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In Total War: Warhammer 40k ist der Tod eines Helden der Space Marines nicht zwangsweise das Ende - er kann noch mächtiger »zurückkommen«

Wie so oft steckt hinter so mancher Technologie in Warhammer 40k eine verstörende Praxis. Mindestens eine davon hat es auch ins neue Total War geschafft.

Wer träumt nicht davon, nach einer tödlichen Verletzung für eine halbe Ewigkeit in einen dicken Panzer gesperrt zu werden? Wer träumt nicht davon, nach einer tödlichen Verletzung für eine halbe Ewigkeit in einen dicken Panzer gesperrt zu werden?

Das Universum von Warhammer 40k steckt voller meistens ziemlich düsterer Hintergründe. Wusstet ihr zum Beispiel, dass einige ganz besonders verdiente Space Marines nach einer tödlichen Verletzung in quasi laufende Särge gesperrt werden, um trotzdem noch weiter für das Imperium kämpfen zu können?

Genau das soll auch in Total War: Warhammer 40k möglich sein. In einem Interview auf der gamescom 2026 konnte ich mit Entwicklern bei Creative Assembly sprechen und die erzählten mir davon, wie die Space Marines in ihrem Spiel gefallene Helden zweitverwerten. Auch im letzten Entwickler-Stream rund um das nächste Total War wurde das Thema angeschnitten.

Video starten 17:59 Total War: WARHAMMER 40,000 - Endlich gespielt: So gut ist der Sci-Fi-Ableger

Das zweite Leben eines Space Marines

Space Marines sind bekanntermaßen ziemliche Freaks. Diese Menschen werden durch wissenschaftliche Experimente künstlich erschaffen und verfügen über eine absurde Kampfkraft. Obendrein stecken sie in nahezu unzerstörbaren Servorüstungen. Wenn so ein Supersoldat also in die Schlacht zieht, dann ist er nicht leicht überhaupt zu verwunden.

Allerdings existieren viele furchtbare Dinge im Universum von 40k und gelegentlich kommt es dann doch mal vor, dass ein Space Marine verletzt, getötet und verstümmelt wird. In Total War: Warhammer 40k trifft das neben den Standard-Marines auch auf Heldeneinheiten zu! Jeder Charakter kann permanent ins Gras beißen. Einzige Ausnahme ist hier der Fraktionsanführer.

Doch sollte einer eurer heroischsten Space Marines tatsächlich abkratzen, gibt euch das womöglich eine neue Option. Denn gefallenen Helden kann unter gewissen Umständen (die Details hat CA nicht erläutert) ein zweites Leben als Dreadnought gewährt werden.

Ihr könnt diese extrem mächtigen schweren Kampfmechs also auch in Total War nicht ohne weiteres rekrutieren. Jeder dieser Kämpfläufer setzt voraus, dass ihr vorher einen Helden an eure Feinde verliert. Oder zumindest andersweitig an einen im Sterben befindlichen Space Marine gelangt.

Das sind Dreadnoughts

Mit der Spielmechanik orientiert sich Creative Assembly sehr stark an der Vorlage. Denn Dreadnoughts sind eben nicht einfach nur schwere Läufer. Diese oft uralten und sehr mächtigen Einheiten setzen einen gerade so noch lebendigen Space Marine voraus, der in deren Sarkophag gestopft wird. Also einer Kammer im Zentrum des Fahrzeugs.

Das Nervensystem des »Opfers« wird untrennbar mit der riesigen Maschine verknüpft. Für den Space Marine wird das Gerät dadurch zu einem neuen Körper. Er kann den Mech komplett frei kontrollieren und »darf« weiterhin im Namen des Imperators als schreckliche Kriegsmaschine kämpfen.

Da im Jahr 40.000 kaum noch neue Dreadnoughts entstehen, sind diese Kampfläufer extrem wertvoll und werden stark behütet. Der Marine darin kann seinem Gefängnis nicht mehr entkommen und wird zwischen Einsätzen in einen Cryoschlaf versetzt, um nicht den Verstand zu verlieren.

Neben der reinen Kampfkraft profitiert der Space-Marine-Orden noch davon, auf den oftmals Jahrhunderte überspannenden Erfahrungsschatz des gefallenen Space Marines zugreifen zu können.

Überlegt es euch also in Total War zweimal, ob ihr einen Dreadnought leichtfertig in der Schlacht opfert.


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