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Kenshi vereint das Beste aus Open-World-Rollenspiel und Aufbauspiel

Jeden Tag spielen über 5.000 Menschen das eher unbekannte Open-World-RPG Kenshi auf Steam. Wir erklären, warum das Spiel so unheimlich faszinierend sein kann.

von Dennis Zirkler,
26.07.2020 09:00 Uhr

Wer über die veraltete Grafik von Kenshi hinwegsehen kann, bekommt ein unfassbar fesselndes Open-World-RPG. Wer über die veraltete Grafik von Kenshi hinwegsehen kann, bekommt ein unfassbar fesselndes Open-World-RPG.

Genau zu beschreiben, zu welchem Genre Kenshi eigentlich gehört, ist unfassbar schwierig. Auf den ersten Blick handelt es sich hierbei um ein Action-Rollenspiel aus der Iso-Perspektive, in dem wir eine riesige, post-apokalyptische Open World erkunden, deren Setting wie eine Mischung aus Max Max und den alten Samurai-Filmen von Akira Kurosawa anmutet.

Doch diese simple Beschreibung wäre eine maßlos untertrieben, denn Kenshi ist eine womöglich die komplexeste und einzigartigste Spielerfahrung, die wir in den letzten Jahren erlebt haben. Weil wir es bislang komplett versäumt haben, euch von diesem Spiel zu berichten, holen wir dies nun mit dieser Spielvorstellung nach.

Kenshi - Launch-Trailer stimmt in erbarmungslose Sandbox-Welt ein 2:27 Kenshi - Launch-Trailer stimmt in erbarmungslose Sandbox-Welt ein

Was macht Kenshi besonders?

In Kenshi starten wir als einsamer Wanderer in einem heruntergekommenen Dörfchen - noch klischeehafter könnte ein Rollenspiel fast nicht beginnen. Doch was machen wir dann? Das bleibt voll und ganz unserer Fantasie überlassen.

Wir werden in die Spielwelt geworfen, ohne dass uns irgendwelche Tutorials oder Quests an die Hand nehmen. Eine Geschichte gibt es nicht, ein Ende erst recht nicht. Uns steht vollkommen frei, was wir mit unserer Zeit in der Schwert-Punk-Spielwelt (so beschreibt der Entwickler das Setting) anstellen wollen.

Ihr wollt ein der Diebesgilde beitreten und als berüchtigter Meisterdieb reich werden? Als Kopfgeldjägerin Ganoven und entlaufene Sklaven einfangen? Selbst als Bandit durch die Lande ziehen und Unschuldige ausrauben? Oder doch lieber, wie es sich für einen ehrenhafter Bürger gehört, einen Bauernhof bewirten oder als Schmied arbeiten? All dies und noch vieles mehr ist problemlos möglich - und wer genug Zeit investiert, kann sogar sein eigenes Imperium gründen und die regierenden Mächte stürzen.

Kenshi bietet zahlreiche Aufbauelemente: Wir können sogar komplette Städte errichten. Kenshi bietet zahlreiche Aufbauelemente: Wir können sogar komplette Städte errichten.

Zu Spielbeginn liegt all dies aber in weiter Ferne: Unser Charakter startet unglaublich schwach, er kann nicht kämpfen, schleichen oder besonders schnell rennen. Diese Fähigkeiten müssen erst trainiert werden, indem wir sie einfach immer wieder nutzen. Trotzdem brauchen wir regelmäßig Nahrung, um zumindest unser Überleben zu sichern. Als einfachste Möglichkeit bietet sich beispielsweise der Bergbau an, um früh an kleine Geldbeträge zu kommen - Eisen und Kupfer werden in der rustikalen Welt, in der größtenteils nur geschmiedete Nahkampfwaffen gibt, schließlich immer gebraucht.

Wer keine Lust hat, stundenlang auf irgendwelche Erzvorkommen einzuprügeln, kann sich auch als Leichenplünderer durch die ersten Spielstunden schlagen - denn in der Welt von Kenshi gibt es zig verschiedene Fraktionen, Nationen und Gruppen, die sich regelmäßig irgendwo in die Haare bekommen.

Diese dynamische Spielwelt ist das Highlight von Kenshi: Immer passiert etwas, überall gibt es Neues zu entdecken. Während Banditenhorden Städte überfallen und Sklaventreiber unbedachte Wanderer gefangen nehmen, können wir es uns in einer lokalen Bar gemütlich machen und mit den anderen Gästen anfreunden - einige davon könnten sogar gewillt sein, sich uns anzuschließen.

Kenshi - Screenshots ansehen

Für wen ist Kenshi geeignet?

Wer Kenshi spielen will, muss wissen, auf was er sich einlässt: Die Bedienung ist sperrig, die Grafik absolut veraltet und das Spiel höllisch schwer - die Quicksave-Taste ist euer bester Freund, da euch anfangs selbst ein halb verhungerter Bandit problemlos umhaut.

Wer es aber schafft, über die mangelhafte Präsentation hinwegzusehen und sich in die komplexe Spielwelt und die noch komplexeren Mechaniken einzuarbeiten, wird mit einem Rollenspiel-Aufbau-Mix belohnt, der mit seiner unfassbaren Tiefe hunderte Stunden begeistert.

Wer lieber seine eigene Geschichte schreibt, statt einer vorgegebenen Story zu folgen und dazu eine Liebe für Aufbau-, Survival- und Rollenspiele hegt, sollte unbedingt einen Blick riskieren.

Was gefällt uns und was nicht?

Stärken von Kenshi

  • Eine dynamische, riesige und nahtlose Spielwelt mit zig verschiedenen Fraktionen und NPCs ist ein Sandbox-Traum, in dem wir alle Freiheiten (und ihre Konsequenzen) genießen können.
  • Komplexe Fortschrittssysteme mit Forschung, Produktionsketten, Basisbau und Crafting.
  • Dutzende Skills, die eure Chraktere meistern können und die alle eine wichtige Verwendung finden.
  • Mod-Support: Im Steam-Workshop finden sich tausende neue Inhalte.
  • Das Spiel ist komplett auf Deutsch spielbar.

Schwächen von Kenshi

  • Die Präsentation ist altbacken, sowohl Grafik als auch Sound sind maximal zweckmäßig. Dazu kommen gelegentlich Perfomance-Probleme.
  • Kenshi ist, besonders während man die Grundlagen lernt, einfach brutal schwer.

Kenshi befindet sich bereits seit 2006 in Entwicklung, Ende 2018 wurde Version 1.0 auf Steam veröffentlicht. Das Spiel wird weiterhin regelmäßig mit Updates versorgt und ist aktuell zum Preis von 27 Euro zu haben.

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