FIFA-Profis müssen offizielles Turnier-Match mit Schere, Stein, Papier entscheiden

Beim FIFA 20 Champions Cup gibt es aktuell so große technische Probleme, dass viele Spieler ihre Gegner nicht finden können. Ein Match musste nun auf sehr moderne Weise aufgelöst werden.

von Michael Herold,
02.03.2020 10:31 Uhr

Auch Zlatan kann incht glauben, was zurzeit beim FIFA-E-Sport los ist. Auch Zlatan kann incht glauben, was zurzeit beim FIFA-E-Sport los ist.

Schnick, Schnack, Schnuck statt FIFA 20: Bei einem offiziellen Qualifikationsturnier für den FUT 20 Champions Cup, also die Weltmeisterschaft in FIFA 20 mussten zwei Kontrahenten nun ein Match mit Schere, Stein, Papier entscheiden, weil sie im Spiel einfach keine Verbindung miteinander aufnehmen konnten.

Offenbar kam es während der Qualifikationsphase des E-Sport-Turniers zu zahlreichen Verbindungsporblemen mit den EA Servern. Deshalb haben sich die beiden FIFA-Profis Shaun »Brandsha« Galea aus Malta und Hasan »Hasoo19« Eker aus Deutschland dazu entschieden, dass sie ihr Match nicht mit einer Partie FIFA, sondern auf ganz moderne Weise mit einer virtuellen Runde Schnick, Schnack, Schnuck beenden.

Nachdem Brandsha bei diesem alternativen Duell unterlag, äußerte er seine Wut via Twitter. Dabei beteuerte er, dass es ihm nicht darum geht, verloren zu haben. Aber es wäre »erbärmlich« in etwas anderem zu verlieren als in FIFA selbst.

EA bestätigt Schnick-Schnack-Schnuck-Entscheidung

Der offizielle Twitter-Kanal von EA Sports FIFA Competitive Gaming bestätigte bereits in einem offiziellen Statement, dass es tatsächlich zu dem Schere-Stein-Papier-Spiel kam.

Allerdings wäre dadurch keiner von beiden aus dem Wettbewerb ausgeschieden, denn sowohl Brandsha als auch Hasoo19 sind anschließend noch in weiteren Turnier-Matches angetreten. Letzten Endes sind aber doch beide aus dem Turnier ausgeschieden.

Laut den offiziellen Turnier-Regeln des FUT 20 Champions Cup müsste ein Doppel-Fehler beim Verbinden mit den Servern eigentlich zu einer Niederlage für beide Spieler führen. Das soll laut EA verhindern, dass Verbindungsprobleme ausgenutzt werden, um sich im Turnier Vorteile zu verschaffen, beispielsweise wenn zwei befreundete Spieler gegeneinander antreten und einer von beiden so absichtlich verliert.

Ein zweiter Fall in der vergangenen Qualifikations-Runde führte außerdem dazu, dass Levy Frederique aus Dänemark seine Partie gegen den britischen Profi Tassal Rushan aufgeben musste. Der Grund für diese Niederlage war, dass Frederique auch nach drei Stunden vergeblicher Mühe keine Verbindung zu den EA-Servern und zu seinem Gegner aufnehmen konnte.

Die E-Sport-Szene von FIFA 20 sorgte zudem erst vor Kurzem für Aufsehen, als EA Sports den FIFA-Profi und Streamer Kurt »Kurt0411« Fenech wegen toxischem Verhalten für sämtliche Spiele und Services von EA gesperrt hat.

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