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Seite 2: Jalopy im Test - Highway to Shell

Ostalgische Gefühle

Jalopy hätte trotz der Technik aus der Urzeithölle sogar ein gutes Spiel werden können: Die möglichen Pleiten, Pech und Pannen sorgen für Spannung. Trabi-Gefühle kommen ebenfalls auf, nicht zuletzt wegen des interaktiven Cockpits. Auch Fahrzeug- und Finanzmanagement machen Spaß und sind herausfordernd. Immerhin verschlingen nicht nur Sprit und Öl viel Geld, Werkzeug will ebenfalls bezahlt werden.

Eine Kiste Wein zu finden, kann Gold wert sein: Wir bekamen in einer Tankstelle pro Flasche den Gegenwert für vier Reifen. Eine Kiste Wein zu finden, kann Gold wert sein: Wir bekamen in einer Tankstelle pro Flasche den Gegenwert für vier Reifen.

Nur wer viel Glück hat, muss nicht groß mit dem Budget haushalten.Schachteln, die wohl von Lastern gefallen sind, fungieren als Lootboxen und sind so Geldquelle Nummer 1. Für Kisten mit Schloss benötigt man ein Half-Life-Gedenk-Brecheisen. Manche der Boxen verbergen kleine Schätze: Edle Weine lassen sich für Hunderte von Mark in Tankstellen verkloppen.Wir bekamen in einem Fall pro Flasche den Gegenwert für vier Reifen.Da ist man schnell saniert, auch wenn das die Spielbalance in fragwürdigem Licht erscheinen lässt.

Wrack und Zylinder

Eine Möglichkeit, sein Geld zu vermehren, eröffnen Autowracks. Wer eines entdeckt, kommt schon mal gratis an einen Sportvergaser für seinen Zweizylindermotor. Derlei Upgrades sind beim Händler extrem teuer, fast unbezahlbar. Abgesehen davon ist die Option, seine Rennpappe in der Werkstatt pimpen zu lassen ein Sinnlos-Feature. Wir haben Jalopy durchgespielt und uns gerade mal einen großen Benzintank gegönnt.

Irgendwas ist am Motor immer kaputt. Die kleinen Schraubenschlüssel zeigen, was wir richten müssen. Irgendwas ist am Motor immer kaputt. Die kleinen Schraubenschlüssel zeigen, was wir richten müssen.

Schnappatmung beim Speichern

Jede Etappe des Abenteuers startet und endet in einem Motel. Dort überschreibt Jalopy den einzigen Spielstand. Wer zwischen Start und Ziel sichern will und dafür die Menü-Funktion»Speichern und beenden« bemüht, muss bei der nächsten Sitzung schon mal zur Flasche Doppelherz greifen. Gesichert werden in dem Fall nämlich nur der Zustand des Fahrzeugs, die Ausrüstung im Kofferraum und das Geld. Der Plastikbomber selbst wird zum zuletzt besuchten Motel zurückteleportiert.

An der dortigen Rezeption lauern übrigens wie überall im Spiel schaurige deutsche Texte. Gut, vielleicht ist »Es kostet 20 für das Zimmer!« ja richtig. Auf dem Sumpfplaneten Dagobah oder so.

Einatmen. Ausatmen. Ommm!

Die Welt von Jalopy ist leblos. Es gibt keine Passanten. Die wenigen KI-Autofahrer sind intelligent wie rollige Wanderkröten auf der Bundesstraße. Außerdem bestehen die zufallsgenerierten Levels aus den immer gleichen grafischen Versatzstücken. Nur Bulgarien bietet etwas Abwechslung.

Ortschaften, wir wollen sie nicht Städte nennen, wirken in Simulatoren oft leblos. In Jalopy gibt's nicht mal Passanten. Nirgends. Ortschaften, wir wollen sie nicht Städte nennen, wirken in Simulatoren oft leblos. In Jalopy gibt's nicht mal Passanten. Nirgends.

Wünschenswert wären mehr Reminiszenzen ans reale Leben gewesen: Sehenswürdigkeiten, zeitgenössische Musik beispielsweise. Am meisten fressen allerdings die vielen Programmfehler an der charmanten Idee herum. Deshalb hat nur eine sehr spitze Zielgruppe genug Spaß an diesem Spiel: nicht allzu anspruchsvolle, eisenharte Simulator- und Autofans, die zu ostalgischen Gefühlen neigen und Bugs wegatmen können.

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