Wenn Istvan Pely über das Ödland spricht, dann dreht sich das Gespräch nicht um verbrannte Erde, RAD-Skorpione oder mutierte Kakerlaken. Das Herz des Entwicklers schlägt stattdessen für Vault-Türen, Roboter und andere Maschinen. Pely ist ein selbsternannter Technik-Freak, ein »Gearhead«, wie man in seiner amerikanischen Heimat sagt. Und vielleicht ist er genau deshalb der richtige Mann, um das visuelle Gewissen einer der wichtigsten Rollenspiel-Marken der Welt zu sein.
Seit Bethesda während der 2000er die Rechte an der Fallout-Marke übernahm, prägt Pely den Look der Apokalypse – zuerst als Lead Artist bei Fallout 3 und 4, dann als Art Director bei Fallout 76 und Shelter sowie zuletzt Co-Produzent der Amazon-Serie.
Fragt man ihn, welcher Fraktion er sich im Ernstfall anschließen würde, zögert er keine Sekunde: der Stählernen Bruderschaft. Nicht nur, weil die Gruppe sich dem Sammeln alter Vorkriegstechnik verschrieben hat, sondern auch aus ästhetischen Gründen. »Für mich geht nichts über die Powerrüstung«, gesteht Pely im Gespräch. Die Vorstellung, in einem »laufenden Panzer« durch das Ödland zu stampfen, ist für ihn der Inbegriff von Sicherheit und Selbstbewusstsein.
Anlässlich des Releases von Staffel 2 der Amazon-Serie veranstalten wir auf GameStar.de große Themenwochen zu Fallout. Euch erwarten viele spannende News, Kolumnen und Specials zur Serie und den Videospielen.
Das Herzstück unserer Themenwochen bildet eine große, mehrteilige Plus-Titelstory, für die wir exklusiv mit führenden Köpfen von Bethesda und Obsidian über die Fallout-Reihe sprechen konnten. Freut euch auf eine nostalgische Reise in die Vergangenheit und zumindest einen kleinen Blick in die Zukunft!
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- 11. Januar 2026: Die geheime Fallout-Formel: Bethesda dominiert seit 15 Jahren Open Worlds, weil »jeder an allem arbeitet«
Diese Faszination für das Mechanische war es auch, die den Grundstein für das moderne Aussehen der Fallout-Reihe legte. Als Bethesda 2004 mit den Arbeiten für Fallout 3 begann, war das allererste Konzept, das Pely entwarf, nicht etwa eine Landschaft oder ein Monster, sondern die T-45 Powerrüstung. Sie wurde zum Gesicht der Neuausrichtung von Fallout unter Bethesda.
Doch wie verwandelt man ein Universum, das zuvor nur aus 2D-Sprites bestand, in eine glaubwürdige 3D-Welt? Und warum sieht eigentlich jedes Fallout-Spiel ein bisschen anders aus? All das hat uns Istvan Pely im Interview verraten.
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»Nicht die klassische Mad Max Apokalypse«
Ein postapokalyptisches Setting bedeutet in vielen Filmen und Videospielen häufig Rost, Wüste und zusammengeklöppelte Autos und Waffen im Stil von Mad Max. Genau das sollte Fallout allerdings nie sein, erklärt Pely. Der Schlüssel zu gutem Fallout-Design verbirgt sich hinter dem Schlagwort »Retrofuturismus«.
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