Das gute alte Black & White auf einem modernen PC zu spielen, gilt als ein Ding der Unmöglichkeit. Die Göttersimulation aus dem Jahre 2001 läuft längst nicht unter modernen Betriebssystemen und selbst mit Fan-Patches ist es ein absoluter Krampf, das Kultspiel wieder zum Laufen zu kriegen.
Noch schwieriger ist es, das Spiel überhaupt zu bekommen: Ob Steam, GOG oder Microsoft Store – Black & White ist in keinem Store mehr zu finden. Kurzum: Ein Stück Videospielgeschichte drohte unterzugehen. Bis jetzt!
Download nur für Profis geeignet
Denn jetzt erreicht Openblack einen wichtigen Meilenstein. Hinter Openblack versteckt sich ein ambitioniertes Fan-Projekt, das seit 2018 das Ziel verfolgt, eine moderne Engine auf Open-Source-Basis zu erschaffen, auf der Black & White durch Reverse Engineering läuft. Nun gibt es die erste spielbare Version.
Das Team aus 15 Hobby-Entwicklern meldet mit Version 0.1.0 einen wichtigen Meilenstein auf ihrer Mission zur Rettung von Black & White. Aber: Wie die Versionsnummer bereits andeutet, ist es eine extrem frühe Fassung. Erwartet also aktuell auf keinen Fall eine von A bis Z spielbare Version!
Die Installation benötigt noch einiges an Handarbeit, inklusive manuelle Eingabe von Kommandozeilen, Installation mehrere Patches und auch in das komplexe Menü muss man sich erstmal reinfuchsen. Doch trotz alledem ist der Beweis angetreten: Openblack funktioniert.
Neue Hoffnung für einen alten Kult-Hit
Wenn ihr euch also schon jetzt mit diesem faszinierenden Comeback auseinandersetzen wollt, könnt ihr es ab sofort auf Github herunterladen, eine bestehende Installation des Originals wird aber aktuell noch vorausgesetzt.
Es scheint also jetzt nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis wir wieder über malerische Dörfer herrschen, mit Mauszeiger-Gesten Wunder wirken, Blitzschlag oder Meteoriten beschwören oder unserer Avatar-Kreatur neue Tricks beibringen!
Black & White hält einen Metascore von 90 und gewann mehr als 20 internationale Preise – unter anderem für sein innovatives Design und die geniale KI.
Was treibt der Schöpfer heute?
Peter Molyneux, der neben Black & White auch Hits wie Dungeon Keeper oder Fable hervorbrachte und von vielen als Genie der Spielebranche gefeiert wurde, geriet in den 2010er Jahren wegen fragwürdiger Geschäftspraktiken und einem Hang zu NFT- und Blockchain-Spielen in die Kritik.
2024 kündigte er mit Masters of Albion eine neue Götter-Simulation und seine Rückkehr zum klassischen PC- und Konsolengeschäft an. Das Spiel kombiniert Siedlungsbau aus der Vogelperspektive mit Survival- und Action-Abschnitten, in denen man eine Figur aus der Schulterperspektive direkt steuert.
»Nachdem ich auf mobilen Plattformen so viel Unsinn gemacht habe, muss ich zurück nach Hause«, kommentierte Molyneux.

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