Nichts Spannendes mehr in Sicht bei Smartphones? Vera hat im FYNT-Talk auf der IFA mit Kilian vom YouTube-Kanal »iKnowReview« über die Zukunft der Smartphones gesprochen.
Während einige schon die Wearables als spannenden Zukunftskram sehen, hat für Kilian das Innovationspotenzial von Smartphones noch lange keinen Gipfel gefunden.
iKnowReview: Mein Traum-Smartphone liegt noch weit in der Zukunft
Während Mark Zuckerberg und Co. und langsam an Wearables wie Smart-Glasses gewöhnen wollen, ist Kilian nach wie vor ein Fan von Smartphones. Im FYNT-Talk stellt er sofort fest:
»Ich bin immer der Falsche, wenn man sagt, Smartphones werden langweilig«
54:22
Ist die Smartphone-Ära am Ende? Mit iKnowReview - FYNT Talk auf der IFA 2025
Einerseits ist das Smartphone-Testen auf seinem YouTube-Kanal iKnowReview für Kilian nach eigener Aussage schon wie eine Berufung geworden.
Aber während Tech-Redakteur Linh die Entwicklung von Smartphones mittlerweile »ein bisschen langweilig« findet, erinnert sich Kilian noch lebhaft an einige Meilensteine (ab 01:37):
- OnePlus 7 Pro: Das Handy war für Kilian ein großer Schritt, da es als eines der ersten Geräte eine Bildwiederholfrequenz von mehr als 60 Hz bot und eine elektrisch ausfahrbare Kamera besaß, wodurch das Display komplett frei von einer Notch war.
- Das erste Samsung Fold: Obwohl es mit anfänglichen Problemen zu kämpfen hatte, war dieses faltbare Handy für ihn ein revolutionäres Produkt, weil es eine völlig neue Gerätekategorie einführte, mit der in diesem Jahr niemand gerechnet hatte.
Kilian verweist darauf, wie rasant sich die Leistung von Smartphone-Chips entwickelt. Er argumentiert, dass die Chips in aktuellen Android-Geräten bereits das Niveau von Apples M2-Chip erreicht haben. Dieser kontinuierliche Leistungszuwachs eröffnet neue, aufregende Möglichkeiten. (39:28)
Smartphones als Alleskönner: Die steigende Leistung erlaubt es Smartphones, immer mehr Aufgaben zu übernehmen. Sie werden zu multifunktionalen Geräten, die andere Technologien überflüssig machen:
- Zentraler Hub: Kilian sieht das Smartphone als den zentralen Knotenpunkt für alle digitalen Aufgaben. Mit Technologien wie Samsung DeX können sie bereits eine vollwertige Desktop-Oberfläche auf einem externen Monitor bereitstellen – für Gaming, Büroarbeit oder Entertainment. (39:06)
- Gaming und Video-Schnitt: Smartphones eignen sich immer besser zum Spielen oder Schneiden von Videos. Als Beispiel nennt er die App
CapCut
, die auf dem Handy fast genauso gut funktioniert wie auf einem Computer. (40:09)
Kilian sieht im Talk mit Vera bei Smartphones also noch so viel Entwicklungspotential, dass für ihn klar ist:
Mein Traum-Smartphone liegt noch weit in der Zukunft
Warum für iKnowReview Wearables einfach noch nicht mithalten
Am Beispiel des Human AI Pin, der immerhin angetreten ist, das Smartphone zu ersetzen, macht Kilian die großen Nachteile von Wearables gegenüber Smartphones aus:
- Kein klarer Mehrwert: Kilian sieht in Wearables wie dem Human AI Pin schlicht keinen überzeugenden Vorteil gegenüber einem Smartphone. (28:28)
- Umständliche Interaktion: Das Fehlen von visuellem Feedback macht die sprachgesteuerte Bedienung der Wearables umständlich. Kilian fragt, warum man etwas per Sprache eingeben sollte, wenn es mit einem Smartphone viel schneller geht. (23:50)
- Praktische Mängel: Kilian bemängelt, dass der Human AI Pin heiß wurde, eine schlechte Akkulaufzeit hatte und die Bedienung langsam und umständlich war. (25:57)
Kilian ist überzeugt: Am Ende setzt sich die Technologie durch, die »am bequemsten« und dadurch intuitiv am zugänglichsten für den Nutzer ist. Er sieht Wearables eher als Ergänzung, denn als vollständigen Ersatz für das Gerät. So könnte eine Smartwatch ebenso wie ein Smartphone etwa als zentraler Hub für KI-Funktionen werden.
Außerdem gibt Kilian zu bedenken: In vielen Ländern haben Smartphones die Computer-Ära schlicht übersprungen: Wo die meisten Deutschen nach einem Desktop-Computer zuhause das erste Smartphone bekommen haben, war das Smartphone für viele Menschen der erste Berührungspunkt mit Computern und gleichzeitig ihr einziges Gerät (43:18).
So eine revolutionäre Technik abzulösen, da haben es die Wearables nach dem heutigen Stand einfach schwer.

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