Wir in der Redaktion lieben Videospiele, das dürfte euch nicht überraschen. Wir lieben die Geschichten, die Kämpfe und die Strategie, die darin stecken. Manchmal lieben wir auch einfach das Gefühl, komplett abzutauchen und den Rest der Welt für ein paar Stunden auszublenden.
Aber dann gibt es da diese vermeintlichen Kleinigkeiten, die sich zu gigantischen Dornen in unseren Augen entwickeln können. Egal, ob es einzelne Features oder gleich ganze Passagen sind: Auf manche Dinge könnten wir absolut verzichten.
Wir haben mal die Köpfe zusammengesteckt und präsentieren euch elf nervige Dinge in Videospielen, die wir sofort in Rente schicken würden.
»Pumpe, ohne Gun«
Jonas Gössling: »Nicht abkürzbare Intros! Mir ist klar, dass es vertraglich manchmal nicht anders geht. Aber nichts nervt so sehr wie ein Spiel starten und dann drei Minuten erst einmal Studio, Publisher, Engine etc. zu sehen….«
Natalie Schermann: »Aktuell spiele ich Alien: Isolation noch mal, weil mich der Teaser zum Nachfolger wieder richtig in Stimmung gebracht hat. Ich horte also akribisch meine Muni und verschwende keinen Tropfen Flammenwerfertreibstoff – schließlich weiß ich ja, was noch auf mich zukommt! Und dann ... muss ich meine Waffen an einem Metalldetektor abgeben. Wofür betreibe ich denn stundenlanges Ressourcen-Management, wenn mir am Ende alles weggenommen wird? Ja, wahrscheinlich hätte ich die Munition an dieser Stelle ohnehin nicht eingesetzt, aber ich brauche einfach dieses Gefühl der Sicherheit in stressigen Stealth-Abschnitten. Und dieses Gefühl ist nun mal eine vollgeladene Pumpgun in meiner Hand. Wenn mir ein Spiel das einfach wegnimmt, geht mir stattdessen nur noch die Pumpe! Ohne Gun!«
Hier übrigens der angesprochene Teaser zu Alien: Isolation 2:
0:25
Alien Isolation 2: Nach 12 Jahren gibt's jetzt endlich den ersten Trailer zur Fortsetzung des Kult-Horrorspiels
Mary Marx: »Spiele ohne freies Speichern. Wenn ich dann zwischen zwei Punkten sterbe oder weg muss, werde ich dafür bestraft, indem ich Abschnitte noch einmal spielen muss. Gerade, wenn die Passagen länger sind (etwa wie bei Metaphor: ReFantazio) ist das echt nervig und zwingt mich dazu, immer zum Speicherpunkt zu rennen oder nur komplett risikofrei zu spielen.«
Miffy Höftmann: »Wenn ich in Open-World-Spielen Marker auf der Map setzen kann und diese dann nicht automatisch verschwinden, wenn ich an dem Standpunkt angekommen bin. Ich hasse es, wenn ich unnötig wieder ins Menü muss, um aufzuräumen!«
»Meine eigene Schande ist schon Strafe genug«
Franzi Hammerschmidt: »Zu langsame NPCs. Zeit ist Geld, Leute und ich muss die Welt retten! Ach, wie viele Stunden ich in diversen Assassin's Creed Teilen schon damit verbracht habe, NPCs auf wichtigen Missionen hinterherzukriechen ...«
Martin Deppe: »Nicht überspringbare Tutorials, die mir die Funktionen der WASD-Tasten und der linken Maustaste beibringen. Am besten noch mit frenetischen Jubelkommentaren, wenn ich so einen Meilenstein geschafft habe.«
Vali Aschenbrenner: »Nicht überspringbare Cutscenes, nachdem man an bestimmten Stellen scheitert: Ein Boss plättet mich mehrmals oder ich stelle mich einfach nur dumm an? Schön und gut. Aber wenn ich mir danach jedes Mal die gleiche Cutscene angucken und das gleiche Gebrabbel anhören muss, bekomme ich echt die Krise. Meine eigene Schande ist schon Strafe genug.«
Benedikt Schlotmann: »Vom Entwickler festgelegte Frameraten. Ein Rennspiel mit gesockelten 60 FPS für den PC anzubieten, ist wirklich schlimm. Und exklusive Hardware-Features sind auch schlimm. Bei Witcher 3 war das damals Nvidia Hairworks. So richtig doof wird es dann, wenn Nvidia sagt: Hey, wir unterstützen unsere alte Software nicht mehr. Das ist mit Nvidia PhysX passiert, das macht heute in alten Titeln Ärger (Sacred 2), weil das nicht mehr sauber übersetzt werden kann.«
So wollte Nvidia vor über zehn Jahren Spielphysik revolutionieren:
1:58
NVIDIA GameWorks - Video mit Kommentar zum HairWorks-Feature
»Ich würd's ja selbst machen, hab aber keine Lust«
Gloria Manderfeld: »Begleitquests, bei der ein zu begleitender NPC eine unglaublich saudumme KI hat, an jedem Scheiß hängenbleibt, stumpf in jede noch so entfernte Gegnergruppe reinrennt und sich ansonsten aufführt wie der letzte Vollpfosten mit 5,0 Promille intus.«
Dennis Zirkler: »Quick Time Events bei Spielen wie Until Dawn. Da kommt ne Cutscene, die du ganz entspannt gucken willst, und plötzlich musst du irgendwas drücken, weil deine Figur sonst abnippelt«
Maximilian Schütz: »Fetch- und Lieferquests: Hey! Du siehst aus, als würdest du gerade dringendst die Welt retten müssen, aber kannst du eben 15 Blumen pflücken und meiner Tante im Dorf bringen, durch das du vor einer Stunde gelaufen bist? Sie hat heute Geburtstag. Ich würd's ja selbst machen, hab aber keine Lust.«
Vermutlich könnte diese Liste noch ewig weitergehen, wenn wir noch mehr Leute fragen. Und wisst ihr was? Das machen wir jetzt einfach mal! Wie sieht es denn bei euch aus? Habt ihr Lieblings-Aufreger aus Spielen, über die ihr noch in 20 Jahren schimpfen werdet, wenn ihr euren Kindern und Enkeln von Videospielen auf Monitoren erzählt? Ab damit in die Kommentare!
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Dein Kommentar wurde nicht gespeichert. Dies kann folgende Ursachen haben:
1. Der Kommentar ist länger als 4000 Zeichen.
2. Du hast versucht, einen Kommentar innerhalb der 10-Sekunden-Schreibsperre zu senden.
3. Dein Kommentar wurde als Spam identifiziert. Bitte beachte unsere Richtlinien zum Erstellen von Kommentaren.
4. Du verfügst nicht über die nötigen Schreibrechte bzw. wurdest gebannt.
Bei Fragen oder Problemen nutze bitte das Kontakt-Formular.
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Nur angemeldete Plus-Mitglieder können Plus-Inhalte kommentieren und bewerten.