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Seite 2: Dead Island im Test - Von wegen tote Insel!

Zombiekiller-Ausbildung

Dead Island funktioniert wie ein klassisches Rollenspiel. Man versorgt uns mit Aufträgen, belohnt uns für die erfolgreiche Ausführung mit Geld, Hieb- oder Stichwerkzeug und dann und wann sogar mit Plänen für reichlich abgefahrene Selbstbauwaffen. Obendrauf addieren sich Erfahrungspunkte, die sich in Talentpunkten sammeln, die wir dann in besondere Fähigkeiten investieren. Wollen wir Schlösserknacken lernen, um die überall rumstehenden abgesperrten Truhen öffnen zu können? Darin lagern immerhin oft besonders wertvolle Waffen. Oder wollen wir lieber mehr Schaden zufügen? Oder alternativ vielleicht doch lieber weniger Aufmerksamkeit bei den Hirnschlürfern hervorrufen?

Jeder der vier Charaktere steigert seine Fähigkeiten über drei Talentbäume. Jeder der vier Charaktere steigert seine Fähigkeiten über drei Talentbäume.

Pro Levelaufstieg schenkt uns Dead Island nur einen Talentpunkt, der Ausbau der Spielfigur geht also vergleichsweise langsam vonstatten. Macht aber nichts, Dead Island ist ein vergleichsweise langes Spiel, das einem viel Zeit und viele Möglichkeiten zum Individualisieren des Charakters lässt. Selbst, wenn man sich sputet, sich also hauptsächlich an die Story-Aufgaben hält, braucht man zirka 20 Stunden für den Titel. Wer alle Nebenmissionen erledigt und sich dann und wann auch einfach mal auf Erkundungstouren wagt, verbringt deutlich mehr Zeit auf dem Eiland.

Einfach mal losbrausen

Erkundungstouren lohnen sich übrigens. Auch an Orte, an denen man zuvor bereits war. Denn Dead Island ist so nett und füllt bereits leer geräumte Koffer und Kisten wieder auf und setzt auch immer neue Zombies in die Welt. Letzteres nervt indes ein wenig in Moresby, der Stadt, in der man nach Abschluss des zweiten Kapitels aufschlägt.

Während man im Bereich des Ferienresorts noch wunderbar mit Jeeps rumpreschen und so die auf den Wegen lauernden Untoten einfach überfahren kann, ist in Moresby die meiste Zeit Latscherei durch enge Gassen und mit kaputten Fahrzeugen vollgestopfte Straßen angesagt. Erst nach einer Weile spendiert uns das Spiel einen kleinen Pick-up. Praktisch dann, wenn man viele Karten frei geschaltet hat, zwischen denen man sich einfach hin und her teleportieren kann. Die Karten hängen an den Wänden von wichtigen Orten wie etwa dem Leuchtturm oder der Kirche von Moresby.

Zombievielfalt

Dead Island setzt auf eine hübsche Gegnermischung. Wir finden den klassischen langsamen Schlurfzombie genauso wie den superschnellen Sprintzombie. Dann gibt’s noch den Schlägertypen, langsam, aber ungemein stark und deswegen hoch gefährlich. Dann und wann treffen wir auch auf eine explodierende Variante, der man tunlichst nicht zu nah kommen sollte. Oder auf Giftgas versprühende Untote. Oder auf brennende. Bis auf die besonders starken Varianten lassen sich die Zombies im Regelfall flott niederstrecken. Ob nun mit Machete oder Hammer oder selbstgebauter Kettensäge. Man sollte nur tunlichst darauf achten, sich nicht von einer großen Gruppe einkesseln zu lassen, denn dann ist man schneller hinüber als man »Verdammte Axt!« sagen kann.

Wenn man in Dead Island stirbt, wird nicht wie sonst üblich ein früherer Spielstand geladen. Man wird mit Geldverlust bestraft und steht fünf Sekunden später wieder nahe der Ablebestelle auf. Das kann insofern schon mal nerven, wenn die Zombiehorde, die einen gerade niedergemetzelt hat, gleich wieder vor einem steht. Ein flotter Sprint raus aus der Gefahrenzone ist da die beste Vorgehensweise.

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