Vater sein ist nicht leicht. In kaum einem Medium ist das so offensichtlich wie in Videospielen. Denn nur die wenigsten Vaterfiguren, die in Games ausführlich beleuchtet werden, gehen mit ihren Kindern wirklich so um, dass man sie objektiv betrachtet als gute Vorbilder sehen kann. Aber cool sind sie allemal!
Ob das nun an der emotionalen Geschichte liegt, dem aufopferungsvollen Charakter oder weil sie schlichtweg badass
sind. Hier kommen also unsere liebsten Papas in Games!
Lee Everett - The Walking Dead
Lee hätte einfach gehen können. Die Überlebenschancen in der Zombie-Apokalypse stehen sicherlich leichter, wenn man sich nicht um ein verängstigtes Kind kümmert. Er hatte auch keinen Auftrag wie Joel, den er abschließen wollte - nur ein gutes Herz. Clementine hat das erkannt und in ihm eine Vaterfigur gesehen, nachdem ihre Eltern verschwunden sind.
Natürlich könnt ihr in The Walking Dead selbst wählen, wie genau sich Lee gegenüber Clementine verhält, aber selbst die herzlosesten Entscheidungen können das emotionale Finale der beiden nicht schmälern.
Ethan Winters - Resident Evil
Ethan hat leider nicht viel Zeit mit seiner Tochter Rosemary verbracht. Der Protagonist aus Resident Evil 7 und Village ist eigentlich ein stinknormaler Typ, der in ein übernatürliches Chaos reingestolpert ist. Aber beschwert er sich, dass seine Frau und er zu Mutanten geworden sind? Oder liebt er seine Tochter weniger, weil sie eigentlich nur aus einem Haufen Schimmel besteht?
Nein, Ethan hat sich offenbar die Philosophie des Stoizismus zu Herzen genommen und versucht, das Beste aus der Situation zu machen. Und auch er macht am Ende alles, was nötig ist, um sein Kind zu retten.
Joel Miller - The Last of Us
Joel ist einer der wenigen Väter, die wir gleich mit zwei verschiedenen Kindern erleben: Seine Tochter Sarah im Prolog von The Last of Us und die Ziehtochter Ellie. Während er als alleinerziehender Dad mit Sarah offenbar bis spät in die Nacht arbeitet, zeigen die wenigen Minuten, die wir mit beiden verbringen: Die beiden haben eine enorm liebevolle und offene Beziehung zueinander.
Mit Ellie ist der Anfang deutlich holpriger, als gebrochener Mann zeigt Joel die kalte Schulter und will keine Nähe zulassen. Die emotionale Mauer reißt im Laufe ihrer Reise aber doch noch ein, Joel sieht sich immer mehr in der Vaterrolle und geht letztlich auch buchstäblich über Leichen, um Ellie zu retten.
Ob Joels finale Entscheidung ohne Ellies Mitbestimmung die richtige Wahl war, ist weitaus komplizierter zu beantworten. Eins ist aber klar: Joel würde alles für Ellie machen.
Kratos - God of War
Ja, Kratos hat seine eigene Tochter getötet - und trotzdem ist er hier auf der Liste? Zwar wurde er von Ares manipuliert und schlachtet seine Familie unwissentlich ab, jedoch ist das gar nicht die Vater-Kind-Beziehung, über die wir hier reden wollen: Natürlich geht es um Atreus.
Seit sich der God of War in die nordische Mythologie begeben hat, ist er deutlich erwachsener und ruhiger … wenn er nicht gerade jegliche Asen durch die Wälder prügelt. Die Beziehung zu seinem Sohn ist anfangs alles andere als vorbildlich - es dauert immerhin ein ganzes Spiel, damit Kratos mal Atreus' Namen sagt und ihn nicht nur mit Boy
anspricht.
Aber der Geist von Sparta wächst in seine Vaterrolle rein, wird geduldiger, baut mehr vertrauen auf und tötet Götter für seinen Sohn. An Aggressionsproblemen sollte er aber vielleicht noch arbeiten.
Geralt von Riva - The Witcher
Geralt reiht sich in die Liste an grummeligen Vätern ein, die schlecht ihre Gefühle ausdrücken können, aber mit Taten ihre unendliche Liebe zu ihrem Kind klar machen.
Womöglich hat er aufgrund des Schicksalskinds
keine Wahl, dass Ciri nun zu ihm gehört - aber der Schlächter von Blaviken entscheidet sich bewusst, sie so gut es geht zu erziehen und immer für sie da zu sein. In der Erziehung hat er offenbar auch nicht allzu viel falsch gemacht, immerhin ist Ciri eine charismatische Frau geworden, die nur zu gut weiß, wie sie sich wehren kann.
Wobei uns das ein oder andere Trauma auch nicht überraschen würde, bei all dem Mist, den sie als Kind erleben musste. Aber das ist ja wohl kaum Geralts Schuld!
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