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Ich habe Gordian Quest viel länger gespielt, als nötig war

Ein Rollenspiel auf Steam mit Top-Bewertungen hat unseren Autor auch nach 50 Stunden fest in seinen Krallen. Dabei war der erste Eindruck gar nicht gut.

von Michel Luthe,
13.11.2021 05:00 Uhr

Mit Gordian Quest schlummert ein großer Rollenspiel-Hit auf Steam und GOG.com, den ihr sehr wahrscheinlich noch nicht kennt. Lust auf Rundenkämpfe? Dann ab dafür, sagt unser Early-Access-Test! Mit Gordian Quest schlummert ein großer Rollenspiel-Hit auf Steam und GOG.com, den ihr sehr wahrscheinlich noch nicht kennt. Lust auf Rundenkämpfe? Dann ab dafür, sagt unser Early-Access-Test!

Als ich das Cover von Gordian Quest zum ersten Mal sah, dachte ich mir: »Hmm… also das ist sicher ein weiteres JRPG, das durch halbgares Early-Access versucht Kohle abzugreifen. Na das kann ja schon nichts werden.« Aber oh habe ich mich da getäuscht! 

Ich habe nichts gegen JRPGs, aber gefesselt haben die mich noch nie. Umso erfreuter war ich dann, als ich Gordian Quest doch eine Chance gab. Weder handelt es sich um ein JRPG noch fehlt Zeit im Ofen. Wer wissen will, wieso man Gordian Quest nicht nach dem Einband beurteilen sollte, der liest sich durch, was drin steckt!

Wenn euch Slay the Spire ein Begriff ist, solltet ihr bei Gordian Quest so einige Ähnlichkeiten erkennen können. So nehmen die Entwickler von Mixed Realms das komplexe und abwechslungsreiche Prinzip des Deckbuildings und verbinden es geschickt mit den Facetten klassischer Rollenspiele. 

In der momentanen Early-Access-Fassung, dessen ältere Version Kollege Dennis 2020 vorgestellt hat, bestreitet ihr mit einer Gruppe von bis zu drei Helden entweder einer circa 30 Stunden lange Kampagne oder stellt euch im Reichmodus etlichen Stunden zufallsgenerierter Welten. Für knapp 17 Euro bietet euch Gordian Quest ein äußerst komplexes Kampfsystem und leichte Rollenspielelemente, die nicht viele Wünsche offenlassen. Wenn euch Min/Maxing, Strategie und Rollenspiel gefallen, erklären wir euch in diesem Test, wieso Gordian Quest ein Must-have für euch sein sollte. 

Passt zu euch, wenn ...
  • ... ihr komplexe Kampfsysteme schätzt.
  • ... ihr gerne eure Strategie ständig weiter entwickelt. 
  • ... ihr Spaß an beinahe endlosen Kombinationsmöglichkeiten habt.
Passt nicht zu euch, wenn ...
  • ... ihr ein Spiel sucht, bei dem ihr nicht viel nachdenken müsst.
  • ... ihr eine innovative Geschichte erwartet.
  • ... mit Zahlenschieberei nichts anfangen könnt.

Clever positioniert: Der Schurke in der untersten Reihe ist sicher vor den Angriffen der Riesenspinne Clever positioniert: Der Schurke in der untersten Reihe ist sicher vor den Angriffen der Riesenspinne

Aller Anfang ist schwer

Sobald man die Kampagne von Gordian Quest startet, wird man umgehend mit Vielfalt überhäuft. Neun verschiedene Helden mit jeweils vier verschiedenen Fertigkeiten-Decks - das muss man sich erst einmal alles durchlesen. Als ich mir den ersten Helden Luzius - einen klassischen Krieger - und seine Decks genauer anschaute, wurde mir zum ersten Mal klar, wie abwechslungsreich und kompliziert das Kampfsystem ist. 

Nicht nur haben alle Helden die drei wohl bekannten Attribute Stärke, Beweglichkeit und Intelligenz, sondern verändern auch noch, je nach gewähltem Deck, ihre Lebenspunkte und Initiative! Und als wären das nicht schon genug Mechaniken, skalieren die Fertigkeiten auf unterschiedlichste Weise mit den Attributen. An diesem Punkt war meine volle Aufmerksamkeit geweckt - es ist eine echte Herausforderung, alle Mechaniken unter einen Hut zu bekommen, um eine unschlagbare Strategie zu entwickeln! 

Der Autor
Rollen- und Strategiespiele, vor allem fordernde mit düsterem Setting, begleiten Michel Luthe schon sein ganzes Leben. Knapp 200 Stunden in Slay the Spire ließen ihn auf einen würdigen Genre-Nachfolger hoffen. Zurzeit streamt er einen weiteren Rollen-/Strategiespiel Hit - Darkest Dungeon 2 - auf seinem Twitch Kanal.

Schlussendlich fiel dann meine Wahl auf den Hexenmeister Kudo mit dem Deck des Schwarzsehers. Dieses Deck wurde von den Entwicklern als äußerst komplex gekennzeichnet und schien mir meines Könnens würdig – na, wenn ich mich da nicht mal arg getäuscht hatte. Nun noch eine der fünf Schwierigkeitsstufen ausgewählt und entschieden, ob ich die Kampagne lieber »Standart«, »Rogue-lite« oder »Rogue-like« spielen möchte, und los ging es!

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