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Finding Paradise im Test - Kleines Spiel, große Gefühle

Wie sein Vorgänger To The Moon verzaubert Finding Paradise im Test durch eine gefühlvolle Geschichte. Aber reicht das, damit der Funke ein zweites Mal überspringt?

von Elena Schulz,
18.12.2017 22:54 Uhr

Stellt sich Finding Paradise im Test als würdiger Erbe für To The Moon heraus?Stellt sich Finding Paradise im Test als würdiger Erbe für To The Moon heraus?

Was wäre, wenn wir unser Leben ändern könnten? Eine falsche Entscheidung rückgängig machen oder eine verpasste Chance doch noch nutzen? Jeder kennt das Gefühl, etwas zu bereuen und den dazugehörigen Wunsch, es doch noch richtig zu stellen.

Diesem Wunsch hat sich 2011 schon das Adventure To The Moon gewidmet: Erinnerungen werden im Spiel so verändert, dass sich der Herzenswunsch zum Lebensende doch noch erfüllen kann, wenn auch nur im Kopf. Heraus kam eine der bewegendsten Spiele-Geschichten überhaupt, die wir bis heute nicht vergessen haben.

Der Nachfolger Finding Paradise will dieses Kunststück nun ein zweites Mal versuchen. Aber was in To The Moon neu und einzigartig war, kennen wir jetzt schon. Kann das Szenario wirklich noch einmal die gleiche Magie entfalten? Im Test begeben wir uns nicht nur auf eine Reise durch das Spiel, sondern auch zurück in unsere eigenen Erinnerungen.

To The Moon im Test: Kleinod der großen Gefühle


Was ist To The Moon?

Worum geht es?
Im Vorgänger To The Moon steuern wir ebenfalls Eva Rosalene und Neil Watts. Die beiden Wissenschaftler werden zu Johnny Wyles gerufen, um ihm seinen letzten Wunsch doch noch zu erfüllen: Er will zum Mond fliegen. Das funktioniert im Spiel über futuristische Erinnerungstechnologie. Sie setzen ihm einen speziellen Helm auf, schlüpfen über eine Maschine in eine Simulation seiner Gedankenwelt und stellen seine Erinnerungen so richtig, dass sich sein Wunsch doch noch erfüllt. Allerdings nur in seinem Kopf.

Was macht man?
To The Moon spielt sich trotz RPG-Maker-Look wie ein klassisches Point&Click-Adventure. Wir untersuchen Gegenstände, reden mit Leuten und sammeln sogenannte Memory Links in den Erinnerungen, um neue Abschnitte im Leben des Patienten freizuschalten. Haben wir genug, können wir ein Memento aktivieren und kommen so ins nächste Level. Das funktioniert über ein klassisches Bildrätsel, dessen Bestandteile wir solange neu anordnen, bis das Foto wieder richtig zusammengesetzt ist.

Finding Paradise - Release-Trailer stimmt auf den Nachfolger zu To the Moon ein 2:35 Finding Paradise - Release-Trailer stimmt auf den Nachfolger zu To the Moon ein

Alles wie gehabt

Schon der Anfang ist eine einzige Anspielung auf die Ereignisse in To The Moon: Wieder schlittern wir in unserem Wagen auf ein Eichhörnchen zu, schaffen es aber gerade noch, elegant auszuweichen. Diesmal sitzt nämlich nicht der chaotische Neil Watts am Steuer, sondern seine besonnene Kollegin Eva Rosalene. Wir schlüpfen wieder in die Rolle des ungleichen Wissenschaftler-Pärchens, das für die Sigmund Group in die Erinnerungen Sterbender eindringt, um Wünsche zu erfüllen.

Es ist ein freudiges Wiedersehen, immerhin waren die beiden mit ihren sympathischen Streitereien eines der Highlights in To The Moon. Zudem nimmt Finding Paradise jede Parallele mit Humor. So witzeln die beiden, dass sogar der Arzt bei ihrem neuen Patienten Colin der gleiche wie im Vorgänger ist. Die Welt ist eben klein. Apropos kleine Welt: Aufmerksame Spieler werden Colin übrigens als den Protagonisten aus A Bird Story erkennen, das die Vorgeschichte zu Finding Paradise erzählt.

Finding Paradise - Screenshots ansehen

Alles bleibt aber längst nicht gleich. Finding Paradise bemüht sich sichtlich, der bekannten Geschichte frischen Wind zu verleihen. Während Johnny in To The Moon zum Mond fliegen wollte, hat der ehemalige Pilot Colin nämlich gar keinen konkreten Wunsch. Er will nur, dass wir ihn glücklich machen, ohne etwas an seinem Leben zu ändern.

Blöderweise stimmt auch etwas mit unserer Maschine nicht. Statt wie sonst immer weiter in die Vergangenheit zu reisen, springen wir scheinbar wahllos durch Erinnerungsbruchstücke. Mal landen wir in der Kindheit, mal im hohen Alter. Das macht es doppelt schwierig, einen roten Faden bei den Erinnerungen zu sehen, der uns dabei hilft, den letzten Wunsch zu erfüllen.

Nur auf Englisch

Da Finding Paradise über keine Sprachausgabe verfügt, ist man zum Verstehen des Spiels auf das Lesen der Texte angewiesen. Die sind aktuell aber nur in Englisch verfügbar. Zum Spielen empfehlen wir deshalb dringend gute Englischkenntnisse.

Was ist in Colins Leben schiefgelaufen? Wir versuchen, das herauszufinden, indem wir immer tiefer in seine Erinnerungen vordringen.Was ist in Colins Leben schiefgelaufen? Wir versuchen, das herauszufinden, indem wir immer tiefer in seine Erinnerungen vordringen.

Eine Geschichte aus dem Leben

Die Geschichte entwickelt sich so trotz ähnlicher Bestandteile anders als in To The Moon. Wir wollen natürlich nichts spoilern, aber es ist eben wie in der Realität: Auch wenn zwei Leben ähnlich verlaufen, weil man zur Schule geht, studiert, arbeitet, seine große Liebe oder eine Bestimmung findet, machen die Details den Unterschied aus. Sie machen uns einzigartig.

Genauso ist es auch hier. Wir lachen, weinen, fühlen mit und denken am Ende auch über unser Leben nach. Wir folgen zwar Colins Weg, sehen wie er seine Frau kennenlernt, seine ersten Flugstunden nimmt oder mit seinem Sohn auf den Spielplatz geht, erkennen uns aber darin wieder. Finding Paradise erzählt seine ganz eigene, tiefsinnige Geschichte, die alltäglich, aber keineswegs trivial ist.

To The Moon und Finding Paradise sind Parabeln auf das Leben, die ihre ganz eigenen Ideen und Lösungsansätze mitbringen und uns gerade deshalb so berühren. Gegen Ende lockt in Finding Paradise außerdem eine Wendung, die weit weniger vorhersehbar ist, als in To The Moon. Und nicht nur in der Erzählung, auch spielerisch hält das Adventure hier ein paar nette Überraschungen bereit.

Finding Paradise - Trailer zum Nachfolger von To The Moon zeigt einen schlimmen Alptraum 2:13 Finding Paradise - Trailer zum Nachfolger von To The Moon zeigt einen schlimmen Alptraum

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