IFA in fünf Minuten: Das waren die 6 spannendsten Neuheiten auf der Messe

Große Messe, riesige Auswahl: Wir zeigen euch das Beste, das es auf der Messe zu sehen gab.

Wie immer gab es auf der Internationalen Funkausstellung allerhand zu sehen. (Bild: IFA) Wie immer gab es auf der Internationalen Funkausstellung allerhand zu sehen. (Bild: IFA)

»Auf einer Fläche von 130.000 Quadratmetern in 26 Hallen präsentierten sich über 2.000 Aussteller und zogen 182.000 Besucher aus 138 Ländern an«. Das ist das Resümee der IFA-Messeveranstalter.

Zu viel, um als Einzelperson alles an nur einem oder auch an allen Tagen der IFA 2024 zu sehen. Aber dafür habt ihr ja uns.

Wir waren für euch vor Ort und haben von der Messe berichtet, sogar live in einem Stream am Freitagabend. In diesem Artikel fassen wir unsere IFA-Highlights zusammen.

Die 6 spannendsten Neuheiten der Messe

Tecno Pocket Go

Ja, das ist ein PC-Handheld, doch wo ist der Bildschirm? Ja, das ist ein PC-Handheld, doch wo ist der Bildschirm?

Beginnen wir die Rückschau doch gleich mit etwas Kuriosem. Der Tecno Pocket Go ist ein Gaming-Handheld. So weit, so gewöhnlich. Allerdings hat der seinen Bildschirm nicht zwischen Tasten und Stick geflanscht, sondern ihr zieht dazu eine Videobrille auf – und das sieht ganz schön cyberpunky aus.

Video starten 0:24 Tecno Pocket Go im Hands-On - Handheld-PC mit AR-Brille

Die technischen Daten des Tecno Pocket Go lesen sich wie folgt; alles davon steckt im Controller selbst

Technische Daten
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  • Betriebssystem: Windows 11
  • Prozessor: AMD Ryzen 7 8840 HS
  • Grafik: AMD Radeon 780M 
  • Arbeitsspeicher: 16 GByte LPDDR5
  • Speicherkapazität: 1 TByte PCIe 4.0 SSD
  • Akku: 50 Wh, austauschbar
  • Ladegeschwindigkeit: keine Angabe
  • AR Pocket Vision: Bis zu 215 Zoll Bildschirmdiagonale, Micro-OLED, USB-C

Ihr fragt euch sicher, welche Vorteile das gegenüber einem gewöhnlichen Gaming-Handheld hat. Kurz und knapp gesagt:

  • Bessere Haltung beim Spielen, weil ihr nicht nach unten schauen müsst.
  • Kein dedizierter Fernseher ist notwendig.
  • Die AR-Brille ist universell einsetzbar.
  • Auch für Brillenträger geeignet, wegen Dioptrien-Einstellung.

Wo sich der berühmte Haken versteckt, lest ihr in Linhs Hands-on zum Tecno Pocket Go.

Acer Nitro Blaze 7

Video starten 0:47 Nitro Blaze 7: Acer stellt eigenen PC-Handheld vor

Von einem ungewöhnlichen Handheld wechseln wir zu einem normal aussehenden Spiele-PC auf die Hand. Wie zu erwarten war, zeigte Acer auf der IFA seinen Kombattanten im Kampf um die Handheld-Krone.

Der Acer Nitro Blaze 7 reiht sich zwischen Asus ROG Ally, Lenovo Legion Go und MSI Claw ein. Verbaut sind unter dem 7 Zoll großen Full-HD-IPS-Display:

  • ein AMD Ryzen 7 8840HS
  • Wi-Fi 6E
  • bis zu 2 TB Speicher
  • 16 GB RAM
  • 50-Wh-Akku
  • Windows 11 als Betriebssystem

Die Specs lesen sich damit recht ähnlich zum Asus ROG Ally. Optisch setzt das Gerät auf ein spritziges Design, das mit seinen Streifen und Strichen an das Cockpit eines Rennwagens erinnert.

Preis und Erscheinungsdatum bleibt uns Acer noch schuldig. Sobald wir die Finger an den Nitro Blaze 7 bekommen, zünden wir natürlich den – Obacht – Nitro und liefern einen Test.

Acer Project DualPlay

Video starten 0:36 So ein Notebook habt ihr noch nie gesehen: Acer stellt neuartiges Dual-Play-Konzept vor

Was kommt dabei raus, wenn ein Gaming-Laptop und die Nintendo Switch sich küssen? Acers Project DualPlay natürlich.

Die Idee hinter dem Gaming-Laptop mit eingebautem Controller ist denkbar simpel: Unterwegs müsst ihr kein Gamepad mehr einstecken, wenn ihr spielen wollt. Mal ganz davon abgesehen, dass ihr den Drücker quasi immer überall griffbereit habt.

Ihr fragt euch sicher, wieso die Switch für den doofen Spruch herhalten musste. Nun, Acer hat bei den Japaner gespickt, denn der Controller (der gleichzeitig auch Touchpad ist) lässt sich zweiteilen. So könnt ihr zu zweit am Laptop daddeln.

Schöne Grüße von den Joy-Cons – hoffentlich ohne Stick-Drift. Schöne Grüße von den Joy-Cons – hoffentlich ohne Stick-Drift.

Freut euch aber nicht zu früh. Wie der Name schon vermuten lässt, handelt es sich beim Project DualPlay um ein, nun ja, Projekt. Das, was ihr oben seht, ist nur ein Prototyp.

Unser Autor Denis Brown hatte mit Laptop und Controller auch noch ein Hühnchen zu rupfen, unter anderem war der Drücker einfach zu klobig. Seinen ganzen Eindruck lest ihr im entsprechenden Hands-on.

Samsung Odyssey 3D

Auf der Kamera leider nicht zu sehen: der 3D-Effekt. Auf der Kamera leider nicht zu sehen: der 3D-Effekt.

Wortwörtlich etwas zu sehen, gab es am Stand von Samsung. Die Koreaner hatten eine Abwandlung ihres beliebten Odyssey-Monitors aufgestellt – und zwar mit 3D. Brillenlos, versteht sich.

Genau wie einst beim Nintendo 3DS gewinnt der Monitor durch Face- beziehungsweise Headtracking an Tiefenschärfe und bringt 2D-Material in die dritte Dimension. Im Vergleich zu 3D-Brillen bietet das einige Vorteile:

  • Die Bildqualität leidet nicht
  • Brillen machen bewegte Bilder matschiger und unschärfer.
  • Keine Brille, keine Zusatzkosten

Doch auch der 3D-Monitor von Samsung ist nicht ohne Tadel, wie unsere Redakteure vor Ort im Hands-on festgestellt haben.

  • Inhalte müssen auf den Effekt ausgelegt sein; momentan gibt es nur zwei Spiele, die diesen unterstützen (Inzoi und Lies of P).
  • 3D ist auf Dauer anstrengend für die Augen.

3D am Fernseher wünschen sich viele zurück, wie unter dieser Kolumne zu lesen ist. Noch ist Samsungs Odyssey 3D nur ein Prototyp, einen ausführlichen ersten Eindruck von der IFA haben Linh und Maxe dennoch für euch. Ob er wirklich in den Handel kommt, muss die Zeit zeigen. Augentropfen liegen jedenfalls schon bereit.

Honor Magic V3

Video starten 0:32 Honor Magic V3 vs. Samsung Galaxy Z Fold5

»Ob das klappt?«. Die Frage haben wir uns alle gestellt, als 2018 mit dem Royole Flexpay das erste Foldable-Handy vorgestellt wurde. Was zunächst wie ein Unikum wirkte, hat sich mittlerweile im Markt etabliert – und mündet derzeit in millionenfachen Reservierungen des ersten doppelt faltbaren Handys.

Ob’s nun klappt oder doppelt klappt, sei mal dahingestellt, denn eines ist das Honor Magic V3 ganz sicher: verdammt dünn. Das hat nicht nur Maxe beeindruckt, der geneigt war, sofort sein iPhone einzutauschen, sondern auch Foldable-Besitzer Jusuf. Was für ein Schmalhans das Klapphandy wirklich ist, seht ihr in obigem Video.

Tagsüber Handy, nachts Tablet: das Honor Magic V3. Tagsüber Handy, nachts Tablet: das Honor Magic V3.

Jetzt ist das Honor Magic V3 nicht das erste Foldable, aber sehr wohl das dünnste. Was unter der Haube schlummert, lest ihr in den technischen Daten.

Technische Daten
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  • Typ: 5G-Smartphone
  • Betriebssystem: Android 14
  • Display innen: 7,92 Zoll LTPO-AMOLED, 120 Hz, 2.156 x 2.344-Auflösung, etwa 402 ppi, Dolby Vision
  • Display außen: 6,42 Zoll LTPO-OLED, 120 Hz, 1.060 x 2.376-Auflösung, etwa 402 ppi, Dolby Vision
  • Prozessor: Qualcomm Snapdragon 8 Gen 3
  • RAM: 12 oder 16 GB
  • Speicher: 256, 512 oder 1.000 GB 
  • Kamera: Triple-Kamera (50 + 50 + 40 Megapixel)
  • Akku: 5.150 mAh
  • Preis: 1.999 Euro

Um unseren ersten Eindruck hoffentlich zu bestätigen und Fragen wie »wird der Falz sichtbarer, je länger man das Handy verwendet?« zu beantworten, haben wir ein Testgerät bereits geordert. 

Wie es mit dem Honor Magic V3 im Alltag klappt oder ob das alles nur fauler Zauber ist, erfahrt ihr in Bälde bei uns.

Ray-Ban Meta-Smartglasses 

Jusuf hat seine langweilige Brille gegen eine smarte Brille getauscht. Gut stehn ihm beide. Jusuf hat seine langweilige Brille gegen eine smarte Brille getauscht. Gut steh'n ihm beide.

Wir beschließen unsere spannendsten Neuheiten von der IFA 2024, so wie wir sie begonnen haben: mit einem Paradiesvogel. Dabei bleiben wir gemäß dem 3D-Monitor und dem Klapphandy beim Gucken.

Brillen sind ja nun keine hochtechnologisierten Geräte – es sei denn, es handelt sich um die Ray-Ban Meta-Smartglasses. Mit denen könnt ihr nämlich:

  • Musik hören
  • Fotos aufnehmen
  • Videos aufnehmen
  • Livestreamen

Liest sich wie ein James-Bond-Gadget. Durch Drücken auf ein Knöpfchen am Rahmen, nehmt ihr ein Bild oder gleich ein ganzes Video auf – und zwar genau das, was ihr seht.

Der große Vorteil: Ihr habt die Hände frei. Sprich: Im Urlaub könnt ihr die Aussicht genießen und trotzdem einen Schnappschuss machen, und zwar ohne den Handybildschirm vor der Nase zu haben. Selbiges gilt auch, wenn ihr ein Video aufnehmen wollt, aber beide Hände freihaben müsst.

Die smarte Brille gibt es natürlich nicht nur als Sonnenbrille, sondern auch mit selbsttönenden Gläsern. Die smarte Brille gibt es natürlich nicht nur als Sonnenbrille, sondern auch mit selbsttönenden Gläsern.

Musik hören wird da fast schon zur Nebensache (auch wenn es natürlich völlig Banane klingt, seine Lieblingssongs mit der Brille zu genießen). Allerdings liegen die Smartglasses somit im IFA-Trend zu Open-Ear-Kopfhörern – inklusive Gestensteuerung über den Bügel.

Technische Daten
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  • Kamera: 12-MP-Ultraweit mit 1080p Auflösung
  • Audioausgabe: Open-Ear-Kopfhörer in den Bügeln
  • Audioaufnahme: 5 Mikrofone
  • Livestream: bis zu 30 Minuten
  • Akkulaufzeit: bis zu 36 Stunden
  • Interner Speicher: 32 GB
  • Anschlüsse: WiFi 6, Bluetooth 5.2
  • Sonstiges: IPX4-Zertifizierung (spritzwassergeschützt)

Zu haben ist das clevere Nasenfahrrad in drei Editionen inklusive unterschiedlichen Styles und Farben. Dioptrien-Gläser passen natürlich ins Gestell, die ab 329 Euro kosten.

Wir blicken einem Langzeittest entgegen, der zeigen wird, wie viel James Bond wirklich in der Brille steckt oder ob es sich doch nur als ein Gimmick entpuppt.

Das waren unsere spannendsten Highlights der 100. IFA. Es gab so viel zu sehen, dass wir die Anzahl locker hätten verdoppeln oder verdreifachen können. Glücklicherweise ist 2025 auch wieder IFA. Wir werden dort sein, ihr auch?

Was sind eure IFA-Highlights? Wart ihr vor Ort? Schreibt’s in die Kommentare!

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