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Seite 2: Far Cry Primal - Viel Far Cry, etwas Pokémon

Der erste Pfadfinder

In der offenen Spielwelt erfüllen wir zahlreiche Haupt- und Nebenmissionen. Unvermeidlich für ein Far Cry gehört das Erobern von feindlichen Außenposten zu unseren Aufgaben, das tatsächlich genau so funktioniert wie in den Vorgängern: Wir töten alle Feinde in der Umgebung, möglichst ohne Alarm auszulösen, weil sonst Verstärkung anrückt. Die Alarmanlagen sind diesmal allerdings Signalhörner. Ebenfalls mit von der Partie: das Steinzeitäquivalent von Funktürmen, nämlich Signalfeuer. Wir sparen uns also die Kletterei, müssen aber die feindlichen Wachposten ausschalten, bevor wir das Feuer entzünden. Laut der Entwickler dienen die Feuer aber nicht dazu, die Karte aufzudecken, sondern sind hauptsächlich Schnellreisepunkte.

Die brutalen Udam terrorisieren das Oros-Tal. Ihre Häuptlinge erkennen wir an den stabilen Knochenrüstungen. Die brutalen Udam terrorisieren das Oros-Tal. Ihre Häuptlinge erkennen wir an den stabilen Knochenrüstungen.

Auf einem unserer Streifzüge entdecken wir einen Krieger vom Stamm der Wenjas, der unsere Hilfe braucht. Die Udam überfallen seine Heimat, erzählt er und bittet uns, ihm zu helfen. Wir sollen losziehen, ihren Anführer in einer nahegelegenen Höhle finden und ihn töten. Als Belohnung winken Rohstoffe (dazu später mehr) und ein Skillpunkt, den wir in einen von sage und schreibe acht Fähigkeitenbäumen (inklusive der erwähnten figurengebundenen Skilltrees) investieren. Zur Erinnerung: Far Cry 4 hatte lediglich zwei.

Als tapferer Urzeitheld zögern wir keine Sekunde, schultern die Keule und stapfen los. Den Weg zum Ziel zu finden, ist ohne GPS und feste Straßen allerdings nicht so einfach. Zwar können wir wie in den vorherigen Far-Cry-Spielen einen Wegpunkt auf der Karte setzen, eine Anzeige für die beste Route fehlt aber. Weil es nur wenige ausgetretene Pfade in der Spielwelt gibt, sind wir gezwungen, auch mal querfeldein durch das unwegsame bewaldete Gelände zu laufen. Steile Felsvorsprünge erklimmen wir mit einem primitiven Wurfhaken, den wir allerdings genau wie in Far Cry 4 nur an vorgegebenen Stellen festmachen dürfen.

Fly like an Uhu

Schließlich stehen wir aber an einem Abhang über der Höhle. Zeit, die Lage auszukundschaften. Und dafür brauchen wir unseren ersten tierischen Begleiter. Auf Knopfdrück legt Takkar die Hände an den Mund und imitiert den Schrei einer Eule. Schwupps, die Kamera schießt in die Höhe und plötzlich steuern wir tatsächlich eine Eule. Der Raubvogel begleitet uns ständig und kann jederzeit eingesetzt werden. Buchstäblich aus der Vogelperspektive sehen wir die Positionen unserer Feinde. Wenn wir zusätzlich die Hunter Vision aktivieren, werden interaktive Gegenstände, etwa die aus den Vorgängern bekannten Tierkäfige, farblich hervorgehoben und Gegner markiert.

Der Säbelzahntiger – das Auto der Urzeit. Neben den Großkatzen satteln wir auch ein junges Mammut. Der Säbelzahntiger – das Auto der Urzeit. Neben den Großkatzen satteln wir auch ein junges Mammut.

Der gefiederte Begleiter kann aber noch mehr. Wenn wir die richtigen Fähigkeiten erlernen, schmeißen wir Krüge voller Bienen auf unsere Gegner oder Köder, die wilde Tiere anlocken. Wir wählen aber den direkten Weg. Im Sturzflug versenken wir unsere messerscharfen Krallen im Gesicht einer abseits stehenden Wache und töten sie lautlos. Anschließend braucht die Eule eine Erholungspause.

Beastmaster trifft Pokémon

Neben dem Raubvogel steht uns stets ein vierbeiniger Begleiter zur Seite. Das kann jedes Raubtier im Spiel sein, vom Wolf über Höhlenlöwe, Säbelzahntiger, Bär bis zum gefürchteten Honigdachs (kein Scherz!) - wir müssen es nur zähmen. Das geht allerdings schon fast zu leicht, sobald wir den entsprechenden Skill gelernt haben. Entdecken wir ein Tier, das in unserer Sammlung noch fehlt, schmeißen wir einen Köder, warten kurz, bis es glücklich das Fleisch mampft und nähern uns dann vorsichtig. Einen Knopfdruck später lässt sich selbst ein wilder Jaguar von uns den Bauch kraulen, wie ein kleines Kätzchen. Danach wechseln wir nach Belieben durch die Fleischfresser, die wir in unser Inventar gezähmt haben. Das fühlt sich ein bisschen an wie Pokémon.

Far Cry Primal - TGA-Trailer mit Begleittieren 1:58 Far Cry Primal - TGA-Trailer mit Begleittieren

Diese Spielmechanik kratzt deutlich an der Atmosphäre der Spielwelt und stört die Immersion. Wir hoffen, dass Ubisoft den Bruch zumindest mit der Story etwas abfangen kann. Zumindest spielerisch sind die vierbeinigen Kampfgefährten aber eine coole Bereicherung. Jeder von ihnen hat nämlich eigene Spezialfähigkeiten und unterstützt damit einen bestimmten Spielstil. Schleichen wir gerne, um keinen Alarm auszulösen, ist der Jaguar das Tier unserer Wahl. Er kann ahnungslose Feinde lautlos ausschalten. Der Wolf erhöht unsere Sichtweite und warnt mit einem Knurren vor nahen Gegnern. Und der Bär ist der dick gepanzerte Tank, den wir vorschicken, damit er die Attacken der Feinde auf sich zieht, während wir sie nacheinander erledigen. Um das Wohlergehen unseres pelzigen Partners müssen wir uns nur wenig Sorgen machen. Tote Tiere beleben wir mit ein paar Ressourcen jederzeit über das Menü wieder.

Pflanzenfresser sind weit weniger nützlich als ihre proteinliebenden Kollegen. Nur an kleine Mammuts können wir uns heranwagen und sie wie die Elefanten in Far Cry 4 reiten. Um die große, kräftige, verdammt tödliche Variante oder um Wollnashörner machen wir lieber einen weiten (!) Bogen.

Die Technik
Optisch konnte Far Cry Primal in der von uns gespielten PS4-Fassung erstaunlicherweise noch nicht vollends überzeugen. Die Landschaften sind hübsch anzuschauen und die Animationen sind sehr natürlich. Gerade die Tiere, die so eine wichtige Rolle spielen, wirken aus der Nähe allerdings recht grobkörnig. Besonders das Fell sieht sehr künstlich aus. Zudem liegt fast durchgängig ein leichter Nebelschleier in der Luft, als müsse man die Sichtweite künstlich begrenzen. Das verdirbt so manches schöne Panorama. Bis zum Release kann sich daran aber noch viel ändern.

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