Rockstar Games sieht sich nach dem gigantischen GTA-6-Leak von 2022 erneut mit einem Sicherheitsvorfall konfrontiert.
Die Hackergruppe ShinyHunters behauptet in einem Posting im Dark Web, Zugriff auf die Cloud-Server des Studios erlangt zu haben. Während das Unternehmen hinter Grand Theft Auto 6 den Vorfall bereits bestätigt hat, bleibt die Frage nach der Tragweite der gestohlenen Informationen im Raum.
Rockstar-Hack: Was ist passiert?
Nach aktuellen Erkenntnissen erfolgte der Einbruch nicht durch eine direkte Schwachstelle in den Systemen von Rockstar Games. Die Angreifer nutzten stattdessen mit dem Unternehmen Anodot einen Drittanbieter als Sprungbrett. Anodot ist ein Dienstleister für Cloud-Kostenmanagement und Analysen.
Über diesen Umweg verschafften sich die Hacker Zugriff auf die Snowflake-Instanzen von Rockstar. Snowflake ist eine Cloud-basierte Datenplattform, um große Datenmengen zu speichern, zu verwalten und in Echtzeit zu analysieren. Typische Anwendungsgebiete umfassen Data Warehousing, Data Lakes, Data Engineering, Data Science und sicheren Datenaustausch.
Dieser indirekte Angriffsweg über die Lieferkette ist eine gängige Methode, da spezialisierte Analysedienste oft tiefgreifende Zugriffsrechte auf die Daten ihrer Kunden besitzen.
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Welche Daten wurden gestohlen?
Rockstar Games bestätigte in einer Stellungnahme gegenüber Kotaku.com, dass der Hack stattgefunden hat und diverse Daten im Rahmen eines Datenlecks bei einem Drittanbieter eingesehen wurden:
»Wir können bestätigen, dass im Zusammenhang mit einer Datenpanne bei einem Drittanbieter auf eine begrenzte Menge an unwesentlichen Unternehmensdaten zugegriffen wurde. Dieser Vorfall hat keine Auswirkungen auf unser Unternehmen oder unsere Spieler.«
Nach jetzigem Stand sind persönliche Daten von Nutzern oder Passwörter aus den Rockstar-Accounts zu Spielen wie GTA Online und Red Dead Redemption 2 nicht betroffen. Die Hackergruppe ShinyHunters hingegen behauptet, eine große Sammlung an Daten erbeutet zu haben.
In der Vergangenheit konzentrierte sich die Gruppe etwa bei Angriffen auf Konzerne wie Microsoft oder AT&T meist auf interne Geschäftsdokumente, Verträge, Marketingpläne und Finanzunterlagen. Im Gegensatz zum Leak von 2022 gibt es bisher keine Hinweise darauf, dass Quellcode oder Gameplay-Material von GTA 6 entwendet wurden.
Was sind die Forderungen der Hackergruppe?
Hinter dem Hack steckt Profitgier, das Ziel ist die Erpressung von Geld. Den Verantwortlichen bei Rockstar wurde ein Ultimatum bis zum 14. April 2026 gesetzt. Sollte bis dahin keine Zahlung geleistet werden, droht die Gruppe mit der Veröffentlichung der Daten und weiteren digitalen Problemen für das Unternehmen.
Die Seriosität der Gruppe lässt darauf schließen, dass sie tatsächlich über internes Material verfügt, auch wenn die Einstufung von Rockstar als »unwesentlich« darauf hindeutet, dass der Schaden für die Entwicklung von GTA 6 (Release am 19. November 2026 für PlayStation 5 und Xbox Series X/S) geringer ausfallen könnte als im ersten Moment befürchtet.
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