Diablo 4 enthüllt Rogue als vierte Klasse - das macht sie besonders

Auf der Blizzcon wurde wie erwartet die vierte Klasse für Diablo 4 angekündigt. Dabei handelt es sich um die hinterlistige Jägerin, die eine lange Geschichte hat.

von Fabiano Uslenghi,
19.02.2021 23:44 Uhr

Diablo 4: Gameplay-Trailer stellt die Rogue-Klasse vor 3:56 Diablo 4: Gameplay-Trailer stellt die Rogue-Klasse vor

Wenn es um Diablo 4 geht, dann haben sich auf der Blizzcon einige Vermutungen bestätigt - andere wiederum nicht. Denn auch, wenn Blizzard tatsächlich die vierte Klasse für das Action-RPG angekündigt hat, wurde es keine der im Vorfeld eigentlich vermuteten. Weder Amazone noch Paladin wurden angekündigt. Stattdessen gesellt sich die Rogue ans Lagerfeuer. Was die Klasse genau kann, erfahrt ihr hier.

Drei Klassen in einem

Wenn ihr ein Diablo-Veteran seid, dann könnte die Rogue-Klasse euch bekannt vorkommen. Sie gehörte nämlich zu den drei ursprünglichen Klassen des ersten Teils. Damals stand die zu deutsch Jägerin Pate für eine profane Fernkämpfer-Klasse, die aber auch ein paar Zaubertricks beherrschte.

Die Rogue in Diablo 4 wird aber nicht einfach nur das Original neu aufgießen. Stattdessen soll sie noch die Fähigkeiten und Stärken von der Assassinin aus Diablo 2 und der Dämonenjägerin aus Diablo 3 in sich vereinen. Damit wäre auch klar, dass weder Assassine noch Dämonenjäger in Diablo 4 vertreten sein werden. Zusätzlich verspricht Blizzard Fähigkeiten, die von den Rogue-Söldnerinnen aus Diablo 2 eingesetzt wurden.

Diablo 4 - Screenshots von der Jägerin ansehen

Die Rogue muss übrigens wie alle anderen Klassen in Diablo 4 nicht weiblich sein. Ihr könnt wahlweise auch als männlicher Jäger in die Schlacht ziehen. In Diablo 1 und Diablo 2 war sie noch ausnahmslos weiblich.

Das sind ihre Fähigkeiten

Die Rogue wird ein wahres Multifunktionswerkzeug. Als vermutlich einzige Klasse vereint sie Stärken aus allen Bereichen in sich. Die Jägerin kann den Heerscharen der Hölle im Nahkampf begegnen, gleichzeitig gehören aber auch Fernkampfangriffe in ihr Repertoire. Zusätzlich setzt sie auf dunkle Magie, kann Effekte auf ihre Waffen legen und Fallen platzieren.

Die Waffen der Rogue

Insgesamt stehen ihr vier verschiedene Waffentypen zur Verfügung:

  • Bögen
  • Armbrüste
  • Dolche
  • Schwerter

Falls Spieler sich nicht auf Nah- oder Fernkampf spezialisieren wollen, sondern einen Hybriden anstreben, kann die Rogue auch fließend zwischen ihren Waffensets wechseln. Im Inventar gibt es also ein Set für Nahkampf und eines für Fernkampf.

Das standardmäßige Design der Rogue wurde zwar von der Schurkin aus Diablo 1 inspiriert, je nach Rüstung könnt ihr aber einen eigenen Stil wählen. Das standardmäßige Design der Rogue wurde zwar von der Schurkin aus Diablo 1 inspiriert, je nach Rüstung könnt ihr aber einen eigenen Stil wählen.

Um sich besser an unterschiedliche Situationen anpassen zu können, kann die Rogue ihre Waffen mit besonderen Effekten erfüllen. Gift verursacht Schaden über Zeit, Eis hilft bei Crowd Control und Schatten verursacht zusätzlichen AOE-Schaden.

Drei Spezialisierungen

Damit Klassen sich noch individueller anfühlen, bekommt jede davon in Diablo 4 eine besondere Fähigkeit. Im Falle der Zauberin gibt es etwa die Verzauberungen für passive Nebeneffekte und der Barbar hat vier verschiedene Waffensets zur freien Verfügung. Auch der Jägerin bekommt eine besondere Mechanik. Spieler können sich auf eine von drei Klassen-Spezialisierungen festlegen.

  1. Combo Points: Mit den Kombopunkten bekommt eure Rogue eine zusätzliche Ressource, die sie dann für mächtige Fähigkeiten ausgeben kann. Ganz ähnlich also, wie die Assassine in Diablo 2. In D4 gibt es Fähigkeiten, die Combopunkte ansammeln und Fähigkeiten, die Kombopunkte verbrauchen. Je höher die Kombo, um so stärker der Effekt. Diesmal klappt das sogar mit Bögen. Bei der Kombo-Spezialisierung geht es also vor allem darum, einen guten Rhythmus zu finden.
  2. Exploit Weakness: Mit dieser Spezialisierung müsst ihr als Spieler schnell reagieren können. Ihr bekommt nämlich die Fähigkeit, Schwachstellen eurer Feinde zu erkennen, während die gerade eine mächtige Attacke »aufladen«, also etwa mit dem Schwert ausholen. Dann taucht ein Kontersymbol über ihren Köpfen auf. Wer rechtzeitigt reagiert, weicht ihnen aus und fügt massiven Schaden zu. Hat da gerade jemand Arkham Asylum gerufen?
  3. Shadowrealm: Diese Spezialisierung soll vor allem für Spieler geeignet sein, die gerne Schleichen. Damit kann euer Rogue in eine Schattendimension springen und einige Gegner mitnehmen. Ihr befindet euch dann in einer farbentsättigten Version der Welt, habt viel weniger Gegner vor euch, könnt nicht angegriffen werden und verursacht auch noch mehr Schaden.

Noch ist nicht ganz geklärt, ob Spieler ihre Klassen-Spezialisierung auch ändern können. Vermutlich wird es zwar funktionieren, aber einen Preis haben. Wie bei den Skills eben auch. Um die einzelnen Spezialisierungen freizuschalten, müsst ihr aber ohnehin vorher Quests für unterschiedliche Rogue-Fraktionen erledigen. So feiert ihr beispielsweise ein Wiedersehen mit den Schwestern vom Verborgenen Auge (denen die Jägerin aus Diablo 1 angehörte) und erledigt Missionen für - wie uns Game Director Luis Barriga erklärte - eine klassische Mantel-&-Degen-Fraktion, wie ihr sie aus anderen Fantasy-Universen kennt.

Mit Schattenmagie kann die Rogue offenbar auch Klone von sich selbst erschaffen, die dann ebenfalls feuern. Diese Schattenklone gab es zuletzt in einem Saisonalen-Event von Diablo 3. Mit Schattenmagie kann die Rogue offenbar auch Klone von sich selbst erschaffen, die dann ebenfalls feuern. Diese Schattenklone gab es zuletzt in einem Saisonalen-Event von Diablo 3.

Die Attribute der Rogue

Diablo 4 bringt richtige Attribute zurück. Nachdem die Eigenschaftswerte eurer Helden in Diablo 3 nur noch eine Mechanik im Hintergrund waren, könnt ihr in Diablo 4 wieder jedes individuell steigern. Und nicht nur durch Items, sondern auch durch Levelups. Allerdings funktionieren die Attribute anders als noch in Diablo 2. Jede Klasse bekommt von den vier Attributen nämlich andere Vorteile.

So soll jedes Attribute lohnenswert bleiben und den verschiedenen Builds die richtige Würze geben. Game Director Barriga hat bereits zwei Attribute der Jägerin genauer erklärt.

  • Geschicklichkeit: Da Geschicklichkeit das naheliegendste Attribut für die Jägerin ist, wird es Einfluss auf ihren Schaden haben. Je gewandter ihr seid, um so mehr Lebenspunkt knüpft ihr euren Gegnern ab.
  • Intelligenz: Obwohl Jäger auch Zaubern können, erfüllt Intelligenz bei ihnen einen anderen Zweck. Schlaue Rogues erkennen Schwachstellen besser. Deshalb erhöht ein hoher Intelligenz-Wert ihr Crit-Wahrscheinlichkeit

Welchen Effekt Stärke und Willenskraft bei der Jägerin haben, ist noch nicht bekannt. Blizzard arbeitet die Details aber ohnehin noch aus. Es kann sich also noch einiges an der neuen Klasse ändern. Den aktuellsten Entwicklungsstand zu Diablo 4 erfahrt ihr immer in unserer Übersicht. Dort werden wir bis zum Release alle neuen Informationen und Änderungen festhalten.

Natürlich gab es auf der Blizzcon 2021 noch mehr spannende Ankündigungen als die Rogue-Klasse. Unsere große Übersicht findet ihr hier:

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Wie gefällt euch die Jägerin? Ist das genau die Klasse, die ihr in Diablo 4 ausprobieren wollt oder hofft ihr noch auf etwas anderes? Lasst uns eure Meinung gerne in den Kommentaren wissen.

Korrektur-Hinweis:

Ursprünglich hatten wir die Rogue in diesem Artikel fälschlicherweise mit »Schurkin« übersetzt. Da sie aber schon in Diablo 1 Jägerin genannt wurde, wird diese Übersetzung auch bei Diablo 4 genutzt. Wir haben den Artikel entsprechend angepasst.

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