Horrorfilme sind fast so alt wie der Film selbst. Kein Wunder also, dass sich in all den Jahren unzählige Filmkiller angesammelt haben, die sich immer wieder neue und abstrusere Tötungsmethoden einfallen lassen.
Aber wer von ihnen hat eigentlich das meiste Blut an den Händen? Für dieses Power-Ranking schauen wir auf die nackten Zahlen.
Dafür haben wir einen Pool aus den ikonischsten Killern zusammengestellt und die Anzahl ihrer Kills nach folgendem Regelwerk miteinander verglichen:
- Das Hauptkriterium sind Onscreen-Kills. Bei Gleichstand zählt die Zahl der Offscreen-Kills.
- Zusammenschlüsse aus mehreren Killern, die unter dem gleichen Namen auftreten, werden zusammengezählt.
- Tiere werden nicht mitgezählt.
- Alle Timelines aus den Filmen werden zusammengezählt, Serien aber außen vor gelassen.
Wir sind außerdem bei allen von der höchstmöglichen Anzahl ausgegangen, da erstaunlich viele der Kills debattierbar sind. Die Zahlen könnten also von anderen Quellen abweichen. Aber jetzt genug gequatscht, los geht’s.
Achtung Spoiler: Um euch die Killer vorzustellen, nehmen wir teilweise wichtige Story-Aspekte vorweg. Wenn ihr davon nichts wissen wollt, lest nur die Fakten-Boxen.
Platz 5: Ghostface aus Scream
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Scream 6: Trailer zeigt den bisher gefährlichsten Ghostface
Filme: 6 (1996 - 2023) | Onscreen-Kills: 46 | Offscreen-Kills: 4 | Die meisten Kills in: Scream 4 (10)
Ghostface ist im Gegensatz zu vielen seiner Kollegen keine einzelne Person. In jedem der bisher sechs Filme steckt beziehungsweise stecken andere Gesichter hinter der Geister-Maske.
Den Auftakt machen Stu Macher (Matthew Lillard) und Billy Loomis (Skeet Ulrich) 1996 in Scream - Schrei! (Regie: Wes Craven). Die beiden Jugendlichen erschaffen die in schwarz gehüllte Figur zur Erfüllung ihrer Tötungsfantasien und um Billys Freundin Sidney (Neve Campbell) zu terrorisieren. Auch in den meisten nachfolgenden Filmen ist Sidney Dreh- und Angelpunkt der Motive aller Ghostface-Killer.
Das Besondere: Alle Individuen hinter Ghostface sind normale Menschen ohne überdurchschnittliche Stärke und durchaus verletzlich. In vielen Teilen werden sie sogar selbst umgebracht.
Platz 4: Leatherface aus Texas Chainsaw Massacre
Filme: 9 (1974 - 2022) | Onscreen-Kills: 65 | Offscreen-Kills: 5 | Die meisten Kills in: Texas Chainsaw Massacre 2022 (insgesamt 29)
Die bisher neun Filme erzählen in verschiedenen Timelines die Geschichten unterschiedlicher Leatherfaces. 1974 ging es aber in Texas Chainsaw Massacre (oder in Deutschland »Blutgericht in Texas«; Regie: Tobe Hooper) mit der wohl bekanntesten Version des Kannibalen mit der menschlichen Maske los.
Hier stranden fünf junge Erwachsene in der texanischen Pampa und suchen bei einem heruntergekommenen Haus nach Hilfe. Statt einer netten Familie finden sie allerdings einen Mann mit einer ledrigen Maske (Gunnar Hansen), der sie einem nach dem anderen totschlägt oder zersägt und in den Tiefkühler steckt. Seine Hinterwäldler-Familie verarbeitet nämlich traditionsgemäß Menschenfleisch zu ihrem berühmten Chili.
Das Besondere: Leatherface selbst ist in vielen Filmen gar nicht sooo böse. Vielmehr wurde er aufgrund seiner meist kindlichen Art von seiner Familie dazu konditioniert, unsägliche Taten zu vollbringen.
Platz 3: Jigsaw aus Saw
2:53
Ja, es kommt wirklich noch ein neuer Saw-Film: Saw X setzt im ersten Trailer die Folter fort
Filme: 9 von 10 (2004 - 2023) | Onscreen-Kills: 75 | Offscreen-Kills: 2 | Die meisten Kills in: Saw 7 (25)
Bei einem Kampf von Angesicht zu Angesicht müsste man wohl wenig Angst vor dem originalen Killer hinter Jigsaw haben. John Kramer (Tobin Bell) ist ein alter, krebskranker Mann, der vor allem durch seine ausgeklügelten Fallen glänzt.
Auch wenn er selbst fest davon überzeugt ist, niemanden selbst zu ermorden, hätte er vor Gericht ziemlich sicher Schwierigkeiten mit dieser Verteidigungslinie. Er und seine Lehrlinge entführen seit dem ersten Saw von 2004 (Regie: James Wan) reihenweise Menschen. Diese werden »Tests« unterzogen, bei denen sie in komplizierten Folterfallen ihren Überlebenswillen unter Beweis stellen müssen. Kramer hat nämlich die Schnauze voll von Leuten, die das Leben nicht zu schätzen wissen. Weil in Saw: Spiral ein Nachahmungstäter sein Unwesen treibt, zählen wir diesen Teil nicht mit.
Das Besondere: Jigsaws Fallen sind in der Regel nur sekundär zum Töten da. Fast alle der Probanden haben eine Chance, lebend aus den Tests rauszukommen. Allerdings müssen sie dafür sehr große Opfer bringen.
Platz 2: Michael Myers aus Halloween
0:50
Halloween - Filmclip: Michael Myers ist im Horror-Sequel mit Jamie Lee Curtis zurück
Filme: 12 von 13 (1978 - 2022) | Onscreen-Kills: 138 | Offscreen-Kills: 47 | Die meisten Kills in: Halloween Kills (insgesamt 39)
Die Autorin dieses Artikels hatte Michael Myers eigentlich schon sicher auf Platz 1 gesehen. Doch befolgt man die von uns aufgestellten Regeln, reicht es nur zur Silbermedaille für den großgewachsenen Filmkiller.
Das erste Mal zum Messer greift Michael Myers (Nick Castle / Tony Moran) im Jahre 1978 in Halloween (Regie: John Carpenter) – und das sogar schon als kleiner Bub, der seine Teenager-Schwester ins Jenseits befördert. Die nächsten Jahre verbringt Myers in einem Sanatorium, wo ihm sein Psychiater die Diagnose »das absolute Böse« verpasst. Einen Ausbruch später macht er Jagd auf die Babysitterin Laurie (Jamie Lee Curtis) und nietet alles um, was sich ihm in den Weg stellt. In Halloween 3 tritt Myers übrigens gar nicht auf, weshalb wir nur die Kills aus zwölf Filmen gezählt haben.
Das Besondere: Michael Myers zeichnet sich durch besondere Stärke und stoische Unverwundbarkeit aus. Er wird zwar einige Male getötet, erwacht aber immer wieder aufs Neue zum Leben.
Platz 1: Jason Vorhees aus Freitag der 13.
Filme: 10 von 12 (1980 - 2009) | Onscreen-Kills: 138 | Offscreen-Kills: 19.782 | Die meisten Kills in: Jason X (insgesamt 19.741)
Nein, wir haben uns bei den Offscreen-Kills nicht vertippt. Der Hockeymasken-Mann mit der Machete war in zehn Filmen sehr, sehr fleißig.
Während im ersten Freitag der 13. (Regie: Sean S. Cunningham) noch Jasons Mutter Pamela Vorhees (Betsy Palmer) im Sommercamp am Crystal Lake wütet, tritt Jason (Warrington Gillette / Steve Daskewisz) erst in Freitag der 13. - Jason kehrt zurück (Regie: Steve Miner) ins Rampenlicht. Hier greift er noch mit einem Sack über dem Kopf selbst zur Machete, um den Tod seiner Mutter zu rächen. Seine Hockeymaske setzt er sich erst im Teil drauf auf die Nase.
Die übertrieben hohe Zahl der Offscreen-Kills schreibt sich Jason X(Regie: Jim Isaac) aus dem Jahre 2001 auf die Fahne. Hier hat man den klassischen Slasher mit Sci-Fi-Elementen vermischt und Jason zu einer biologischen Waffe gemacht. An Bord eines Raumschiffs sorgt er dafür, dass der Sternenfrachter in eine Raumstation knallt und dabei tausende von Menschenleben auslöscht.
Das Besondere: Auch Jason wird von Film zu Film mächtiger. Die ersten Teile der Reihe sind noch weitestgehend realistisch gehalten, später hat man sich allerdings dazu entschlossen, Jason zu einer unaufhaltbaren Tötungsmaschine zu machen.
Honorable Mentions
Ihr vermisst mit Sicherheit ein paar eurer Lieblinge, deshalb wollen wir euch die Stats einiger besonders beliebter Filmkiller nicht vorenthalten.
Rechnet man die Kills von Sadako aus The Ring und Samara aus dem US-amerikanischen Remake zusammen, kommen die Onryos auf 51 Onscreen-Kills und stabile 210 Kills abseits der Kamera. Einzeln schaffen sie es aber nicht in die Top 5.
Freddy Krüger aus A Nightmare on Elm Street hat durch seine Albtraum-Power 44 Menschen vor der Kamera getötet. Ganze 39 mussten offscreen ihre Leben lassen.
Der sadomasochistische Pinhead aus der Hellraiser-Reihe hat sich vor der Kamera etwas zurückgehalten. Zu sehen waren 35 Kills durch seine Hand, offscreen hat er beeindruckende 253 Leute umgelegt.
Mörderpuppe Chucky war ebenfalls nicht faul. Er ist sowohl on- als auch offscreen jeweils 29 Menschen an den Kragen gegangen.
Relativ neu unter den Filmkillern ist der Clown Art aus der Terrifier-Reihe. Obwohl es bisher nur vier Filme gibt, kommt er dennoch auf 27 spektakuläre Kills vor der Kamera und 20 versteckte Morde.
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