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Seite 3: Dead Island im Test - Von wegen tote Insel!

Verdammte Axt

Selbst für den erfahrenen Action-Rollenspieler dürfte das Waffensystem in Dead Island zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig sein. Knüppel, Messer, Äxte, Hämmer - das alles geht anfangs nach nur wenigen Schlägen kaputt. Denn nicht nur der Schadenswert eines Hauwerkzeugs ist wichtig, sondern auch dessen Haltbarkeit.

Waffen gehen nach und nach zu Bruch. Wohl dem, der sie regelmäßig repariert. Waffen gehen nach und nach zu Bruch. Wohl dem, der sie regelmäßig repariert.

Zwar werden die Werte der Waffen im Laufe des Spiels immer besser, aber trotzdem müssen selbst die tollsten Prügel- und Schnetzeldinger nach einer Weile repariert werden. Dafür stehen überall auf Banoi Werkbänke rum, an denen man seine Ausrüstung wieder auf Vordermann bringen kann – gegen Bares. Upgrades (vierstufig, sorgen für höhere Schadenswerte oder höhere Haltbarkeit) kosten ebenso Kohle. Deswegen ist es gar nicht verkehrt, jeden gefundenen Koffer zu öffnen und jede Leiche zu plündern. Geld geht in Dead Island nämlich schneller flöten, als man denkt.

Hübsch hässlich

Wir müssen uns nicht nur gegen Zombies wehren, auch Plünderer oder Hausbesetzer rücken uns auf die Pelle. Wir müssen uns nicht nur gegen Zombies wehren, auch Plünderer oder Hausbesetzer rücken uns auf die Pelle.

Der Entwickler Techland hat nicht nur unterschiedlichste Zombietypen auf Banoi gepackt, auch in der Optik gibt’s bei den Untoten eine schöne Vielfalt. Klar, dass man bei den unzähligen Gehirnfressern irgendwann mal jedes Modell mehrfach gesehen hat, aber immerhin wird man nicht an jeder Ecke von den immer gleichen Klongegnern angenagt. Auch bei den friedlichen NPCs wartet das Spiel mit individuellen und lebensecht entworfenen Gesichtern auf, in Sachen Animationen bleiben die Figuren jedoch schrecklich hölzern.

Der Rest der Grafik bewegt sich im oberen Mittelmaß. Die Inselansichten sind teilweise von berückender Pracht, Palmen und Farne wiegen sich im Wind, Meer und Himmel streiten sich um das schönere Blau. Dagegen stehen matschige Texturen vor allem in Moresby und grundsätzliche Detailarmut. Wo Techland Verwahrlosung darstellen will, liegen die immer gleichen Papierschnipsel und eingedrückten Plastikflaschen auf dem Boden.

Grauenvoll guter Sound

Wellen plätschern, Palmen rauschen, Zombies grunzen: Beim Sound macht das Spiel fast alles richtig. Wellen plätschern, Palmen rauschen, Zombies grunzen: Beim Sound macht das Spiel fast alles richtig.

Beim Sound macht Dead Island hingegen fast alles richtig. Die englischen Sprecher (mit deutschen Untertiteln) haben einen durchweg guten Job abgeliefert, Umgebungsgeräusche wie Brandung und Möwenschreie verdeutlichen uns immer wieder, dass wir uns auf einer Insel befinden. Das auch noch nach Stunden gruselige Grunzen und Stöhnen der überall lauernden Zombies lässt uns Gefahr oft schon ahnen und lokalisieren, bevor wir sie sehen. Und wenn die Monster dann mit wildem Gekreische angreifen, stellen sich unsere Nackenhaare auf. Warum allerdings jeder Pick-up nahezu wie ein Formel-1-Bolide klingt, will uns dann doch nicht einleuchten.

Aber das ist ein vernachlässigbares Detail am Rande, das vorherrschende Geräusch auf Banoi ist sowieso das von scharfem Stahl, der sich durch untotes Fleisch schneidet. Dead Island würde wahrscheinlich allein wegen dieses Geräuschs keine USK-Einstufung bekommen, selbst wenn man im Spiel nur Blumen auf einer lieblichen Sommerwiese pflücken dürfte.

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