanzen zu bewältigen, setzt Crimson Desert auf Fortbewegungsmethoden, die es deutlich von den genannten Vergleichstiteln abheben. Während ihr in Witcher, Skyrim oder Red Dead Redemption 2 vorwiegend zu Fuß oder zu Pferd unterwegs seid, lässt euch Crimson Desert auch auf dem Rücken eines Drachen fliegen.
»Head Canon« statt klassischer RPG-Entscheidungen
Interessant sind auch Powers Aussagen zu den Rollenspiel-Mechaniken, die sich von westlichen Standards unterscheiden sollen. In Crimson Desert solltet ihr keine tiefgreifenden Entscheidungen oder moralischen Konsequenzen erwarten, die den Verlauf der Geschichte eures Charakters fundamental verändern.
Stattdessen definiert Pearl Abyss das Rollenspiel-Element über das, was Powers als »Head Canon« bezeichnet – also die Geschichte, die im Kopf des Spielers entsteht. Das Gameplay und die System-Interaktionen stehen hier im Vordergrund.
Man wählt den Charaktertyp, den man spielen möchte, entsprechend seinem Fortschritt innerhalb der Spielsysteme. Und dann macht man aufgrund des Umfangs und der Größe des Spiels durch Head Canon eine ganz andere Erfahrung als andere Spieler. Man wird von etwas abgelenkt, man begibt sich auf diese Questreihe, man macht eine Erfahrung, die sich radikal von der eines anderen unterscheidet, obwohl beide dasselbe Spiel und dieselbe kanonische Handlung durchlaufen.
Bis ihr überprüfen könnt, ob die Welt von Crimson Desert tatsächlich so lebendig ist wie versprochen, ist noch ein kleines bisschen Geduld gefragt: Das Spiel soll am 19. März 2026 erscheinen. Bis dahin bleibt abzuwarten, ob die Technik der schieren Größe der Welt gewachsen sein wird und ob die versprochene Interaktivität die riesige Karte wirklich mit Leben füllen kann.
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