Die 5 nervigsten Gaming-Unsitten 2017 - Lootboxen, Steam-Schrott und Co.

So wunderbar unser Gaming-Hobby auch sein kann, 2017 hat die Branche trotzdem wieder einige Böcke geschossen, die nur zum Kopfschütteln sind - und auch die Community war nicht unschuldig.

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2017 gab es neben all den guten Spielen auch wieder einige nervige Negativ-Trends. 2017 gab es neben all den guten Spielen auch wieder einige nervige Negativ-Trends.

Hätten Community und Publisher einen Facebook-Beziehungsstatus, dann stünde der Zeiger wahrscheinlich auf »Es ist kompliziert«. So harmonisch die Eintracht zwischen Spielern, Entwicklern und Geldgebern bei gelungenen Releases wie The Witcher 3 auch sein mag, so sehr kann die Branche sich aufheizen, wenn eine Partei mal richtig daneben greift. Und 2017 gab es da einige brisante Fälle.

In diesem Artikel hier soll's aber gar nicht um solche Einzelfälle gehen, sondern um die größeren Negativ-Trends, die dahinterstehen. Denn das ist das eigentliche Fiasko an der Sache: Die Lootboxen von Battlefront 2 wären nur halb so schlimm, wenn nicht alle anderen großen Publisher übers komplette Jahr ebenfalls mit solchen Mikrotransaktions-Maschen experimentiert hätten.

Aber nicht nur die Publisher haben sich daneben benommen. Wir hoffen, dass die folgenden fünf Gaming-Unsitten 2018 abebben - oder zumindest in geregelteren Bahnen stattfinden.

5. »Review Bombing«

Der Kunde rühmt sich ja gerne mal als König. Aber die Historie hat oft genug gezeigt, dass Monarchen sich tölpelhafter aufführen können als das gemeinste Fußvolk: König John Lackland versenkte bei einer Flucht den kompletten englischen Staatsschatz im Sumpf. König Karl VIII. von Frankreich starb, weil er mit dem Kopf zu fest gegen einen Türrahmen rannte. Und auf dem sogenannten »Bal des Ardents« zündete Ludwig von Orleans aus Versehen Party-Gäste mit einer Fackel an und trieb König Karl VI. in den Wahnsinn.

Beispiele über Beispiele dafür, dass ein königlicher Kunde sich nicht immer edel benimmt. Ganz ähnlich lief es 2017 auch mit dem sogenannten Review Bombing. Dabei verfiel zwar niemand dem Wahnsinn und es kam auch keiner zu Tode, aber die Community marschierte als geschlossener Mob in die Review-Sektion von Steam, um aus teils hanebüchenen Gründen ein Spiel »kaputt zu werten«.

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Beispielsweise kassierte Firewatch negative Wertungen, weil der Entwickler Streit mit YouTube-Ikone PewDiePie hatte. Und Dota 2 wurde abgestraft, weil Valve kein Half-Life 3 ankündigte, sondern das Kartenspiel Artifact. Das Review Bombing wurde so sehr zum Problem, dass Valve eine zusätzliche Anzeige unter Produktseiten schaltete, bei denen sich kürzlich die Reviews überschlagen hatten. Mit mehr Transparenz wollte man so signalisieren, dass das Spiel für seine negativen Wertungen unter Umständen gar nichts kann.

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