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Weil er so realistisch ist: Die Wissenschaft hat den Euro Truck Simulator 2 für sich entdeckt

Wer übermüdet ist, nickt gerne mal kurz ein. Was auf der Couch kein Problem ist, wird hinter dem Lenkrad mitunter lebensgefährlich. Ein Videospiel soll Wissenschaftlern helfen, etwas gegen die Gefahr des Sekundenschlafs zu entwickeln.

Der Euro Truck Simulator 2 findet Anwendung in der Wissenschaft und könnte sogar helfen, Leben zu retten. Der Euro Truck Simulator 2 findet Anwendung in der Wissenschaft und könnte sogar helfen, Leben zu retten.

Im Euro Truck Simulator 2 dürfen Hobby- und natürlich auch Profi-Trucker sich hinter das Steuer eines 40 Tonners klemmen und bekommen ein realistisches Fahrerlebnis. Das ist offenbar so nah an der Wirklichkeit, dass der Simulator von Wissenschaftlern für Experimente benutzt wird.

Ein Forscher aus Tschechien entwickelt nun mithilfe des Videospiels ein smartes T-Shirt, das gefährliche Unfälle im Straßenverkehr vermindern könnte.

Stoff, der wirklich wach macht

Im Blog von SCS Software teilt das Studio eine spannende Geschichte aus der Community des Euro Truck Simulator (kurz ETS). Ein Wissenschaftler, im Beitrag Mr. Martinka, von der Technischen Universität Liberec nutzt das Spiel für ein Experiment.

Martinka aus dem Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik versucht ein smartes T-Shirt zu entwickeln, das erkennen soll, wenn ein Fahrer in den Sekundenschlaf zu fallen droht. Das Textil soll diese gefährliche Situation verhindern.

Video starten 11:43 Auch nach 14 Jahren immer noch ungeschlagen - Euro Truck Simulator 2

Wo kommt der Simulator zum Einsatz? Mit dem ETS werden lange LKW-Fahrten simuliert und somit auch die dadurch aufkommende Müdigkeit der Probanden. Martinka erklärt: 

ETS war die einfachste und praktischste Lösung, weil es reale Fahrbedingungen widerspiegelt. Das Spiel ermöglichte es uns, Müdigkeit sicher zu simulieren. Wir brauchten eine zuverlässige Plattform, um lange Fahrstunden zu simulieren, und das Spiel bot genau das.

Die Probanden müssen bis zu sieben Stunden am Stück in einem Versuchsaufbau aus Autositz, Lenkrad, Pedalen und natürlich einem Monitor mit dem Spiel fahren. Dabei wird ihre Atmung gemessen.

Das Team um Martinka ermittelte über die Überwachung der Atem-Muster den Punkt, bevor ein Fahrer in den Sekundenschlaf fällt. Mit diesen Daten wurde dann ein smartes T-Shirt entwickelt, das den Fahrer warnen kann.

Gibt es solche Sensoren nicht bereits in Fahrzeugen?

Korrekt, moderne Fahrzeuge besitzen Technik, die ebenfalls dafür ausgelegt ist, den Fahrer zu überwachen. Martinka sagt dazu allerdings:

Moderne Autos sind zwar oft mit Müdigkeitssensoren ausgestattet, aber die sind nicht immer genau. Unser intelligentes T-Shirt hingegen bietet eine zuverlässigere Lösung. Die Sensoren im T-Shirt sind nahezu unsichtbar, waschbar und sehr viel präziser bei der Erkennung von Müdigkeit als herkömmliche Systeme im Auto.

Die Forscher sind mit ihrer Arbeit noch nicht fertig und optimieren die Sensoren mit weiteren Tests. Das Vorhaben hat bereits internationale Aufmerksamkeit erlangt – auch von wissenschaftlicher Seite. Martinka und sein Team werden dieses Jahr mit einer japanischen Universität weitere Experimente durchführen. Mit dabei ist auch wieder der Euro Truck Simulator 2.

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