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Grounded im Early-Access-Test: Für wen sich der Twitch-Hit schon jetzt lohnt

In Grounded überleben wir im Garten vor unserem Haus und schlagen uns mit Hunger, Durst und Insekten herum. Klingt halb so wild, allerdings sind wir nur so groß wie ein Popel. Ein Ersteindruck.

von Sascha Penzhorn,
31.07.2020 15:00 Uhr

Grounded nimmt im Release-Trailer Cyberpunk 2077 auf den Arm 1:20 Grounded nimmt im Release-Trailer Cyberpunk 2077 auf den Arm

Ihr kennt das: Jemand hat versehentlich die Kinder geschrumpft und jetzt kämpfen sie draußen im Garten ums nackte Überleben, genau wie damals im Film Zurück in die Zukunft. Aber Spaß beiseite, tatsächlich erforscht ihr im Early Access von Grounded eine Spielwelt, in der Blumen und Grashalme so groß wie Bäume sind, Ameisen monströs und trotzdem irgendwie niedlich und Wolfsspinnen derart overpowered, dass sie euch in Sekundenschnelle auffressen, wenn ihr nicht verdammt vorsichtig seid.

Das Setting ist hier das Alleinstellungsmerkmal, das Gameplay dagegen eher Survival-Standard: Ihr fertigt Werkzeuge aus herumliegenden Steinen und Pflanzenfasern, wehrt euch gegen Fliegen und Blattläuse, futtert Pilze sowie bezwungene Insekten und stillt euren Durst mit Tautropfen, die darauf warten, dass ihr sie aus den Blättern schüttelt.

Neben dem Garten erkunden wir auch einige ungewöhnlichere Schauplätze wie dieses Labor. Neben dem Garten erkunden wir auch einige ungewöhnlichere Schauplätze wie dieses Labor.

Der Umfang: Noch arg mickrig

Eine klitzekleine Story-Einführung gibt's ebenfalls schon, die habt ihr aber nach rund 20 Minuten erledigt. Danach könnt ihr noch den Rest des Gartens erkunden, aus Blattwerk und Grashalmen eine fesche Hütte und ein paar Klamotten zusammenzimmern, Bogen und Speere herstellen, um Rache an den Wolfsspinnen zu nehmen oder euch mit Ameisen rumschlagen. Wenn die nämlich mitkriegen, dass ihr in eurem Lager Essbares hortet, fallen sie gerne und vor allem regelmäßig über eure Vorratskammern her.

Eine Story-Mission führt uns zu dieser sonderbaren Vorrichtung. Sehr viel mehr passiert danach nicht mehr. Eine Story-Mission führt uns zu dieser sonderbaren Vorrichtung. Sehr viel mehr passiert danach nicht mehr.

Richtig cool: Von hinten an einen Marienkäfer ranschleichen, auf ihn draufspringen und von eurem unfreiwilligen Reittier aus Ameisen abschießen. Sehr viel spannender wird es noch nicht, bisher liefert Grounded lediglich eine Karte, eine Handvoll unterschiedlicher Insekten und Multiplayer für bis zu vier Spieler über Xbox Live, falls ihr Freunde zur Hand habt. Während unseres Tests gab es allerdings keine offenen Online-Sitzungen, was uns nicht überrascht, denn sonderlich viel Inhalt hat das Teil noch nicht.

Der Survival: Für jeden was dabei

Auf dem mittleren Schwierigkeitsgrad hat unser Teenager praktisch pausenlos Kohldampf. Ihr könnt euch ein halbes Dutzend Pilze reinziehen, von denen jeder so groß ist wie ihr selbst, doch fünf Minuten später seid ihr schon wieder auf der Suche nach Nahrung. Wasser und Fressalien sind nie schwer zu finden, trotzdem leeren sich die entsprechenden Leisten derzeit noch recht schnell.

Die Nahrungsleiste leert sich recht schnell. Zum Glück ist Essbares nie schwer zu finden. Die Nahrungsleiste leert sich recht schnell. Zum Glück ist Essbares nie schwer zu finden.

Auf dem leichten Schwierigkeitsgrad geht es deutlich gnädiger zu, alternativ gibt's auch ein schweres Setting für ganz Harte. Dort kämpft ihr nicht nur verstärkt mit Hunger und Durst, sondern müsst euch auch verstärkt um den Zustand eurer Ausrüstung kümmern, die nun deutlich schneller den Geist aufgibt. Wer einfach nur bauen und die Welt erkunden will, muss sich im obligatorischen Creative Mode um derlei Probleme keine Gedanken machen.

Das Highlight: Die Optik

Grounded sieht richtig toll aus. Der farbenfrohe Look kommt durch die tollen Lichteffekte im Spiel super zur Geltung. Ameisen bleiben stehen, wenn sie auf euch aufmerksam werden und beobachten euch neugierig. Zumindest, wenn es sich dabei um keine Soldaten handelt, denn die machen gerne mal Stress. Überhaupt sind die Fliegen, Larven, Spinnen und Läuse klasse animiert und geben auch einige coole, wenn auch vielleicht nicht furchtbar realistische Geräusche von sich.

Grounded sieht grundsätzlich toll aus, die extreme Tiefenunschärfe stört aber. Grounded sieht grundsätzlich toll aus, die extreme Tiefenunschärfe stört aber.

Die (englische) Sprachausgabe für die vier spielbaren Teenager hat noch ihre Macken. Einige Zeilen sind noch nicht vertont. Beim Besuch eines sehr lebhaften Ameisenhaufens grüßte unser Protagonist noch jede Ameise einzeln. Grundsätzlich ist die Qualität der Sprache aber in Ordnung. Apropos Sprache: Zumindest deutsche Bildschirmtexte sind ebenfalls in Arbeit, waren zum Zeitpunkt unseres Anspielens aber noch nicht verfügbar.

Dafür gibt's bereits ein justierbares FOV-Setting, Ultrawide-Support, die Wahl zwischen 1st und 3rd Person, sowie einen Arachnophobia-Slider, falls ihr in euren Spielen keine Spinnen möchtet, die wie Spinnen aussehen. Allein der sehr aggressive Tiefenunschärfe-Effekt, der alles in der Distanz extrem verschwommen darstellt, lässt sich derzeit nicht direkt im Spiel abschalten oder zumindest abschwächen.

Mehr Screenshots von Grounded findet ihr in unserer Screenshot-Galerie:

Grounded - Screenshots zum Koop-Survivalspiel ansehen

Das Fazit: Abwarten oder Game Pass

Grounded sieht jetzt schon toll aus, das technische Grundgerüst steht, es steckt aber einfach noch nicht furchtbar viel Inhalt drin. Klar, wer sich an der gegenwärtig kaum vorhandenen Story nicht stört, den kompletten Garten erforschen und eine große Basis bauen will, kann hier schon ein paar Stunden rausholen, allerdings sind die 30 Euro Eintrittsgeld für den Early Access noch sehr happig.

Nutzt ihr den Microsoft Game Pass, kann euch das natürlich herzlich egal sein, denn dort steckt das Spiel mit drin, sodass ihr dort jederzeit ins Spiel reinschnuppern könnt. Habt ihr den Pass nicht und legt Wert auf etwas mehr Substanz in euren Survival-Games, solltet ihr Grounded zumindest schon mal im Auge behalten, denn das, was derzeit davon existiert, macht schon einen guten Eindruck.

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