Für Fans von Kingdom Come ist gerade Weihnachten, mitten im Frühsommer. Völlig unerwartet bekommen wir erst die Enthüllung, dass Warhorse an einem weiteren Teil arbeitet. Nun gibt’s kurz darauf auch noch einen Release-Zeitraum hinterher. Und der reißt mein Herz gerade in zwei Teile.
Ganz offiziell: Das nächste Kingdom-Come-Spiel soll bis März 2028 erscheinen.
Das geht aus dem aktuellen Jahresbericht 25/26 von Embracer hervor, und demnach befindet sich das Spiel auch bereits in der vollen Produktionsphase. Auch wenn im ersten Marketing-Beat die Rede von einem »Adventure« war, soll es laut offizieller Warhorse-Aussage wieder ein Open-World-Rollenspiel werden.
Mein erster Gedanke zu diesen Neuigkeiten war: »Waaas, so schnell, das ist ja großartig!«. Und dann folgte sofort die Sorge angesichts der knappen Zeitspanne. Eine mutige Ansage. Kann das denn überhaupt gelingen?
Wie kann so eine knappe Kiste klappen?
Der Ehrgeiz des Projekts ist gewaltig. Schon ein recht lineares Action-Adventure in so einem Zeitraum zu erschaffen, wäre für die meisten Studios herausfordernd, und wir reden hier von offener Welt und RPG-Mechaniken. Klar, in der Vergangenheit gab es durchaus beeindruckend schnell erschaffene Rollenspiel-Erfolge: Gothic 2 entstand in unter einem Jahr. Die Teile der Mass-Effect-Trilogie erschienen im Abstand von zwei bis drei Jahren zueinander.
Mass Effect war aber nicht Open World, und Gothic 2 litt unter zahlreichen Bugs. Generell haben sich Entwicklungszyklen massiv verlängert, besonders bei Spielen voller komplexer Mechaniken, die ineinander greifen müssen. Studios scheuen sich davor, zu früh Release-Daten zu teilen, denkt nur mal an Cyberpunk 2077 mit den zahlreichen Verschiebungen.
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