Epic vs. Apple: Google grenzt eigenen Fortnite-Rechtsstreit ab

Für Google muss der eigene Konflikt mit Epic in einem anderem Licht betrachtet werden als der zwischen dem Fortnite-Entwickler und Apple.

von Mathias Dietrich,
08.09.2020 08:37 Uhr

Google stellt klar: Der eigene Konflikt mit Epic sei ein ganz anderer als der von Apple. Google stellt klar: Der eigene Konflikt mit Epic sei ein ganz anderer als der von Apple.

Während Epic Games und Apple sich in einem Rechtsstreit um Fortnite befinden, gerät fast in Vergessenheit, dass auch Google teil der Auseinandersetzung ist.

Jetzt erklärt die Firma jedoch offiziell, dass der eigene Fall nicht in Zusammenhang mit den Streitigkeiten des Fortnite-Entwicklers und Apple stehe und es wichtige Unterschiede gebe (via Gamasutra).

Android ist weniger restriktiv

Als Grund geben sie an, dass der eigene Google Play Store sowie der AppStore von Apple anders funktionieren, auch wenn man im Kampf um App-Entwickler und Endnutzer in direkter Konkurrenz zueinander stehe.

Android erlaubt andere Stores: Einer der Hauptunterschiede sei Google zufolge, dass Apps für iOS ausschließlich über den AppStore bezogen werden können, wohingegen es auf Android möglich sei, auch Stores abseits des Google Play Stores zu installieren. Ebenso erwähnt man die Möglichkeit, Apps via Sideloading - also komplett unabhängig von einem Store - zu installieren.

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Epics Argumentation

Es gab bereits in der Vergangenheit Streitigkeiten zwischen Epic und Google. So kritisierte Epic, dass Apps, die nicht über den PlayStore installiert werden, einem Nachteil unterliegen.

Fortnite als Malware? Google warne stets davor, diese zu installieren und behandle sie »wie Malware«. Deswegen sah man sich dazu gezwungen, Fortnite im PlayStore anzubieten.

Doch bereits zuvor gerieten beide Firmen aneinander, als Google öffentlich auf eine Sicherheitslücke in der Fortnite-App aufmerksam machte, die es Hackern erlaubte, kompletten Zugriff auf die Smartphones der Nutzer zu erlangen.

Es geht ums Geld

Die Probleme begannen, als Epic eine neue Bezahlmethode in Fortnite einführte, die es erlaubt, den AppStore und die damit verbundenen Abgaben an Apple zu umgehen. Apple reagierte darauf und sperrte das Spiel deswegen im eigenen Shop.

Epic selbst versuchte daraufhin, seine Nutzer mit einem Werbespot zu mobilisieren, der an den Trailer zur Filmumsetzung des dystopischen Werkes 1984 von George Orwell angelehnt ist. Diese Parodie kritisierte gar dessen ursprünglicher Regisseur Ridley Scott.

Keine neuen Fortnite-Versionen für iOS: Das Anfang September erschienene neue Update für Fortnite erschien deswegen nicht mehr für iOS-Geräte. Epic verzeichnete deswegen einen Verlust von Nutzern und versucht erneut, Apple gerichtlich zur Freigabe von Fortnite im AppStore zu zwingen.

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