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Seite 4: Das Ende des PCs? - Der PC verliert als Spielgerät an Boden

Die Hardware-Spirale

Das grundlegende Dilemma des PCs als Spieleplattform ist aber ein anderes, paradoxes: Er entwickelt sich zu schnell. Kein anderes Produkt der Hochtechnologie veraltet so rasant wie Heimcomputer. Autos halten locker zehn Jahre, Fernseher acht, Handys vier. Wer am Puls der PC-Spiele bleiben will, muss seinen Rechner spätestens im dritten Jahr auswechseln. Noch immer verdoppelt sich die Rechenleistung nach Moores Gesetz rund alle 18 Monate. Die Spiele wachsen mit; auch deshalb, weil Entwickler kaum Druck haben, ihre Routinen zu optimieren. Wenn’s heute nicht vernünftig läuft, dann eben in einem Jahr – das Leistungswachstum wird’s schon richten. So entsteht ein Wettrennen zwischen Softwareund Hardwareherstellern, welches das Tempo befeuert. »Der Spiele- PC treibt seit jeher die Weiterentwicklung der Hardware-Komponenten an. PC-Spieler brauchen die schnellsten Grafikkarten und CPUs, den größten Speicher und Festplatten. Spiele werden immer realistischer und nutzen die Vorzüge von High-End-Hardware«, beschreibt der Nvidia-Sprecher Jens Neuschäfer.

Nur: Die tollen Teile sind teuer. »Zwar wird die Hardware stetig leistungsfähiger, allerdings erreichen die Hochleistungsrechner in der Regel nur die Core Gamer, denn die Plattform kostet im High-End-Bereich sehr viel«, erläutert Olaf Wolters vom Branchenverband BIU. Deshalb wird die Kundenschicht immer dünner, je mehr Leistung ein Spiel voraussetzt. Denn das Gros der PC-Besitzer verfügt nicht über das Geld, um regelmäßig neue Bauteile einzukaufen. Sie fallen aus dem Raster der Spieleentwickler. Deren Dilemma fasst Scott Miller zusammen: »Wenn dein PC-Spiel bei einer breiten Spielerschaft laufen soll, wird es schlechter aussehen als auf neuesten Konsolen. Soll es dagegen grafische Maßstäbe setzen, dann schließt es 70% der PC-Spieler aus.«

Die Kostenfrage

Jede Konsolengeneration hat dagegen einen Lebenszyklus von im Schnitt fünf Jahren. Und gegen Ende hin werden die Spiele erfahrungsgemäß immer besser, weil die Entwickler die starren Systeme bis ins Letzte ausreizen. Das gewichtigste Argument der Konsolenhersteller ist aber: Man zahlt in diesen fünf Jahren nur einmal für das System, und zwar einen Bruchteil der Kosten für einen PC. 250 Euro kostet aktuell eine Nintendo Wii, 280 Euro die Basisversion der Xbox 360, 400 Euro die Playstation 3. Ein Spiele-PC, der auch in einem Jahr noch leistungsstark sein soll, schlägt zum Mindesten mit 1.000 Euro zu Buche. »Verglichen mit den Kosten eines spieletauglichen PCs sind die Anschaffungskosten für eine Xbox 360 geradezu minimal «, trommelt der Microsoft- Mann Felix Petzel.

Die Vergleichsrechnung geht freilich nicht ganz auf. Denn die meisten Menschen schaffen sich den PC sowieso als Arbeitsgerät an. Die Spieletauglichkeit wird dann obendrauf bezahlt und macht nur noch rund die Hälfte des Gesamtpreises aus. Zudem lassen die aktuellen Konsolen nur dann ihre Muskeln spielen, wenn sie an einen passenden HD-Fernseher gestöpselt werden. Gute Qualität beginnt dort derzeit bei rund 700 Euro. Die günstigen Hardwarepreise holen die Konsolenhersteller bei den Spielen wieder rein: Neue Spiele kosten im Schnitt zehn Euro mehr und sinken wesentlich langsamer im Preis als auf dem PC.

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