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Ganze Gaming-Website kündigt geschlossen, weil ihr Chef Elon Musk imitiert

Wegen des mutmaßlichen Nazi-Grußes von Besitzer Calvin Robinson hat die gesamte Belegschaft der Gaming-Webseite God is a Geek gekündigt.

Auf der amerikanischen Gamingseite God is a Geek gehen die Lichter aus. Das gesamte Autorenteam hat wegen eines mutmaßlichen Nazi-Grußes ihres Chefs gekündigt. Auf der amerikanischen Gamingseite God is a Geek gehen die Lichter aus. Das gesamte Autorenteam hat wegen eines mutmaßlichen Nazi-Grußes ihres Chefs gekündigt.

Nur eine Woche nach Elon Musks mutmaßlichem Nazi-Gruß bei der Amtseinführung von US-Präsident Donald Trump sorgt aktuell ein weiterer umstrittener Polit-Agitator mit der Geste für Aufregung.

Calvin Robinson, der Besitzer der Gaming-Webseite God is a Geek und ordinierter anglikanischer Priester, zeigte auf einer Kundgebung der amerikanischen Pro-Life Bewegung den mutmaßlichen Hitlergruß und rief dazu wie Elon Musk: My heart goes out to you.

Die Pro-Life-Bewegung setzt sich in den USA gegen das Recht auf Abtreibung und für ein Leben im Einklang mit traditionellen familiären Werten ein. Robinson gilt als rechtskonservativer Akteur, der schon mehrfach mit kontroversen Statements aufgefallen ist.

Nun hat der Prediger den Bogen allerdings überspannt. Denn die Mitarbeiter von God is a Geek wollen mit ihrem Chef nichts mehr zu tun haben. Am 30. Januar reichte die Redaktion daher geschlossen ihre Kündigung ein. In einer Stellungnahme auf der Webseite teilt das Team mit:

In Anbetracht der jüngsten Handlungen des GIAG-Eigentümers hat das Team die Entscheidung getroffen, die Veröffentlichung auf GodisaGeek.com einzustellen.

Jeder von uns hat jahrelang Arbeit in diese Seite gesteckt und versucht, sie trotz der Aktivitäten unseres entfremdeten Besitzers unterhaltsam zu halten. Sein Beitrag zu dieser Seite ist seit mehreren Jahren gleich Null, aber wir können nicht weiterhin schweigen.

Um es ganz klar zu sagen: Wir unterstützen, teilen oder dulden weder Calvin Robinsons politische Ansichten noch seine Handlungen.

Tatsächlich war Robinson zuletzt nicht mehr am aktiven Tagesgeschäft von God is a Geek beteiligt. Sein letzter Artikel stammt aus dem Jahr 2019.

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Unvereinbar mit dem Priesteramt

Doch nicht nur mit den Angestellten seiner Gaming-Webseite hat Calvin Robinson wegen seiner Geste Ärger. Auch das Priesteramt ist er deswegen nun offiziell los. Wie die amerikanische Anglikanisch-Katholische Kirche am Mittwoch mitteilte, habe man ihm die Lizenz für das Priesteramt entzogen, da Robinsons Verhalten unvereinbar mit der priesterlichen Berufung sei

Seine Aktion scheint ein Versuch gewesen zu sein, sich bei bestimmten Elementen der amerikanischen politischen Rechten beliebt zu machen, indem er ihre Opposition provozierte. Herr Robinson ist in der Vergangenheit bereits mehrmals verwarnt worden, solche Handlungen zu unterlassen. [...] Da er das eindeutig nicht getan hat, wurde ihm die Zulassung dieser Kirche entzogen.

Selbst wenn die Geste von Robinson nur als Scherz gemeint gewesen sei, handle es sich beim Hitlergruß um eine schädliche, spaltende und im Widerspruch zu den Grundsätzen der christlichen Nächstenliebe stehende Geste, so die Kirche weiter.

Robinson selbst beruft sich darauf, die Geste sei tatsächlich nur ein Witz gewesen, um die hysterischen Liberalen ein bisschen zu ärgern. Er sei kein Nazi, sondern habe dem Publikum lediglich mitteilen wollen, dass sein Herz bei ihnen sei.

Wegen der Kündigungen auf seiner Webseite beschwerte er sich zudem auf Twitter darüber, dass Spielejournalisten heutzutage zu woke geworden seien, die Mehrheit der Gamer das jedoch nicht wäre.

Das Wort Woke stand einst für die besondere Wachsamkeit gegenüber Diskriminierung. In den letzten Jahren wurde sich der Begriff allerdings von der politisch Rechten aneignet, um Diversität in popkulturellen Produkten einen negativen Stempel aufzudrücken. Oftmals wird der Begriff Woke daher auch verwendet, um homo- und transphobe oder rassistische und sexistische Aussagen zu verschleiern.