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Die Datenbank des Football Manager 2019 - Wie 784.761 NPCs im Spiel landen - und mit ihren Daten Geld verdient wird

Recherche am Rande des Stalkings: Die Macher des Football Manager erklären, wie sie seit mehr als 25 Jahren mit über 1.300 Helfern aus 51 Nationen die umfassendste Spielerdatenbank der Welt zusammenstellen - und warum inzwischen selbst reale Fußballvereine gutes Geld für die darin schlummernden Informationen zahlen.

von Peter Bathge,
01.09.2018 08:00 Uhr

Im Football Manager stecken haufenweise Daten über Spieler, Trainer, Scouts und Masseure, mehr als 700.000 NPCs werden von Entwickler Sports Interactive simuliert. GameStar sprach für diesen Report mit den Datenjongleuren hinter den Kulissen darüber, wie die weltweite Recherche für den Fußballmanager abläuft - und wie komplex das mit diesen Daten gefütterte Spiel wirklich ist.Im Football Manager stecken haufenweise Daten über Spieler, Trainer, Scouts und Masseure, mehr als 700.000 NPCs werden von Entwickler Sports Interactive simuliert. GameStar sprach für diesen Report mit den Datenjongleuren hinter den Kulissen darüber, wie die weltweite Recherche für den Fußballmanager abläuft - und wie komplex das mit diesen Daten gefütterte Spiel wirklich ist.

Im Grunde stellen die Entwickler des Football Manager 2019 einfach nur eine Rangliste der weltweit besten Spieler zusammen. Das Einordnen, Klassifizieren und Vergleichen von (physischer) Stärke ist eine beliebte Freizeitbeschäftigung, egal ob im Fußballstadion oder im Comicladen um die Ecke. Da wird mit Gusto darüber gestritten, ob der Hulk nun stärker ist als The Thing. Man diskutiert darüber, welcher Milliardär in einem Kampf zwischen Batman und Iron Man als Sieger vom Platz gehen würde. Oder ob Wonder Woman Thors Hammer anheben könnte und ob sie damit höher in der Liste einzuschätzen wäre als Captain America.

Beim Football Manager 2019, der dieses Jahr das erste Mal seit langer Zeit wieder in Deutschland erscheint, läuft es hinter den Kulissen fast genauso ab. Nur dass hier eben nicht ein fiktiver Superman auf Platz 1 steht, sondern Juventus Turins sehr realer Neuzugang Ronaldo. Seine Stärke wird anhand von mehreren Dutzend Attributen abgebildet, die einen Wert von 1 bis 20 Punkten besitzen können. Und dann geht es weiter: Auf Platz 2 und 3 folgen Luka Modric und Messi, kurz dahinter Robert Lewandowski, irgendwo im oberen Mittelfeld Thomas Müller und so weiter und so fort. Aber natürlich geht es nicht nur um Spieler, auch Vereine wollen stärkemäßig untereinander verglichen werden, genauso wie Nationalmannschaften, Ligen, Pokalwettbewerbe - Trainer.

Um für eine seriöse Einordnung zu garantieren, braucht es Daten, gewaltige Mengen an Daten. GameStar sprach bei einem Studiobesuch mit den Menschen, die in Zusammenarbeit mit über 1.300 freiwilligen Helfern aus 51 Nationen diese Daten sammeln, verarbeiten und daraus die wohl umfassendste Spielerdatenbank in der Welt des Fußballs erstellen - Jahr für Jahr.

Die so erfassten Werte für Kopfballspiel, Zweikampfverhalten, Teamfähigkeit, aber auch die potenzielle Stärke eines Kickers sind nicht nur von enormen Interesse für echte Vereine, welche für die Daten gutes Geld bezahlen und sie im Verbund mit ihren eigenen Scouting-Bemühungen bei der Suche nach dem nächsten Wunderkind vom Format eines Kylian Mbappé einsetzen. Nein, die Datenbank hat natürlich auch für das Spielerlebnis einen Sinn und Zweck - mit ihr wird die mächtige Match-Engine des Football Manager 2019 gefüttert.

Sports Interactive - Fotos vom Studiobesuch bei den Football-Manager-Entwicklern ansehen

Komplexe Algorithmen zerlegen die Informationen über die mehr als 450.000 Spieler (plus rund 300.000 Vereinsangestellte wie Trainer, Präsidenten oder Masseure) und berechnen pro Partie für jeden davon mehrmals in der Sekunde dessen Verhalten. Am anderen Ende dieser hochkomplexen Simulation stehen (meist) nachvollziehbare Ergebnisse, die dem echten Fußball so nah kommen wie in keinem vergleichbaren Managerspiel.

Plus-Preview: Alles zum Deutschland-Release von Football Manager 2019
Der Football Manager ist damit schlichtweg das größte Sandbox-Spiel, das es aktuell gibt - mit der höchsten Anzahl an voll simulierten NPCs. Zum Vergleich: Vor einigen Jahren war Ubisoft Montreal mächtig stolz auf eine Szene im (geflopten) Assassin's Creed: Unity, bei der 10.000 generische NPCs gleichzeitig zu sehen waren. Der Football Manager berechnet je nach ausgewählter Datenbankgröße das Verhalten von bis zu 80 Mal so vieler Figuren und bezieht dabei alle möglichen Werte mit ein, von den Freundschaften oder Rivalitäten im Team bis hin zur präferierten Aufstellung und einer bislang unerkannten Verletzungsanfälligkeit eines Spielers - und das in einer Umgebung, die ab dem Spielstart von Zufallsfaktoren beeinflusst wird, bei der jede Manager-Karriere des Spielers anders verlaufen und die theoretisch unendlich viele Saisons andauern kann.

»Es gibt aktuell eine Menge Spiele, die einen großen Deal daraus machen, dass jede Partie komplett prozedural und total anders ist«, kommentiert Game Director Miles Jacobson trocken. »Wir machen das seit 25 Jahren. Ich kenne kein anderes Spiel, das [dem Football Manager, Anm. d. Red.] in der Beziehung auch nur nahekommt. Das soll nicht arrogant klingen, das ist einfach Fakt.«

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