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Warum und wie The Elder Scrolls Online auch als Solo-Rollenspiel Spaß macht

Elder Scrolls 6 ist noch in weiter Ferne, aber ihr braucht genau jetzt ein umfangreiches Fantasy-Singleplayer-RPG? Wir testen, ob ESO ein adäquater Ersatz ist.

von Sascha Penzhorn,
25.03.2020 14:52 Uhr

  • In unserem Guide für Solo-Spieler erklärt unser Autor, wie ihr die Abenteuer von ESO auch im Alleingang bestehen könnt.
  • Was ist für Einzelspieler in ESO anders - und was verpasst man, wenn man ohne Gruppe spielt?
  • Wie sehr nerven andere Spieler und gibt es ein Endgame für Solisten?

Ich bin großer Skyrim-Fan, darum wohnt mein Charakter in Rifton. Ich bin großer Skyrim-Fan, darum wohnt mein Charakter in Rifton.

Schreibt mich die Redaktion an. »Sag mal, du spielst doch The Elder Scrolls Online, obwohl du keine Freunde hast, richtig?«
»Ja«, schreibe ich zurück. »Das spiele ich tatsächlich ab und zu und … EY!«

Ja, ich spiele ein MMO tatsächlich überwiegend alleine. Warum? Weil Skyrim sich mittlerweile unaufhaltsam seinem neunten Jahrestag nähert und The Elder Scrolls 6 weiterhin nur ein lahmer Teaser-Trailer ist. Weil ich Bock auf mehr Tamriel habe. Und weil ich Mitmenschen spätestens seit dem Zeitpunkt für überbewertet halte, an dem es in meinem ganzen verdammten Kaff nirgends mehr Schachtpappe zu kaufen gab. Danke, liebe Mitmenschen!

Ein Test-Artikel ohne Wertung?
Dieser Test ist ein Experiment. Insbesondere Online-Spiele werden immer komplexer und der Spaß mit ihnen kann durchaus davon abhängen, WIE man sie spielt. Und wenn unser langjähriger GameStar-Autor Sascha sagt, dass The Elder Scrolls Online für ihn aktuell das mit Abstand beste MMORPG für Singleplayer-Rollenspieler und ein würdiges Elder Scrolls ist, dann halten wir das für eine durchaus spannende und relevante Kaufberatung, die wir gern mit euch teilen wollen. An unserem ursprünglichen Test von The Elder Scrolls Online als MMO samt Wertung ändert das natürlich nichts, aber es ist eine hoffentlich hilfreiche und unterhaltsame zusätzliche Perspektive. Theoretisch wäre so sogar möglich, eine eigene Wertung für Singleplayer-Fans an diesen Test anzuhängen (und nur hier), allerdings befürchten wir, dass es für Verwirrung sorgen könnte. Deshalb interessiert uns eure Meinung:

Wie spannend sind für euch Tests aus einer bestimmten Spielerperspektive?

Wäre eine separate Wertung für euch eher hilfreich oder eher verwirrend?

Schreibt es uns in die Kommentare, wir sind gespannt!

Aber mal ganz im Ernst - The Elder Scrolls spricht seit vielen Jahren unzählige Rollenspiel-Fans an, von denen aber nicht jeder auch zwangsläufig auf Gruppenzwang und riesige Online-Communities steht. Während diese Spieler seit 2011 keinen neuen Offline-Titel mehr für die Reihe bekommen haben, ist es darum auch völlig legitim, ESO in Erwägung zu ziehen, auch wenn man vielleicht nicht zur unmittelbaren Zielgruppe gehört.

Schließlich handelt es sich hier um ein hervorragendes Rollenspiel, auch wenn es in Reviews gerne für seine vergleichsweise schwachen Multiplayer-Aspekte kritisiert wird. Aber hier geht es ja ums genaue Gegenteil: die Singleplayer-Stärken von Elder Scrolls Online, das man dank seiner Besonderheiten durchaus ohne Mitspieler genießen kann.

Im Artikel widmen wir uns folgenden Fragen:
Was hat ESO, das andere MMOs nicht haben?
Wie sehr nerven die anderen Spieler?
Wie ausgefeilt sind Quests und Fraktionen?
Welche Addons brauche ich?
Gibt es ein Endgame für Solisten?
Was verpasse ich als Einzelspieler?
Lohnen sich alternative Charaktere?

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Wer nach diesem Artikel Lust bekommen hat, Elder Scrolls Online im Singleplayer auszuprobieren, findet hier entsprechende Tipps von Sascha für einen guten Solo-Start:

Der Autor
The Elder Scrolls spielt Sascha Penzhorn seit dem Erscheinen von Daggerfall und braucht in Tamriel eigentlich gar keine Mitspieler. Während Genreliebhaber zu Recht Freude an fordernden Inhalten haben, für die man große Spielergruppen koordinieren muss, hat er keinen Spaß daran, ständig auf andere Spieler angewiesen zu sein und alleine vergleichsweise wenig erreichen zu können. Klar, das liegt in der Natur der Sache, darum spielt Sascha normalerweise auch keine MMOs. Doch trotzdem und gerade deswegen ist Elder Scrolls Online für ihn das beste Spiel seiner Art. Hier fühlt er sich nicht wie ein Spieler zweiter Klasse, der ab Maximalstufe nur zwei Optionen hat: Gruppen bilden oder Aufhören.

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Was hat ESO, das andere MMOs nicht haben?

  • Sehr freie Charaktergestaltung: Zwar müsst ihr euch in ESO für eine von vier Charakterklassen (sechs mit den Erweiterungen) entscheiden, doch wie ihr diese spielt, bleibt euch überlassen. Ob Zweihänder, Zauberstäbe oder Fernkampf, leichte, mittlere oder schwere Rüstung - ihr könnt unabhängig von eurer Klasse sämtliche Ausrüstung im Spiel nach Lust und Laune verwenden und meistern. Ihr seid auch niemals auf eine Spielweise festgelegt. Keine Lust mehr, mit Schwert und Schild und in schwerer Platte zu arbeiten? Dann steigt doch auf zwei Einhandwaffen und Lederrüstung um!
  • Gilden wie in Elder Scrolls: Tretet der Diebesgilde bei und raubt und plündert nach Herzenslust. Schließt euch der Dunklen Bruderschaft an und lernt, euch ungesehen an Feinde (und hilflose NPCs) anzuschleichen und diese mit einem schnellen Dolchstoß abzumurksen. Jagt Daedra mit der Kriegergilde und schlagt euch im Namen der Magiergilde mit Sheogorath höchstselbst herum. All diese Inhalte sind aufs Solospiel ausgelegt. Welchen und wie vielen dieser Gilden ihr beitretet, ist allein euch überlassen und nicht an eure Charakterklasse gebunden.

Auch in Elder Scrolls Online gibt’s inzwischen Drachen. Zumindest dann, wenn ihr euch den Zugang nach Elsweyr erkauft. Auch in Elder Scrolls Online gibt’s inzwischen Drachen. Zumindest dann, wenn ihr euch den Zugang nach Elsweyr erkauft.

  • Legendär als Selbstversorger: Als Einzelspieler tretet ihr mit euren Charakterfortschritten niemals auf der Stelle. Keine Lust, euch mächtige Items in Gruppeninhalten zu erarbeiten? Dann schmiedet sie über das Handwerkssystem doch einfach selbst! Gelernte Crafter werten bestehende Ausrüstung mit den richtigen Rohstoffen selbst auf oder stellen komplette Ausrüstungs-Sets mit mächtigen Boni selbst her.
  • Tamriel Unlimited: Es gibt keine Level-Barrieren. Ihr wollt eine bestimmte Provinz Tamriels erforschen, vielleicht doch mal mit einem Freund ins Abenteuer ziehen oder einfach nur blind drauflos laufen und euch von der Spielwelt überraschen lassen? In ESO geht das, unabhängig vom Charakterlevel, über eine Level-Scaling-Mechanik. Außerhalb bestimmter Dungeons und Veteraneninhalte werdet ihr niemals von Inhalten ausgeschlossen, weil eure Erfahrungsstufe noch nicht hoch genug ist.

Bei Weltbossen und –Events mischen oft andere Spieler mit. Eine Gruppe muss dafür nicht extra gebildet werden. Bei Weltbossen und –Events mischen oft andere Spieler mit. Eine Gruppe muss dafür nicht extra gebildet werden.

  • Macht doch, was ihr wollt: Egal, ob ihr letztendlich am liebsten Monster verkloppt, eine Zone nach der anderen erforscht, der Hauptstory folgt, die Dungeons und Schlachtfelder unsicher macht oder alles auf einmal - alles bringt Erfahrungspunkte, steigert euer Charakterlevel und gewährt ab Maximalstufe sogenannte Champion Points. Die investiert ihr in mächtige Passivboni. Das Tolle daran: Die Punkte sind accountweit und stärken alle von euch gespielten Helden unabhängig von deren Charakterstufe! Ihr spielt genauso wie ihr wollt und werdet niemals in eine bestimmte Spielweise oder eine Sorte Inhalt gedrängt.
  • Richtiges Rollenspiel: Die freie Charaktergestaltung endet nicht bei der Wahl eurer Ausrüstung und Gilden. Ihr schaltet beim Spielen Farben und Kostüme frei, mit denen ihr euren Look individuell gestaltet. Über das sehr detaillierte Emote-System spielt ihr Instrumente, jongliert mit Feuerbällen und schluckt Schwerter. Zur weiteren Charakteranpassung gibt es die sogenannten Persönlichkeiten, die euch völlig neue Animationen verleihen. So wird euer Held beispielsweise zum torkelnden Trunkenbold, zum finsteren Assassinen, der immer an einem Dolch herumfingert, zum Archivar, der ständig alles um sich herum aufzeichnet und vieles mehr.

Wie sehr nerven die anderen Spieler?

Falls auch ihr bevorzugt alleine spielt und ESO mal einen Besuch abstatten möchtet, müsst ihr ein paar Dinge in Kauf nehmen. Auch wenn es unwahrscheinlich viele Inhalte für Solospieler gibt, ist und bleibt das Spiel natürlich ein MMO, mit allen Vorzügen und Schwächen des Genres.

Das bedeutet im Extremfall schon mal, dass ihr eine uralte Ruine erforscht und dort auf Geister trefft, die euch als den ersten lebendigen Abenteurer seit Tausenden von Jahren ansprechen, während im Hintergrund ein Dutzend weitere Onlinetouristen marodierend durch die Korridore rennen. Einer davon ist ein Ork im rosa Brautkleid, der sämtliche Hebel und Schalter mit seinem Gesicht aktiviert.

Manche Spieler legen es darauf an, um jeden Preis aufzufallen. Willkommen im Internet. Manche Spieler legen es darauf an, um jeden Preis aufzufallen. Willkommen im Internet.

Das ist selbstverständlich ein Extremfall, aber wo Skyrim und seine Vorgänger ein sicherer Hort ohne jeden menschlichen Kontakt waren, gibt's hier ganz einfach andere Spieler. Und das ist okay, die sind nicht schlimm, die tun euch nix, viele sind sogar sehr hilfsbereit und freundlich. Für den Rest gibt's ein paar Optionen, die euch helfen, die Existenz anderer Spieler besser zu ignorieren.

So könnt ihr beispielsweise die Namensanzeige eurer Mitspieler in den Anzeigeeinstellungen deaktivieren. Dank hervorragender Animationen im Spiel schaden Mitspieler wie Wurstbaron69 und Nuck Chorris nun nicht länger der Atmosphäre, sondern tragen zu deren Verbesserung bei.

Über Mods lässt sich die Benutzeroberfläche recht frei euren Bedürfnissen anpassen. Über Mods lässt sich die Benutzeroberfläche recht frei euren Bedürfnissen anpassen.

Ohne Namensschilder wirken die Kollegen wie ganz normale Stadtbewohner, die Einkäufe tätigen, Handel treiben, einfach nur ihrem virtuellen Alltag nachgehen. Ihr seht andere Abenteurer, die in ihren Truhen und Rucksäcken kramen, Instrumente spielen, jonglieren und die Spielwelt mit Leben füllen. Wer keine Lust hat, nebenher den Brachla… pardon, Zonen-Chat zu verfolgen, kann ihn auch ganz einfach ausblenden.

Jetzt kann es natürlich immer noch passieren, dass ein Mitspieler vorbeikommt und unaufgefordert auf einen Weltboss draufhaut, gegen den ihr gerade kämpft, aber erstens hilft er euch damit ja und zweitens legt ihr so einen extrasaftigen Obermotz sowieso erst mal nicht im Alleingang um.

Saschas Starttipp: Morrowind

Grundsätzlich könnt ihr unabhängig von eurer gewählten Rasse und Fraktion nach und nach alle Provinzen des Basisspiels bereisen. Ihr müsst also nicht unbedingt Rasse X oder Bündnis Y wählen, nur um ein ganz bestimmtes Gebiet oder eine ganz bestimmte Story zu erleben. Doch falls ihr euch zu den Elder-Scrolls-Veteranen zählt, die gerne mal in Nostalgie schwelgen, könnte sich ein Trip nach Vvardenfell lohnen.

Morrowind sieht in ESO nicht nur klasse aus und führt euch an viele bekannte Orte von Seyda Neen über Balmora bis Vivec City, sondern ist auch prall gefüllt mit Abenteuern, einer eigenen Story und Spielerbehausungen.Die Sache hat allerdings einen Haken - wenn ihr Morrowind erforschen oder dort einziehen wollt, benötigt ihr mehr als nur das Basisspiel. Hier müsst ihr in die aktuellste Erweiterung (gegenwärtig die Greymoor-Vorbestellung) investieren und erhaltet dann sofortigen Zugang zu Morrowind, sowie allen anderen Gebieten bisheriger Erweiterungen - Elsweyr, Summerset und, ab 18. Mai, Greymoor.

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