Was geht im Kopf eines Menschen vor? Das Action-Adventure Figment liefert eine ungewöhnliche Antwort. Hier nehmen Gedanken, Erinnerungen, Gefühle und Ideen Form an. Und zwar die einer surrealen Welt voller Musik, bunter Farben und skurriler Figuren.
Die handgezeichneten Landschaften in Figment symbolisieren das menschlichen Gehirn und wirken, als stammten sie aus einem Bilderbuch. Aber die niedliche Optik täuscht. Denn die Spielwelt ist eine Metapher. Für einen kindlichen Verstand, der mit Trauma zu kämpfen hat.
Ein Gehirn in Gefahr
Figment beginnt mit einem Unglück, das wir nur höre, nicht sehen. Eine Unterhaltung, ein Knall, der Schrei eines Kindes. Die Geräusche eines Autounfalls. Und prompt landen wir bei Dusty. Der Mann mit Mäuseohren und Schwanz (oder nur einem ausgefallenen Kostüm) ist die Manifestation des Mutes und macht gerade ein Nickerchen, als der quirlige Vogel Piper vorbeischaut.
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Figment - Gameplay-Trailer zum musikalischen Action-Adventure
Der berichtet von einer schrecklichen Bedrohung. Der Verstand, in dem die beiden sich befinden, ist in Gefahr. Doch Dusty schert das wenig. Für ihn geht es nur um eines: Den Dieb seines Sammelalbums zu schnappen. Glücklicherweise hängt das eine mit dem anderen zusammen.
Zwei Seiten einer Medaille
Gemeinsam verfolgen die beiden den lilafarbenen Album-Dieb, den sie als Alptraum identifizieren. Wir steuern Dusty aus der isometrischen Ansicht durch die Hemisphären des Gehirns, Piper fliegt hinter uns her. Die linke Gehirnhälfte steht in Figment stark vereinfacht für kreatives, die rechte für logisches Denken.
Beide bestehen aus schwebenden Inseln, Level also. Mal sind die bunt und fröhlich, mal dunkel und erinnern an das Innere eines Uhrwerks. Mal fliegen wir mit einem knallroten Apfel-Ballon durch die Luft, ein anderes Mal verkörpern Dokumente und verschütteter Kaffee den Ernst des Lebens.
Kämpfen und knobeln
Wo sie auch hinkommen müssen Dusty und Piper Rätsel lösen, um voranzukommen und gelegentlich zum Holzschwert greifen, um den bösen Alpträumen den Garaus zumachen.
Das Kampfsystem ist simpel: Dusty kennt nur zwei Angriffe, eine Standard- und eine mächtigere Attacke. Das Gehirn belohnt uns nach jedem Kampf mit Endorphinen, mit denen wir unsere Gesundheits-Leiste ausbauen.
Musik - die Sprache der Seele
Auch die Umgebungs-Rätsel sind im Kern unkompliziert, dafür aber thematisch abwechslungsreich. Die singenden Endgegner besiegen wir mit einer Mischung aus Kampfkunst und Rätselfertigkeit.
Der Musik wird in Figment eine große Bedeutung beigemessen. Nicht nur unsere Gegner singen Lieder über existentielle Ängste, sondern die Landschaft selbst spielt Musik. Die Vegetation besteht aus Instrumenten, die bei Interaktion ihr Lied anstimmen.
Wann und Wofür?
Figment ist nach Chronology und Back to Bed das dritte Spiel des dänischen Entwicklers Bedtime Digital Games. Das Adventure ist bereits am 22. September auf Steam und GOG für den PC erschienen und kostet 20 Euro. Die Veröffentlichung für die Nintendo Switch, die Xbox One und die PS4 soll noch diesen Winter folgen. Die Spielzeit liegt zwischen rund fünf und sieben Stunden.
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