Destiny 2 erklärt Team-Mitglieder von Cheatern als »nicht länger unschuldig«

Weil die Cheater-Zahlen steigen, setzt Bungie jetzt auf ein besonders strenges Konzept: Auch Mitspieler, die selbst nicht cheaten, aber davon profitieren, werden bestraft.

von Stephanie Schlottag,
27.04.2020 10:30 Uhr

Lasst euch in Destiny 2 - und auch überall sonst - lieber nicht von Cheatern helfen. Lasst euch in Destiny 2 - und auch überall sonst - lieber nicht von Cheatern helfen.

Cheater sind keineswegs eine neue Erscheinung, es gibt sie genauso lange wie es Videospiele gibt. Allerdings scheint das Problem in der letzten Zeit in vielen Spielen immer größer zu werden. Auch Destiny 2 klagt über steigende Zahlen: Seit Januar gibt es ungefähr 50 Prozent mehr Betrüger, wie Bungie in einem Blog-Post bekannt gab.

Die Meldung stellt ein neues Konzept vor, nach dem nicht nur die Cheater selbst, sondern auch deren nicht-cheatende Mitspieler bestraft werden sollen.

Der Engineering Director David Aldridge gibt ein Update zu Bungies Umgang mit Cheatern. Er schreibt:

"Team-Mitglieder von Cheatern sind nicht länger unschuldig. Wir behalten uns jetzt das Recht vor, alle Spieler zu bestrafen oder zu bannen, die vom Cheaten profitieren, auch wenn sie selbst nicht gecheatet haben. (…) Wir wollen, dass ihr da draußen neue Freunde findet, aber stellt sicher, dass sie euer Vertrauen verdienen, bevor ihr loslegt."

Wenn ihr merkt, dass einer eurer Teammates möglicherweise cheatet, solltet ihr die Runde sofort verlassen und einen Report abschicken. Falls ihr das nicht tut, werdet ihr möglicherweise ebenfalls als schuldig angesehen. Im schlimmsten Fall droht für Betrug in Destiny 2 ein Perma-Bann.

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Laut Aldridge wurde der Bannhammer in der letzten Zeit ordentlich geschwungen: Normalerweise werden ungefähr 650 Bans pro Woche ausgesprochen, nach Release der »Season of the Worthy« im März verdreifachten sich diese Zahlen zwischenzeitlich.

Gute Nachrichten verkündet Aldridge dagegen zum Thema DDOS-Attacken. Diese seien dank einer Partnerschaft mit Valve und deren Steam Datagram Relay auf dem PC so gut wie erledigt. Dennoch gebe es noch viel zu tun, ehe das Cheater-Problem auf einem zufriedenstellenden Niveau angekommen sei.

Auch in anderen Spielen sind Cheater ein Riesenproblem

Von Valorant über Last Oasis bis CoD: Warzone: Die Cheater-Plage zieht sich durch verschiedenste Genres. Naturgemäß sind PC-Spiele bzw. PC-Umsetzungen besonders oft betroffen. In Warzone landen Cheater jetzt in ihrer eigenen Matchmaking-Hölle. Riot setzt für Valorant und alle zukünftigen Titel auf ein mächtiges, aber nicht unumstrittenes Anti-Cheat-System:

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Mit Bestrafungen für Spieler, die selbst nicht cheaten, aber vom Betrug anderer profitieren, scheinen sich die meisten Entwickler zurückzuhalten. In Titeln wie CoD oder Battlefield mit ihren teils riesigen Spielerzahlen wäre es allein schon aus logistischen Gründen wohl kaum umsetzbar.

Wie seht ihr das? Würdet ihr euch strikte Regeln wie in Destiny 2 auch für andere Spiele wünschen? Oder findet ihr die Gruppen-Bestrafungen unfair? Lasst uns eure Meinung in den Kommentaren wissen.

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