Unser Autor Jesko hat ein festes Ritual: Seit dem Bachelorstudium nimmt er sich jedes Jahr ein paar Wochen Zeit, um mit ein paar Freunden aus der Heimat die immer gleiche Shooter-Reihe durchzuspielen. Von vorne bis hinten.
Obwohl er die Spiele mittlerweile in- und auswendig kennt, wird ihm dabei niemals langweilig. Denn irgendwie machen diese damals genreprägenden Shooter auch heute noch alles richtig. Um welche Spielereihe es geht, verraten wir gleich. Wir wollen noch etwas bei diesem Gefühl bleiben. Denn damit ist unser Autor nicht allein.
So gut wie jeder Redaktions-Kollege hat ein Spiel, zu dem er oder sie immer wieder zuverlässig zurückkehrt. Welche 11 Meisterwerke das sind, verraten wir euch in diesem Sammelartikel:
Halo: The Master Chief Collection
Entwickler: Bungie, 343 Industries | Genre: Ego-Shooter | Release: Dezember 2019 | Umfang: 40 Stunden
Jesko Buchs: Die Halo-Reihe zählt aus meiner Sicht zu den besten Vertretern, die das Shooter-Genre je hervorgebracht hat. Als Petty Officer John-117, kurz Master Chief, die Welt der Menschen vor dem Untergang zu bewahren und haufenweise Aliens wegzuballern, macht einfach einen höllischen Spaß.
Gemeinsam mit der liebenswürdigen blauen Schiffs-KI Cortana strandet der Master Chief im ersten Serienteil auf einem mysteriösen Halo-Ring. Schnell wird klar, dass die Ringe mehr sind als nur der Schlüssel zur spirituellen Erlösung, für die sie die Alien-Allianz hält, sondern eine uralte Waffe, die das Potenzial hat, die gesamte Menschheit zu vernichten.
Vor allem die ersten Teile der Halo-Reihe waren bei ihrem Erscheinen als Xbox-Launchtitel stilprägend für das moderne Shooter-Genre. Knackiges Gunplay, eingängige Steuerung und spannende Geschichte boten ein Gesamtpaket, das es in dieser Form noch nie zuvor gegeben hatte. Bei späteren Teilen kam dann noch die Forge hinzu, mit der man eigene Multiplayer-Levels erstellen konnte.
Aus heutiger Sicht wirkt das häufige Backtracking in einigen Kampagne-Levels zwar veraltet, die Story ist allerdings nichtsdestotrotz immer noch episch und zieht mich und einige Studienfreunde (Grüße gehen raus an die Jungs aus Trier) jedes Jahr zuverlässig zurück in die Teile 1 bis 4 plus Reach. Was Microsoft mittlerweile mit der Reihe angestellt hat, werde ich dem Publisher nie verzeihen können.
Dishonored: Die Maske des Zorns
9:48
Dishonored: Die Maske des Zorns - Test-Video zum Action-Spiel
Entwickler: Arcane | Genre: Action-Adventure | Release: Oktober 2012 | Umfang: ca. 12 Stunden
David Hörath: Ach ja, Weihnachten … Jedes Jahr freue ich mich auf den Urlaub zu den Feiertagen und zwar nicht nur wegen des guten Essens und den Geschenken, sondern weil ich in der Zeit Dishonored wieder durchspielen kann. Der erste Teil der Reihe wird einfach für immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben.
Das liegt vor allem an dem hervorragenden Gameplay. Das Spiel wirft mich in eine coole Steampunk-Welt voller Atmosphäre, gibt mir krasse magische Fähigkeiten und sagt: Mach dein Ding! Ob ich mich als kleine Ratte an den Wachen vorbei wusel oder als todbringender Racheengel durch die Straßen fege, liegt komplett bei mir, mit allen Konsequenzen, die meine Taten nach sich ziehen.
Die Geschichte ist ehrlich gesagt nicht die große Stärke des Spiels, für mich bietet die Rache-Story aber ausreichend Motivation, um mich auf die Welt einzulassen. Besonders der mysteriöse Outsider mit seinen Schreinen und den okkulten Runen und Artefakten hat es mir angetan und ich verliere mich regelmäßig in Lore-Videos zu dem Thema.
Was ich aber besonders an dem Spiel liebe, ist, dass ich selbst bei meinem zehnten Durchlauf noch neue Sachen entdecke, hier ein lustiges Easteregg oder da ein versteckter Weg zu meinem Ziel. Und obwohl ich auch die anderen beiden Teile sehr gerne und immer wieder spiele, kommt für mich einfach nichts an den ersten Teil ran.
Cyberpunk 2077
Entwickler: CD Projekt Red | Genre: Action-Rollenspiel | Release: Dezember 2020 | Umfang: 25 Stunden (nur Hauptstory); 100 Stunden (vollständig)
Franziska Hammerschmidt: Meine persönliche Liebesgeschichte mit Cyberpunk 2077 begann ziemlich holprig: Wir schreiben das Jahr 2021, es ist Weihnachten. Endlich halte ich das Spiel in meinen Händen und kann es kaum erwarten, mit meiner Playstation 4 loszulegen. Der erste Dämpfer: Die Installation dauert die ganze Nacht. Der zweite Dämpfer: Es stürzt ständig ab und ich habe Angst, dass ich gerade meine einzige Spielkonsole in den Himmel befördere.
Etwa zwei Jahre und eine Playstation 5 später, kann ich Cyberpunk 2077 endlich spielen - und ich liebe alles daran! Als Street Kid beginne ich meine erste Reise mit V durch Night City. Die trostlose aber gleichzeitig auch bunte Welt zieht mich sofort in ihren Bann. Die Charaktere sind so gut gestaltet, dass ich auch bei meinem zweiten Durchlauf als Nomade immer noch von ihren Schicksalen berührt werde.
Wenn ich nicht gerade der Hauptstory folge, macht es auch einfach Spaß, ein bisschen die Stadt zu erkunden und Fotos zu machen. Denn coole Kulissen bietet Cyberpunk allemal! Oder ich wühle mich durch den riesigen Skill-Baum, der so viel zu bieten hat, dass mir manchmal schon der Kopf schwirrt.
Derzeit denke ich tatsächlich darüber nach, mein drittes Abenteuer als V zu beginnen - diesmal aber mit dem Phantom-Liberty-DLC. Und das obwohl noch 2738472 andere Spiele auf meinem Pile of Shame auf mich warten. Aber ich vermisse die Spielmechanik, die schnellen Autos und die Figuren. Dieses Gefühl habe ich selten.
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