Fallout 76 - Bethesda verlangt angeblich von gebannten Spielern ein Essay zum Thema »Warum Cheaten böse ist«

Wer in Fallout 76 wegen Cheaten gebannt wird, hat wohl eine Chance Bethesda von seiner Unschuld zu überzeugen und seinen gesperrten Account zurückzubekommen. Allerdings muss man dafür ein wenig kreativ werden.

von Michael Herold,
27.12.2018 14:55 Uhr

Was an Cheaten schlecht sein soll? Das möchte Bethesda offenbar von Cheatern selbst wissen.Was an Cheaten schlecht sein soll? Das möchte Bethesda offenbar von Cheatern selbst wissen.

Bethesda hat kürzlich mal wieder einige Spieler aus Fallout 76 gebannt, weil diese Third-Party-Programme nutzten und damit angeblich Cheaten würden. Einige von den Beschuldigten behaupten aber, nichts verbrochen zu haben und wollen ihre Accounts zurück. Theoretisch kann Bethesda die Bans auch wieder rückgängig machen, allerdings stellen die Spielentwickler dafür eine äußerst ungewöhliche Bedingung.

Wer unschuldig ist, soll Bethesda nämlich ein Essay schreiben, in dem er erklärt warum Cheaten böse ist. Wie der Youtuber JuiceHead in einem seiner Videos erklärt, haben viele der vor Kurzem gebannten Spieler offenbar eine Mail von den Spielentwicklern erhalten, die ihnen nicht nur erklärt, warum sie gesperrt wurden, sondern auch was sie zur Widergutmachung tun können. In den Mails heißt es laut JuiceHead:

"Dieser Account hat durch Cheaten gegen die Verhaltensregeln und die Nutzungsbedingungen verstoßen. Der Account wurde dabei entdeckt, wie er in Fallout 76 eine Anwendung von einem Drittanbeiter nutzte, um im Spiel unfaire Vorteile zu erhalten. Die Verwendung solcher Anwendungen ist unter keinen Umständen gestattet. Deshalb bedauern wir sehr, Ihnen mitteilen zu müssen, dass dieser Account dauerhaft deaktiviert wurde und nicht mehr berechtigt ist, an irgendeinem Online-Service von ZeniMax teilzunehmen.

Wenn Sie gegen die Schließung dieses Accounts Widerspruch einlegen wollen, akzeptieren wir gerne ein Essay von Ihnen zum Thema 'Warum die Nutzung von Cheat-Software von Drittanbietern schädlich für die Community eines Online-Videospiels ist', das unser Management-Team dann überprüfen wird."

Hier könnt ihr euch das komplette Video von JuiceHead anschauen:

Offiziell bestätigt sind die Infos von JuiceHead zwar nicht, aber da er im Video von mehreren Beispielen spricht und wir auch auf Reddit entsprechende Threads im Fallout-Subbreddit entdeckt haben, scheinen die E-Mails echt zu sein.

Witzig und korrekt, aber es trifft auch Unschuldige

Während manche Fallout-Spieler Bethesdas Essay-Anfrage witzig und korrekt finden, beschweren sich gerade Betroffene über die strikte Ban-Politik. Einige gebannte Spieler behaupten nämlich, dass sie die Third-Party-Anwendungen nicht für unfaires Cheaten benutzten, sondern nur zum Aufbessern von Grafikfehlern im Spiel verwendet hätten und entsprechend zu unrecht gebannt wurden.

Außerdem wurden Fallout-Accounts auch dann gesperrt, wenn fremde Software nur auf dem PC offen war, auch wenn sie überhaupt nicht im Spiel verwendet wurde. Ganz ähnliche Probleme gab es bereits bei Destiny 2, wo Spieler allein wegen der Nutzung von Discord gebannt wurden.

Quelle: Dualshockers

Das Essay von GameStar-Plus: Fallout hätte gut sein können, wenn es mehr RPG wäre

Fallout 76 - Testvideo: Bethesdas ambitionierter Fehlschlag 14:22 Fallout 76 - Testvideo: Bethesdas ambitionierter Fehlschlag


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